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BDB verschenkt Titel

Ein Beitrag von unserem Gastautor Uwe Betker:

Der immer mehr an Bedeutung verlierende Bund Deutscher Berufsboxer hat, ohne dass die Öffentlichkeit davon richtig Notiz genommen hätte, einen seiner Titel verschenkt. Der BDB machte Anfang 2012 Michael Wallisch (10 Kämpfe, 10 Siege, 7 durch KO) einfach mal zum Deutschen Meister im Schwergewicht.
Damit tritt Wallisch die Nachfolge von Andreas Sidon an, der immer noch mit dem BDB einen Rechtsstreit um seinen Lizenzentzug im Jahre 2007 führt. Wallisch boxte am 01.04.2011 im Digibet Pferdesportpark in Berlin gegen Yakup Saglam. Er gewann nach Punkten und wurde dadurch Internationaler Deutscher Meister im Schwergewicht. Genau dieser Kampf wurde dann nachträglich zur Deutschen Meisterschaft erklärt.

Die rechtliche Grundlage für diesen „Upgrade“ ist allerdings meiner Meinung nach doch etwas dünn. BDB-Präsident Thomas Pütz erklärte: „Michael Wallisch hätte um den deutschen Meistertitel geboxt, wenn der nicht durch Andreas Sidon blockiert gewesen wäre.“ Weiter führt er aus: „Deshalb haben wir ihn per Vorstandsbeschluss zum Titelträger ernannt.“ Leider steht dieser Vorstandsbeschluss aber im krassen Gegensatz zu den Statuten. Hier heißt es unter Paragraph 27 Absatz 2: „Kein Meistertitel kann anders gewonnen werden, als in einem Kampf zu den vom BDB festgesetzten Bedingungen.“ Gemäß dem Regelwerk kann man also nur durch einen Kampf und nicht durch Vorstandsbeschluss Deutscher Meister werden! Weiterlesen

Robert Stieglitz vs Yuzu Kiyota – Was kann der Japaner?

Hier mal zu Einstimmung ein Kampf von Kiyota. So schlecht sieht der gar nicht aus:

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Huck vs Arslan 2 – 14. September Stuttgart

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Nun ist es doch soweit – dem Rematch zwischen Marco Huck und Firat Arslan steht nichts mehr im Wege und ist sogar ein Pflichtprogramm. Beide werden am 14. September in Stuttgart ein zweites mal um den WBO-Titel im Cruisergewicht kämpfen, nachdem der äußerst knappe Kampf und das Punkturteil vom letzten Jahr für einiges an Aufsehen und Unmut gesorgt hat. Das Urteil von 2x 115:113 und 117:111 führte dazu, dass Firat Arslan noch im Ring ein Rematch forderte. Nicht wenige Boxfans sahen das Urteil damals genau so wie Arslan und es wurde in Foren und auf anderen Plattformen rege diskutiert, wobei Marco Huck und Sauerland-Event nicht gerade gut weg kamen.

Zwischenzeitlich ist Firat Arslan selbst beim Veranstalter Sauerland unter Vertrag. Arslan absolvierte unter Sauerland-Flagge einen Kampf gegen den Berliner Varol Vekiloglu, der kurzfristig eingesprungen war, weil der Kroate Mavrovic sein Comeback wegen Verletzung absagen musste. Dieser Kampf qualifizierte Firat Arslan zum Pflichtherausforderer von Huck, sodass es keiner anderen Regelung bedarf um nun Huck vs Arslan 2 aufzulegen.

Firat Arslan meinte damals, dass er sich als Sieger gesehen habe und damit wieder Weltmeister geworden wäre. Jetzt sieht er seine 2. Chance, genau das erneut zu versuchen. Er will alles daran setzen, dieses „Heimspiel“ in Stuttgart zu nutzen. Bedenkt man das Alter von Arslan, ist dass vielleicht auch eine der letzten großen Chancen, die er noch hat. Mit diesem Bewusstsein wird er wohl auch in diesem Kampf gehen und noch einmal mehr zusätzliche Motivation aufbringen.

