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„Petko`s Fight Night“- Eine laue Sommernacht in Gelsenkirchen

Ein Beitrag von Uwe Betker:

An dem lauen Sommerabend des 08. Juli 2017 war das Amphitheater in Gelsenkirchen, direkt am Rhein-Herne-Kanal gelegen, Austragungsort einer Veranstaltung von Alexander Petkovic. Die Zuschauer saßen entweder auf Betonstufen oder auf Stühlen rund um den Ring. Über dem Ring und der Bestuhlung war ein großes Segel gespannt. Hin und wieder wehte eine kühlende Brise vom Wasser her durchs Theater. – Das Ambiente stimmte.

Den ersten Boxkampf bestritten Antonio Hoffmann (17 Kämpfe, 16 Siege, 12 durch KO, 1 Niederlage) und Nikola Ivkovic (7 Kämpfe, 1 Sieg, 6 Niederlagen. 3 durch KO). Sie trafen für einen Sechsrunder im Super Weltergewicht aufeinander. Hoffmann trieb sein Gegenüber sehr gemächlich vor sich her. Hin und wieder schlug er Kombinationen zum Körper. Ivkovic beschränkte sich im Großen und Ganzen aufs Ausweichen. Hin und wieder schlug er auch mal Schwinger und reklamierte ein vermeintliches Foul. In der zweiten Runde erhöhte Hoffmann den Druck, was Ivkovic schon in Schwierigkeiten brachte. Der versuchte nun vermehrt zu klammern, wodurch der souveräne Ringrichter vom Bund Deutscher Berufsboxer, Uwe Lorch, mehr zu tun bekam. Mitte der dritten Runde stellte Hoffmann seinen Gegner an den Seilen und brachte ihn durch eine Links-Rechts-Kombination zum Kopf an den Rand eines Niederschlags. Der kam auch kurze Zeit später, als Ivkovic nach einer Kombination, die gar nicht so hart aussah, zu Boden ging und angezählt wurde. Nun wollte Hoffmann den Sack zumachen. Er trieb sein Gegenüber vor sich her und fällte ihn schließlich mit einem schönen rechten Aufwärtshaken. Zwar kam Ivkovic noch einmal hoch, aber der Ringrichter winkte ab. Sieger durch TKO in Runde 2, nach 2:54: Antonio Hoffmann.

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Es folgte ein auf sechs Runden angesetzter Kampf im Super Leichtgewicht zwischen Nawid Hakimsadeh (8 Kämpfe, 8 Siege, 7 durch KO) und Sabri Ulas Goecmen (28 Kämpfe, 10 Siege, 18 Niederlagen, 17 durch KO). Hakimsadeh boxte sehr souverän. Er boxte an und schlug zum Abschluss zum Körper. Goecmen versuchte auszuweichen. In der zweiten Runde zog Hakimsadeh den rechten Abschlussschlag zum Kopf durch und fällte Goecmen. Sehr beeindruckend. Sieger durch KO Runde 2, nach 1:01 Minuten: Nawid Hakimsadeh.

Der nachfolgende Kampf im Halbschwergewicht war schon zu Ende bevor er erst richtig begonnen hatte. Spas Genov (9 Kämpfe, 9 Siege, 7 durch KO) holte seinen Gegner Mladen Ponjevic (2 Kämpfe, 2 Niederlagen, 2 durch KO) mit einem brutalen rechten Körperhaken bereits bei der ersten richtigen Aktion von den Beinen. Sieger durch KO in Runde 1, nach 47 Sekunden: Spas Genov.

Es folgte ein nur unerheblich längerer Kampf. Nick Morsink, der sein Profidebüt im Halbschwergewicht gab, traf auf Dragoljub Stanojevic. Bereits am Anfang kam Morsink mit einer Rechten zur Schläfe durch, die seinen Gegner einknicken ließ. Danach deckte er ihn mit einem regelrechten Schlaghagel ein und ließ ihn nicht mehr von den Seilen weg. Irgendwann, nach gefühlten mehreren Dutzend nicht erwiderter Schläge, brach der Ringrichter – richtigerweise – ab. Sieger durch TKO in Runde 1, nach 59 Sekunden: Nick Morsink.

Im Anschluss stiegen Andrej Pesic (9 Kämpfe, 7 Siege, 5 durch KO, 2 Niederlagen, 1 durch KO) und Zeljko Bojic (26 Kämpfe, 5 Siege, 5 durch KO, 21 Niederlagen, 20 durch KO) für eine Sechsrunder im Cruisergewicht in den Ring. Pesic boxte schön gerade und zeigte eine gute und schnelle Führhand. Eine Führhand, gefolgt von einer Rechten zum Körper schickte Bojic in dessen Ecke dann auch zu Boden. Danach griff Bojic dann wild an. Aber die Angriffe verpufften schnell und Pesic dominierte den Rest der Runde. Im zweiten Durchgang machte Pesic da weiter, wo er in der Rundenpause aufgehört hatte. Er jagte seinen Gegner durch den Ring: Mitte der Runde schlug er eine schöne grade Links-Rechts-Kombination zum Kopf. Bojic ging schwer zu Boden. Obwohl er wieder hoch kam, nahm der Ringrichter den wackelnden Mann aus dem Kampf. Sieger durch TKO in Runde 2, nach 1:25 Minuten: Andrej Pesic.

