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Sauerland – Veranstaltung in Zagreb

Um es gleich vorweg zu sagen: Diese Sauerland-Veranstaltung aus Zagreb war nicht gerade das, was Boxfans vom Hocker gerissen hat. Besonders die als Titelkämpfe ausgewiesenen Begegnungen waren ein Flop nach dem anderen. Auch die zuversichtliche Kommmentierung auf Sport1 durch Tobias Drews und den Box-Experten Graciano Rocchigiani machte es kaum besser.

Am meisten hatte man vom Hauptkampf zwischen dem Kroaten Filip Hrgovic und dem Amerikaner Amir Mansour erwartet. Man muss dazu sagen, dass den Kroaten und den Ami 20 Jahre Altersunterschied trennen. So sah dann auch der Kampf aus. Wer den großen Showdown und einen sehenswerten Kampf zwischen einem aufstrebenden Boxtalent und einem alten Ringfuchs sehen wollte, wurde schwer enttäuscht.

Der Gast aus den USA hatte scheinbar nur die Absicht, sich möglichst ohne großen Aufwand seine Börse abzuholen. Mansour machte von Beginn an überhaupt keine Anstalten, den Kampf gewinnen zu wollen. In der zweiten Runde war er leicht angeklingelt, ging runter auf die Knie und liess sich anzählen. Das Spiel setzte sich in der 3. Runde fort. Er war dann scheinbar auch schon der Meinung, genug getan zu haben und lies sich auszählen. Resultat: KO 3-Sieg für den Heimboxer aus Kroatien. Toll, dass er gleich als zukünftiger WM-Kandidat angesehen wird.

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Übertroffen wurde dieser Hauptkampf nur durch die Frauenkämpfe. Hier sollte wohl besonders das Können der Slovenin Ema Kozin und der Kroatin Ivana Habazin in den Vordergrund gerückt werden. Beide kämpften um Titel. Ihre Gegnerinnen taten ihnen anders als Mansour im späteren Hauptkampf allerdings nicht den Gefallen, gleich beim ersten Lüftchen die Segel zu streichen. Kozin und Habazin mussten volle 10 Runden im Ring stehen.

Ivana Habazin, die ihren Kampfrekord mit Kämpfen gegen schwache Gegnerinnen aufgebaut und sich dann gegen Eva Bajic in Deutschland, Cecilia Braekhus in Dänemark und Mikaela Lauren in Schweden ein paar gute Börsen verdient zu haben scheint, bekam es mit der 36Jährigen Gifty Amanua Ankrah aus Ghana zu tun. Dazu muss man sagen, dass die Dame aus Ghana genau aus dem gleichen Holz ist: Daheim einen gepimpten Rekord aufbauschen und im Ausland damit Geld verdienen. So sah der Kampf dann auch aus. Habazin verteidigte ihren IBO-Gürtel im Mittelgewicht mit einem Punktsieg von 3x 100:90. Zum Kampf selbst muss man nicht viel sagen: Verglichen mit Fussball würde man meinen, dass beide Mannschaften sich den Ball im Mittelfeld gegenseitig zugeschoben haben, ohne auch nur ein einziges mal einen Angriff auf das gegnerische Tor zu wagen. Noch langweiliger konnte ein Boxkampf kaum sein. Das war keine Werbung für das Frauenboxen. Das war der Versuch, das Publikum einzuschläfern.

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Dem Kampf um die vakanten Titel WBC-Silver und WBF im Supermittelgewicht zwischen der Slovenin Ema Kozin (14(8)-0-0) und der Mexikanerin Irais Hernandez (2(2)-1-1) konnte man etwas mehr abgewinnen, aber hier gab es dann auch keinen Erfolg für die als Favoritin geltende Kozin. Die 19-jährige war ins Supermittelgewicht aufgestiegen, nachdem sie bereits im Mittelgewicht einige Gürtel gewonnen hatte. Irais Hernandez hatte gerade 4 Profikämpfe auf der Uhr. In ihrem letzten Kampf erreichte sie immerhin in einem 8-Runden-Nicht-Titelkampf ein Unentschieden gegen die WBC-Schwergewichtsweltmeisterin Alejandra Jiminez. So sollte es auch in Zagreb kommen. In einem engen Kampf gab es ein geschmeicheltes Unentschieden. Hier die Punkteverteilung: Jürgen Langos (Deutschland) 97:93. Predrag Aleksic (Montenegro) 95:96. Alexander Plumanns (Deutschland) 95:95. So blieben die Titel vakant. Ob es wirklich eine so gute Idee war, Ema Kozin in eine höhere Gewichtsklasse zu schieben, statt ihr mal ein gescheites Training und Diziplin beim Körpergewicht zu verordnen, sei mal dahin gestellt. Diese Gegnerin war jedenfalls zu stark für sie. Auch dieser Kampf war keine Werbung für das Frauenboxen. Offenbar hat man es bisher sogar vermieden, einen Clip von diesem Kampf ins Internet zu stellen.

Von der Undercard konnte man wie üblich nicht das ganz große Boxen erwarten. Das ist bei jeder Veranstaltung so, weil unbekannteren Boxern die Gelegenheit geboten wird, sich und ihr Können dem Publikum zu präsentieren. Besonders auffällig war, und das ist auch fast immer so, sind die Lobhymnen auf einzelne Boxer. Das betraf den Hauptkampf, aber auch einige Undercard-Boxer. Die Leistung von Leon Bunn (RTD6-Abbruchsieg gegen Journeyman Emmanuel Feuzeu) wurde besonders gelobt. Einige Berichterstatter sehen Bunn schon als Weltmeisterkandidaten. Um da hin zu lkommen, wo er jetzt schon hin geredet und geschrieben wird, sollte er allerdings erst einmal ein paar bessere Gegner schlagen.

Alles in Allem war die Veranstaltung in Zagreb vielleicht ganz unterhaltsam für das Publikum in der Halle. Warum das Ganze eine TV-Übertragung auf Sport1 wert war, erschließt sich im Nachhinein nicht. Man hatte im Vorfeld mehr erwartet, als die (Haupt-)Kämpfe hergaben. Um das Programmloch bis zum vorgesehenen Ende der Sport1 Sendung zu füllen, wurde dann noch einmal der „Blutkampf von Wetzlar“ zwischen Abraham und Miranda gezeigt. Vielleicht sollte das zumindest symbolisch wie eine Erinnerung an bessere Zeiten um deutschen Boxsport sein?

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