WBO-Weltmeister Marco Huck äußerte Verständnis für Arslan und wie der sich gefühlt haben muss. Er sah sich selbst auch etwas ungerecht bepunktet, als er im letzten Jahr gegen Schwergewichtsweltmeister Povetkin unterlag. Huck sagte auch, dass er noch einmal gegen Arslan gekämpft hätte, wenn er nicht sein Pflichtherausforderer geworden wäre. Das sei „eine Sache der Ehre“.

Nachdem Marco Huck bereits das Rematch gegen Ola Afolabi souverän für sich entscheiden konnte, kann man nur gespannt sein, was bei diesem Stallduell heraus kommen wird. Afolbi machte bei dem 3. Kampf der beiden Cruisergewichtler irgendwie gar nicht den Eindruck, dass er überhaupt gewinnen wollte. Viele Boxfans waren regelrecht enttäuscht von seiner Leistung, während Titelverteidiger Huck in diesem 3. Anlauf endgültig aufzeigen konnte, dass er der bessere in Ring war.

Einige Boxfans befürchten jetzt sogar, dass Arslan bei diesem Stallduell vielleicht doch nicht vollkommen frei boxen wird und das es womöglich so etwas wie eine Stallorder geben könnte, nach der Huck unbedingt als Weltmeister erhalten bleiben muss. Andererseits wird es im Falle einer Niederlage gewiss ein Rematch und damit einen 3. Kampf zwischen Huck und Arslan geben. In diesem Kampf sollte einfach der Bessere gewinnen, so wie sich das fairerweise gehört, ohne jede Stallorder.

Tickets zu der Veranstaltung gibt es bei Eventhim. Einfach den Button klicken, „Boxen Stuttgart“ eingeben und schon hat der Ticketschalter geöffnet.

Tickets bei eventim.de

Hier noch einmal der erste Kampf:

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Hammer vs Lauren – Die „letzte Liebe“ vor dem Kampf

hammer kuss

Foto: EPA / Scanpix

Mit einem unverhofften Kuss auf den Mund sorgte die Schwedin Mikaela Lauren für etwas Verwirrung, als sie Titelträgerin Christina Hammer Face to Face nach dem Wiegen gegenüber stand. Morgen Abend wird es in der Verbund-Energie-Arena Dresden sicher um alles Andere gehen, als um Küsse.

„Das ist die letzte Liebe die sie von mir bekommt“ sagte Lauren als Erklärung für diesen Kuss. Etwas ungewöhnlich, aber sicher mal etwas Anderes als Pöbeleien oder Eiseskälte, wie man sie von Männern bei solchen Gelegenheiten kennt. Erst standen sich beide lächelnd gegenüber und dann dieser Kuss. Das hat wirklich mal Seltenheitswert. Christina Hammer konnte damit natürlich nicht rechnen und war verständlicherweise völlig baff.

Morgen Abend werden im Ring sicherlich keine Zärtlichkeiten mehr verteilt, wenn es im Kampf um gleich 2 Weltmeistergürtel geht. Mikaela Lauren meint, dass sie nichts zu verlieren hat und gibt sich gegenüber der schwedischen Presse relativ entspannt. Ihre Vorbereitung auf diesen Kampf hat sie in der Sonne von Teneriffa absolviert, während sich Christina Hammer in den Bergen Österreichs fit gemacht hat. Lauren weiter: „Es ist passend und für mich perfekt, der Underdog zu sein. Ich habe alles zu gewinnen und nichts zu verlieren. Ich fühle mich entspannt und voller Energie. Ich werde einfach rausgehen und Spaß haben im Ring.“

So gesehen, mag Lauren Recht haben. Es ist ihr 2. großer Kampf um eine WM. Nachdem sie bereits in ihrem 7. Profikampf gegen Cecilia Braekhus in Runde 7 TKO ging, sagt sie das sie sich jetzt verbessert habe und sich so gut wie nie fühlt. Zu verlieren hat sie nicht viel, außer diesen Kampf. Sie kämpft allerdings auch für das Profiboxen in Schweden, dass seit dem Ringunfall von Frida Wallberg erneut in Frage steht. Lauren betonte deshalb besonders gegenüber der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“, dass sie sehr konzentriert boxen werde und sich dessen bewusst ist, dass Boxen ein gefährlicher Sport ist.