Im Supermittelgewicht trafen Vartan Avetisyan (15 Kämpfe, 14 Siege, 10 durch KO, 1 Unentschieden) und Adnan Zilic (43 Kämpfe, 14 Siege, 13 durch KO, 29 Niederlagen, 18 durch KO) aufeinander. Avetisyan begann verhalten und überlegt. Er boxte und suchte seine Chance ohne zu überhasten. Er bestimmte den Kampf. Zilic war aber boxerisch gut genug, um Widerstand zu leisten und um einen ansehnlichen Kampf auf hohem technischem Niveau zu ermöglichen. In der dritten erhöhte Avetisyan den Druck. Er stellte seinen Gegner mehrfach an den Seilen und kam mit Kopfhaken durch, die Zilic erschütterten. Dann kam er erneut mit einem rechten Kopfhaken durch, der Zilic von den Beinen holte. Der kam aber wieder hoch und schaffte die restlichen 40 Sekunden bis zum Rundenende. In der vierten Runde versuchte Zilic ein „Rope the Dope“ und nahm Schlagkombination um Schlagkombination. Gegen Ende der Runde sackte er dann an den Seilen zu Boden, überlebte aber erneut die Runde. Im fünften Durchgang stellte Avetisyan seinen Gegner wieder an den Seilen und wieder musste Zilic zu Boden. Auch diesmal kam er wieder hoch, musste aber schon bald wieder zu Boden. Nun hatte der souverän agierende BDB Ringrichter Oliver Priem genug gesehen und winkte den sehr ungleich gewordenen Kampf ab. Sieger durch TKO in Runde 5, nach 1:56 Minuten: Vartan Avetisyan.

Es folgte ein Titelkampf im Leichtgewicht, bei dem Howik Bebraham (10 Kämpfe, 10 Siege, 2 durch KO) und Cristian Ruben Mino (20 Kämpfe, 19 Siege, 17 durch KO) ihre Kräfte maßen. Es ging um den vakanten International Titel der International Boxing Organization. Mit der ersten Szene setzte Bebraham schon ein ummissverständliches Zeichen: Er schlug eine unvorbereitete Rechte als Kopfhaken – und sie traf. Der rechte Cross sollte bis zum Schluss die beste Waffe von Bebraham sein. Er beherrschte die Ringmitte und versuchte seinen kleinen Reichweitenvorteil zu nutzen. Mino setzte mehr auf seine schnellen Beine und auf seine Schlagkraft. Immer wieder versuchte er es mit Schlägen über die Außenbahn. Ende der ersten Runde trieb Bebraham Mino durch den Ring und traf ihn mehrfach mit Kopfhaken. In der zweiten Runde machte Mino dann mehr und kam besser an Bebraham ran. Ende der Runde stellte Bebraham Mino an den Seilen und holte ihn mit einer Links-Rechts-Kombination zum Kopf von den Beinen. Damit war der Rhythmus des Kampfes etabliert. Mino versuchte durch die Mitte rein und raus zu gehen, dabei zu schlagen und ansonsten um Bebraham zu kreisen. Bebraham stapfte Mino hinterher, versuchte ihm den Weg abzuschneiden und vor allem mit dem rechten Cross Mino in Schwierigkeiten zu bringen. Immer wieder sah es danach aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit wäre, wann Mino KO gehen würde. In der achten Runde schlug Mino lange nach einem Break-Kommando noch einmal zu, was zu einem Punktabzug führte. Ende der neunten Runde musste Mino nach einem linken Körperhaken zu Boden, aber er schaffte es schließlich, nicht nur den Pausen-, sondern auch den Schlussgong des bis zur letzten Sekunde intensiv geführten Gefechts zu erreichen. Die Punkrichter werteten 99:88, 100:87 und 100:97. Einstimmiger Punktsieger: Howik Bebraham.

Vor dem Hauptkampf sang der Ringsprecher Dave Kaufmann „New York, New York“. Diese Showeinlage war eine der besten, die ich je gesehen bzw. gehört habe.

Den Hauptkampf des Abends im Schwergewicht bestritten Francesco Pianeta (37 Kämpfe, 33 Siege, 20 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO, I Unentschieden) und Oezcan Cetinkaya (40 Kämpfe, 26 Siege, 19 durch KO, 12 Niederlagen, 6 durch KO, 2 Unentschieden). Dabei ging es um den vakanten International Titel der International Boxing Organization. Der Kampf war eine einzige Pianeta-Show. Er boxte schließlich auch zum ersten Mal in seiner Heimatstatt. Er trieb Cetinkaya vor sich her und verteilte gut. Zum Teil schleuderten Pianetas Schläge Cetinkaya geradezu quer durch den Ring. Dreimal musste Cetinkaya zu Boden und er ging benommen in die Rundenpause. Danach nahm er noch einen harten Treffer zum Kopf, der ihn erneut auf die Bretter schickte. Der Ringrichter nahm ihn dann aus dem Kampf. Sieger durch TKO in Runde 2, nach 1:11 Minuten: Francesco Pianeta.

Das Gelsenkirchener Amphitheater ist ein guter Ort fürs Boxen. Ich würde mir wünschen, noch mal eine „Petko`s Fight Night“ dort sehen zu können.
© Uwe Betker

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