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Wladimir Klitschko – Karriereende – Aus für das Boxen im deutschen TV?

Wladimir Klitschko hat sich mit seiner Entscheidung zu seiner boxerischen Zukunft reichlich Zeit gelassen. Nachdem er bereits im Mai angekündigt hatte, er wolle im Juni bekannt geben, ob er noch einmal in den Ring steigt, sollte es nun bis Anfang August dauern, bis er seine Entscheidung für den Boxerruhestand publik gemacht hat. Zuvor hieß es schon aus seinem Lager: Wenn überhaupt, wollte er nur noch einen Kampf machen, das Rematch gegen Anthony Joshua. Das trifft nun nicht mehr zu. Die Bemühungen von Joshuas Manager Eddie Hearn, mit der Veranstaltung des zu erwartenden zweiten Megafights nach Las Vegas zu gehen, erweisen sich als Schall und Rauch. Diese Mühe hätte er sich sparen können.

YouTube Preview Image

Selbst wenn man Klitschkos Entscheidung zu seinem Karriereende gerne respektiert, bleibt ein kleiner Beigeschmack: Der große Ex-Champ wollte scheinbar noch einmal beweisen, dass er derjenige ist, auf den es ankommt. Sein youtube-clip mit der Erklärung seines Karriereendes war schon längst im Kasten, als die Boxfans in aller Welt noch davon ausgingen, der Kampf in den USA wäre nun für den 11.11. verbindlich geplant und Alles sei endlich unter Dach und Fach. Es gab bestimmt nicht wenige Journalisten und Fans, die Reisepläne gemacht haben, obwohl die Absage für Klitschko schon feststand.

Es ist jetzt müßig, noch einmal auf die lange Karriere Klitschkos einzugehen. Wladimir Klitschko war ein Schwergewichtsboxer, der unbestritten eine der erfolgreichsten Karrieren als Amateur und Profi hatte. Mit all seinen Siegen und Titelgewinnen bescherten die Klitschkos ihrem Haussender RTL fantastische Einschaltquoten. Auch wenn echte Boxfans wissen, dass die Gegner bei den zahlreichen freiwilligen Titelverteidigungen nur eine Statistenrolle zu spielen hatten: Die Klitschkos, zuletzt nur noch Wladimir Klitschko, dominierten fast 10 Jahre lang das Schwergewicht im Boxsport. Vitali Klitschko stieg aus und widmete sich seiner politischen Tätigkeit in der Ukraine. Die Siegesserie von Wladimir riss erst, als er mit dem Briten Tyson Fury einem Boxer gegenüberstand, der keinerlei Respekt vor dem großen Namen Klitschko hatte und den Superchamp regelrecht vorführte und im Ring verspottete.

Wladimir Klitschko konnte sich für die desaströse Niederlage gegen Fury nicht rächen. Die bekannten Umstände führten dazu, dass der Ukrainer es dann mit einem anderen Briten zu tun bekam: Anthony Joshua, der wie er selbst, als Amateur Olympiasieger war. Der Kampf zwischen Klitschko und Joshua war wohl das Beste, was die Fans seit Jahren im Schwergewicht zu sehen bekamen. Klitschko hatte den Sieg schon fast in der Hand, setzte aber nicht entschlossen genug nach und ging kurz vor Schluss noch selbst KO. Es sah so aus, als müsste es für diesen „Kampf der Generationen“ zwingend ein Rematch geben. Wladimir Klitschko hat lange gezögert und sich nun dagegen entschieden. Damit ist das Boxen wohl bei RTL völlig aus dem Programm.

Das Karriereende wird von vielen Fans bedauert. Einige Andere meinen, sie weinen den Klitschkos keine Träne nach, weil die Klitschko-zeit die schlechteste für das Schwergewicht war. Man hätte seitens der Fans gehofft, dass es noch einen Kampf gegeben hätte. Wenn schon nicht das Rematch gegen Joshua, dann wenigstens ein Abschiedskampf für die Fans. Doch wie auch sein Bruder Vitali, hängt Wladimir Klitschko seine Handschuhe an den Nagel, ohne seinen treuen Fans mit einem großen Abschiedskampf „Goodbye“ zu sagen. Enttäuschend für die Zuschauer und genau so für RTL.

Vergangenheit: ARD-Boxen

Vergangenheit: ARD-Boxen

Letztendlich kommt mit dem Ende der Klitschko-Ära auch der Boxsport im Allgemeinen in Deutschland nicht mehr so gut weg. Nachdem bereits vor Jahren die Zusammenarbeit zwischen dem ZDF und Klaus-Peter Kohls „Universum“-Boxstall und der ARD mit dem Sauerland-Team zu Ende ging, war es mit dem Boxen im TV schlechter bestellt. RTL zeigte exklusiv Klitschko-Veranstaltungen. Nach dem Karriereende von Vitali Klitschko waren das nur noch Kämpfe von Wladimir. Die jeweilige Undercard spiele gar keine Rolle. Die Zusammenarbeit mit Marco Huck war ein Flop. Dann machte sich SAT1 auf, der Kampfsportsender Nr.1 zu werden. Man hatte einen Vertrag mit der „Sturm-Promotion“. Auch hier das gleiche Bild: Felix Sturm als Hauptkämpfer, der trotz nachlassender Erfolge das einzige Zugpferd dieser Unternehmung war und sich darüber hinaus auch noch mit den Medien anlegte. SAT1 schloss dann auch einen Vertrag mit Sauerland, stattete das Team aber finanziell wesentlich schlechter aus, als zuvor die ARD. Dazu kam, dass die Erfolge von Arthur Abraham und anderen Sauerland-Boxern nicht mehr so überwältigend waren wie früher. SAT1 setzt mit Internet-Formaten wie „ranfighting.de“ darauf, das die Boxfans dafür extra löhnen, wenn sie guten Kampfsport live miterleben wollen. Selbst „Eurosport“ hat das Boxen aus seinem Programm genommen. Ein kleiner Lichtblick ist noch das Format „Sport im Osten“ des MDR, wo Boxen gezeigt wird.

Was kann man als Boxfan in Zukunft erwarten? Fristet der Boxsport dank des Unwillens der Sponsoren und TV-Sender und mangels großer Namen unter den Akteuren bald wieder ein Nischendasein wie vor 25 Jahren vor der Zeit der TV-Erfolge von Maske, Schulz, Rocchigiani, Michalczewski, Halmich und Ottke? Was könnte man dagegen tun? In anderen Ländern, wie Großbritannien und Mexiko, funktioniert das Boxen wunderbar und entwickelt sich prächtig. Warum nicht mehr in Deutschland?

Das Boxen im deutschen TV steht am Scheideweg. Zum Glück kommt jetzt das „WBSS“ – Turnier in Gang, dass den Boxfans womöglich auf Jahre hinaus eine Vielzahl von internationalen Spitzenkämpfen bescheren wird. Man kann gespannt sein, wo diese Fights zu sehen sein werden. Start ist am 2. September mit dem Kampf zwischen Jürgen Brähmer und Rob Brant. Promoter dieser ersten “WBSS”-Veranstaltung das Sauerland-Team. Wie und wo das Ganze zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt. Wird die Serie überhaupt im regulären TV gezeigt oder nur gegen Gebühr im Internet?

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