Ein Vollprofi wie Christina Hammer wird sich durch solche Kleinigkeiten wie diesen unverhofften Kuss sicher nicht beeindrucken lassen und ihren Kampf morgen Abend so durchziehen wie geplant. Mit dem guten Eindruck, den sie besonders konditionell im Kampf gegen Zita Zatyko hinterlassen hat, sollte eigentlich im Kampf gegen Lauren nichts schief gehen.

Ein Küsschen wird es allerdings sicher erst wieder nach dem Kampf geben, wenn überhaupt. Ab 22:20 Uhr ist SAT1 aus Dresden auf Sendung.

Vielfalt gibt's bei Otto!

Yasemin Colak vs Jessica Holetzeck – Titelkampf MTBD, 13. Juli in Neu-Ulm

colak

Lange daraufhin trainiert und den Titel vor Augen, will Yasemin „Little Giant“ Colac (Trier) am 13. Juli in Neu-Ulm gegen Jessica Holetzeck antreten. Jessica Holetzeck ist keine unbekannte Größe, trainiert im „Leon Gym“ Neuperlach und steht nicht umsonst in so einem Muay Thai Titelkampf. “Little Giant” wird in diesem Gefecht allerhand aufbieten müssen. Egal wer für wen die Daumen drückt – es wird auf jeden Fall neben den vielen Männerkämpfen auch Frauenpower pur geben.

Die Veranstaltung finden „open Air“ statt und die Eintrittspreise sind mit 10 – 15 € verträglich. Wer also Lust hat und einen spannenden Kampfabend sehen will, hat morgen in Neu-Ulm die Gelegenheit dazu.

colak muay thai

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Regina Bergemann – Geschäftsstellenleiterin des “Bund Deutscher Faustkämpfer”

Regina Bergemann-Bewerbungsfoto-130117-II (1)Ab sofort ist Frau Regina Bergemann Geschäftstellenleiterin beim „Bund Deutscher Faustkämpfer“ (BDF). Bisher war Frau Bergemann Geschäftstellenleiterin beim „Bund Deutscher Berufsboxer“ (BDB) und hat in mehr als 3 Jahren ein umfangreiches Fachwissen und somit eine Kompetenz erworben, die eine enorme Bereicherung für den BDF darstellt. Die Tätigkeit beim BDB endete offenbar ausschließlich wegen dem kontinuierlichen Geschäftsrückgang dieses Verbandes, also aus verständlichen wirtschaftlichen Sparsamkeitsgründen des BDB. Frau Bergemann war bis zum letzten Tag ihrer Tätigkeit beim BDB eine loyale Mitarbeiterin und wird die gleiche Tätigkeit nun ab sofort beim BDF verrichten.

Regina Bergemann ist bestens im nationalen und internationalen Boxsportgeschehen vernetzt und wird sich beim BDF in erster Linie um die allgemeine Verwaltungsarbeit des Verbandes kümmern. Dazu gehört insbesondere die Aufsichtspflicht und Überwachung der Einhaltung von Vorgaben der Satzung, sportlichen Regeln, internationale Vorgaben etc. Weitere Schwerpunkte werden die Mitgliederverwaltung- und betreuung, das Vor- und Nachbereiten von Veranstaltungen sowie die Betreuung der Webseite und des Auftritts des Verbandes in den populären sozialen Netzwerken sein.

