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Ronny Mittag verliert IBF-Intercontinental Schlacht – Elina Tissen bleibt Weltmeisterin der GBU und WIBF

Ein Beitrag von Wolfgang Wicysk:

Fotos: Erik Spiering

In einer eines Titelfights würdigen Schlacht verlor Ronny Mittag seine IBF Intercontinental-Krone im Mittelgewicht. In der Potsdamer MBS Arena unterlag der Kämpfer des Wiking Box-Teams seinem Herausforderer Patrick „Wolf“ Wojcicki einstimmig nach Punkten. Zusätzlich zur IBF Krone gewann der Wolfsburger auch die deutsche Meisterschaft der BDB.

v.l. Ronny Mittag und Patrick Wojcicki Erik Spiering

Nach einer verhaltenen Anfangsphase boxte Mittag aggressiv nach vorn. Doch er stand zu weit von Wojcicki weg, um ihn entscheidend zu treffen. Viele seiner Schläge verpufften wirkungslos. Die dadurch entstandenen Freiräume nutzte der Wolf für gute Konter. Mittag konnte den wendigen Boxer des Team Sauerlands einfach nicht stellen. Die zweite Hälfte des Kampfes war ein Abbild der ersten. Der Wikinger zog kraftvoll zum Körper, Wojcicki setzte die Punkte. Mittag stand weiterhin zu weit weg und bekam Wojcickis Gegenangriffe nicht unter Kontrolle. Tolle Fußarbeit, gute Konter und ein sehenswerter Schlussspurt machte dessen Sieg perfekt.

Wikings Chefcoach Hartmut Schröder erkannte das Urteil ohne Wenn und Aber an. (112:116, 111:117, 111:118). Allerdings empfand er das 111:118 als schlechten Witz. Keinesfalls hatte sein Schützling sieben Runden abgegeben.

v.l. Elina Tissen und Nina Meinke

Elina Tissen bleibt die Weltmeisterin der GBU und WIBF im Federgewicht. In dem auf zehn Runden angesetzten Fight besiegte sie die Berlinerin Nina Meinke. Neben ihrem Heimtrainer Maiki Hundt wurde Tissen auch von SES-Chefcoach Dirk Dzemski sekundiert. Neu in ihrer Ecke war auch Walter Knieps, der als Cutman unterstützte. Meinke eröffnete mit hohem Tempo, und setzte sich aus dem Rückwärtsgang in Szene. Doch mit zunehmender Kampfzeit übernahm Tissen die Ringdominanz. Meinke konnte das hohe Anfangstempo nicht aufrecht halten und kassierte schwere Treffer. Ein Cut an der rechten Augenbraue war die Folge. Ab der siebten Runde brach Meinke zunehmend ein. Klare Punktsiegerin: „Elin the Machine“ Tissen. Aber auch in diesem Kampf war die Leistung der Jury alles andere als souverän. (91:99, 94:96, 97:93)

Sven Elbir, der für das Wiking Team im Mittelgewicht startet, boxte seinen letzten Sechs-Runder, bevor er am 8. September im Ostseebad Zinnowitz seinen ersten Titelkampf bestreiten wird. Treffen ohne getroffen zu werden. Elbir, genannt Batman kämpfte brillant gegen Borislav Gligoric. Wie eine Kobra pendelte Batman vor dem Mann aus Bosnien und Herzogowina und biss mit heftigen Führhand Aufwärtshaken Kombinationen zu. Nach 1:44 Min in Runde drei machte Elbir Schluss. Mit dem rechten Aufwärtshaken trieb er Gligoric durch den Ring, bis der umfiel. – Es war ganz großes Kino.

Supermittelgewichtler Florian Raab, der ebenfalls bei den Wikingern unter Vertrag steht, bestritt sein erstes Gefecht gegen Jovica Kokot. Raab wollte in seinem Kampf den Sieg erzwingen. Mit vielen Einzelschlägen beherrschte er Kampf und Gegner. Die erhoffte Wirkung blieb allerdings aus. Kokots kompakte Doppeldeckung war einfach nicht zu knacken. Raab gewann einstimmig. Dennoch war Wiking Chef Winfried Spiering nicht ganz zufrieden: „Übermut tut selten gut. Deshalb war genau dieser Gegner geplant. Florian wird seinen Lehren aus dem Kampf ziehen und es schon das nächste Mal besser machen.“

Die Leistungskurve von Sauerlands Denis Radovan zeigt weiter steil nach oben. Bereits nach 1:52 min brach der Referee seinen Kampf gegen den Ungarn Ferenc Albert ab. Zuvor schickte der Kölner Ferenc zweimal nach unten. Dass Radovans erstklassige Leistung schon bald belohnt wird, bestätigte Nisse Sauerland: „Demnächst sehen wir Denis in einem Titelkampf“

Die weiteren Kämpfe:

Cruiser: Istvan Kun PTS über Denny Heidrich
Super-Middle: Nick Hannig PTS über Tomas Bezvoda
Middle: Simon Zachenhuber PTS über Darko Stevanovic
Cruiser: Xhek Paskali PTS über Milosav Savic

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Anmerkungen von boxenplus.de:

Ronny Mittag hat auch auf Facebook seine Niederlage eingestanden. Er forderte seinen Gegner zu einem Rematch auf. Man muss abwarten, ob es darauf eine Reaktion geben wird.

Ebenfalls auf Facebook gab es eine Reaktion von Etchika Pollex auf den Punktsieg des Debütanten Xhek Paskali über Miroslav Salic. Pollex nannte den Punktsieg (58:56) “Wieder einmal eine Niederlage des Boxsports”. Zumindest eine faire Aussage, die den eigenen Boxer nicht in Schutz nimmt.

Elina Tissen durfte endlich mal beweisen, dass sie auch gegen eine würdige Herausforderin gewinnen kann. Sie gab zwar die ersten 4 Runden ab, konnte dann aber doch in den letzten Runden überzeugen. Dabei kam ihr entgegen, dass die Herausforderin unerklärlicherweise ab der Kampfmitte nicht mehr lang boxte und nicht mehr ausreichend versuchte, Tissens wilden Schwingern zu entkommen. Sie stand viel zu oft regungslos in Schlagdistanz und hatte ihre gute Beinarbeit der ersten Runden komplett eingestellt. Ob sie angeschlagen war oder der Cut über dem rechten Auge sie so sehr beeinträchtigte, ist jetzt nicht mehr wichtig. Das Urteil (Dieter Adam: 99:91 für Tissen, völlig außerirdisch; Marco Morales: 94:96 für Meinke, sehr optimistisch und Manfred Küchler: 97:93 für Tissen, gerade noch akzeptabel) war etwas seltsam. Zwischen 96:94 und 94:96 wäre Alles im absolut grünen Bereich gewesen. Auf jeden Fall ist es vom Gesamt-Resultat her kein Fehlurteil. Nina Meinkes tiefer Cut wurde mit 4 Stichen genäht und es geht ihr soweit gut.

Translator:
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