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Tobias Drews gibt seine Einschätzung zur spektakulären Agon-Fightcard ab

Sportfans aufgepasst! Am 28. August veranstaltet Agon Sport & Events seine nächste Boxgala. Der Ex-WBA-World-Champ und amtierende WBO-International-Meister Jack Culcay (Agon) trifft auf Abass Baraou, dem WBC-International-Champ aus dem Team Sauerland.

Und genauso spannend geht es im zweiten Hauptkampf weiter, denn Vincent Feigenbutz (Team Sauerland) wird gegen Jama Saidi (Agon) um den IBF-Intercontinental-Titel im Mittelgewicht boxen. Feigenbutz war Weltmeister im Supermittelgewicht und Saidi hielt die Europameistertitel der WBO und IBF.

AGON

Daher gilt für Agon und das Team Sauerland gleichermaßen: Es könnte der beste Tag werden, um Stallgeschichte zu schreiben!

Doch wie sind die Athleten und deren Chancen einzuschätzen? Einer der für seinen fundierten Sachverstand geschätzt wird, ist Tobias Drews. Er gehört zu den anerkanntesten Ringexperten. In nahezu 25 Jahren hat er weit über 1000 Fights unter anderem für TV-Sender wie Sat.1 und Rtl kommentiert. Von Henry Maske über Axel Schulz zu den Klitschkos, er holte sie alle vor die Kamera. Tobias Drews wird als Kommentator vor Ort im Einsatz sein.

Drews zu Jack Culcay vs. Abass Baraou: „Mich hat es schon überrascht, dass dieser Kampf zustande gekommen ist. Für Jack birgt der Fight durchaus Risiken. Denn in seiner Karriere ist er wesentlich weiter als Baraou und bei einer Niederlage wäre seine Laufbahn empfindlich gestört. Bei einem Sieg würde Jack seine Karriere auf die nächste Stufe stellen, dann winkt der Ausscheidungskampf um die WM. Er hat große Namen wie Demetrius Andrade und Sergiy Derevyanchenko erstklassig geboxt und sie fast geschlagen. Wenn man sich die Kämpfe anschaut, dann weiß man was für ein Kaliber Jack ist. Jack will die Besten boxen und dazu gehört auch Abass Baraou. Ich glaube, dass Jack den Fokus für den 28. August scharf gestellt hat. Gewinnt Abass Baraou würde er in seiner Karriere nach vorne katapultiert werden. In den Havelstudios kann er frei boxen, denn er hat wenig zu verlieren und alles zu gewinnen. Mit Adam Booth hat er einen der weltbesten Trainer und ein scharfes Schwert in seiner Ecke. Das Schwert hat allerdings zwei Schneiden: Kennt Booth seinen Schützling bereits gut genug, um ihn durch den absehbar harten Kampf führen zu können? Meine Einschätzung: 60% : 40% pro Jack Culcay.”

Drews zu Jama Saidi vs. Vincent Feigenbutz: „Vincent Feigenbutz verfügt über großes Potential. Bei seiner letzten WM hat er sich gegen einen bärenstarken Mann sehr ordentlich verkauft. Wichtig ist, dass nach der Niederlage Ruhe in Vincents Karriere einkehrt. Und ich glaube, dass passiert bereits, denn er entwickelt neue Ideen. Eine davon ist eine Gewichtsklasse tiefer im Mittelgewicht anzutreten. Vincent hat in seiner Karriere schon Top-Leute geboxt und er ist trotz seiner fast zehnjährigen Profierfahrung immer noch jung und hungrig. Jama Saidi wäre allerdings nicht der Gegner, den ich mir an seiner Stelle ausgesucht hätte. Jama kann sehr gut boxen und er ist ein Puncher, auch wenn seine K.o.-Quote das nicht vermuten lässt. Er kommt mit Boxertypen wie Feigenbutz besser klar, als mit Jack Culcay gegen den er seine einzige Niederlage einstecken musste. Ganz klar, dass wird eine Schlacht. Meine Einschätzung: 50% : 50%. Hier wird die bessere Tagesform entscheiden.”

Die Veranstaltung findet am 28. August ab 18 Uhr in den Havelstudios statt. Wegen Covid-19 gibt es keine Tickets zu kaufen.

Sport1 überträgt den Kampfabend aus den Berliner Havelstudios live ab 21 Uhr im Free-TV sowie parallel im 24/7-Livestream auf Sport1.de.

Foto und Quelle: Agon Sports

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