Besondere Freunde löste dieser Neuzugang bei Artur Ellensohn aus, der selbst lange Zeit Vizepräsident des BDB war und die gleiche Tätigkeit nun ebenfalls beim BDF ausübt. Der gesamte Vorstand des BDF ist davon überzeugt, dass Frau Bergemann eine Bereicherung für den BDF darstellt und den stetig wachsenden Aufgaben des Verbandes souverän gewachsen ist.

“Bund Deutscher Faustkämpfer”

BDF logo

Mayweather macht die Kasse seines Lebens

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Für Floyd “Money” Mayweather ist unabhängig vom Kampfausgang am 14. September jetzt schon klar, dass er den größten Zahltag seiner gesamten ungeschlagen Karriere haben wird, wenn er gegen das „Wunderkind“ Saul “Canelo” Alvarez kämpft.
 
Es wird geschätzt, dass es für Floyd rund 90 Millionen US-Dollar in diesen Kampf zu verdienen gibt. Diese Zahlenakrobatik-Daten sind im Forbes Magazin erschienen. Er selbst sagt, dass wahrscheinlich 1,5 Millionen Pay-TV-Zuschauer rund 105 Millionen US-Dollar einbringen, von denen 50 Millionen per Vertrag direkt an Mayweather gehen werden. Neben diesem Pay-TV-Einkommen, das der 8-malige Weltmeister und gegenwärtig bester P4P-Boxer der Welt bekommt, ist ihm noch eine Summe von 40 Millionen US-Dollar garantiert, wenn er nur in den Ring steigt.

Über den Verdienst pro Runde oder Kampfminute mag man gar nicht weiter nachdenken. Ohne eine Neiddebatte anstiften zu wollen, aber das ist für die Einen vielleicht erstaunlich, für Andere schon etwas befremdlich und unvorstellbar viel.
Ob man das als Boxfan gut finden muss oder nicht, sei mal dahingestellt. Auf alle Fälle kann man davon ausgehen, dass solche Summen reiner Irrwitz sind und ein weiteres Beispiel dafür, dass das Geld im Boxsport sehr ungerecht verteilt ist.

Während junge Nachwuchsboxer und ihre Vereine kaum wissen, wie sie finanziell über die Runden kommen sollen, wird hier mit Beträgen gehandelt, die weit jenseits von Gut und Böse sind.

Falls es Canelo gelingt, Mayweather zu entthronen und es zu einem Rematch kommt, wird diese Summe gewiss noch überboten. In Ermangelung geeigneter “Überflieger” im US-Schwergewicht sind in den Gewichtsklassen unterhalb des Schwergewichts solche Spitzeneinkommen überhaupt erst möglich geworden.

Hier ein paar Bilder von der Pressekonferenz in Los Angeles:

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Frida Wallberg vs Diana Prazak – Full Fight

Fotos: Magnus Liljegren

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Wäre nicht der betrübliche Ausgang dieses Kampfes im eigenen Bewusstsein, könnte man einfacher und ohne den berühmten dicken Klos im Hals sagen, dass dieser WM-Kampf zwischen Frida Wallberg und Diana Prazak auf hohem Niveau gelaufen ist und eigentlich eine sehr gute Werbung für das Frauenboxen war. In den ersten 4 Runden lieferten sich Wallberg und Prazak ein enges Gefecht, bei dem die Weltmeisterin Wallberg durchaus dem Druck von Prazak standhielt. Danach baute sie etwas ab, war aber voll auf die Verteidigung ihres WM-Titels aus. Einige Tage nach dem KO gab sie auf Facebook bekannt, dass ab der 5. Runde etwas nicht in Ordnung war und sie spürte, dass ihre Beine immer schwerer wurden. Diesen Kampf im nachhinein zu bepunkten fällt schwer, weil man das Ganze nicht emotionslos sehen kann. Der Kampf endete mit einem KO-Sieg von Diana Prazak in Runde 8.

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Nach diesem KO ist bei der Siegerin natürlich erst einmal die Freude über diesen WM-Sieg riesengroß. Ihrer Betreuerin Rijker fällt aus Versehen sogar das Handtuch in den Ring – trotzdem nimmt Diana Prazak sich die Zeit, hält inne und geht noch einmal als faire Sportlerin verantwortungsbewusst zu Wallberg, die zu diesem Zeitpunkt den KO-Schlag überstanden zu haben schien. Sie schaut sie an und fragt ob sie “ok” ist. Erst dann bricht der Jubel über den WM-Gewinn aus. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte wohl jeder an alles mögliche, einen tollen Kampf und die Wallberg-Fans sicher vielleicht sogar gleich an eine Revanche. Was dann kam, konnte niemand ahnen. Frida Wallberg hatte während des Kampfes eine Verletzung an einer kleinen Ader an der Gehirnhaut erlitten. Sie brach nach dem Kampf in ihrer Ecke zusammen. Zum Glück wurde sie sofort und reibungslos medizinisch versorgt, kam ins Krankenhaus und wurde zwei mal operiert. Wenige Tage nach diesem Vorfall hat sie sich selbst auf Facebook an ihre Freunde und Fans wenden können. Jetzt befindet sie sich noch unter Beobachtung in einer Klinik in der Nähe ihres Wohnortes.

Hier der volle Kampf:

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Als Zuschauer, Boxfan oder selbst im Boxsport Aktiver bleibt einfach nur Frida Wallberg das Beste zu wünschen. Das Team von „x-boxen-plus“ wünscht ihr vollständige Genesung und das sie recht bald die Klinik verlassen kann um wieder im Kreise ihrer kleinen Familie zu sein.

Mariana Juarez vs Riyo Togo 2 – Rematch in Mexiko

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Eine der am meisten beschäftigten Frauen im Boxring ist die Mexikanerin Mariana „Barbie“ Juarez. Die mittlerweile 33-jährige versuchte sich bereits in verschiedenen Gewichtsklassen. Am kommenden Samstag, dem 13. Juli geht es in einem Rematch gegen die 37-jährige Japanerin Riyo Togo wieder um den WBC-International-Titel im Superfliegengeicht. Die erste Begegnung der beiden Boxerinnen endete sehr schnell in Runde 1. Nach einem fulminanten Start gleich in der ersten Minute, wo die Japanerin gezielt auf Kopftreffer aus war, kam es kurz vor Ende des ersten Durchgangs zu einem Niederschlag. „Barbie“ wurde ausgezählt und aus dem Kampf genommen, was ihren heftige Protest zur Folge hatte. Sie stand, hat von sich aus Kampfbereitschaft gezeigt und dennoch war der Kampf vorbei, obwohl diese Runde nur noch wenige Sekunden gedauert hätte. Die Entscheidung des Ringrichters lag in seinem Ermessensspielraum und war daher vielleicht aus seiner Sicht richtig, aus Sicht von Juarez allerdings nicht. Der Kampf war zu Ende, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte.

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Der WBC-International im Superfliegengewicht war vakant und die Japanerin nahm ihn deshalb erst einmal mit. Schließlich verständigte man sich auf einen 2. Kampf, der diesmal vielleicht etwas länger dauert, falls Juarez aus den Fehlern der ersten Begegnung gelernt hat. Riyo Togo ist zwar noch nicht viel aus Japan heraus gekommen und hatte noch keine als besonders stark bekannte Gegnerin, aber was sie vorweisen kann ist eine KO-Quote von 60%. Wobei diese Quote bei 90% liegt, wenn man nur die gewonnenen Kämpfe berücksichtigt. Wenn sie siegt, dann auch meistens durch KO. Ihre Schlaghärte reicht also aus um sich nicht auf Punkturteile verlassen zu müssen. Gegen gute Gegnerinnen, die in der Lage sind, sich entsprechend zu schützen und so ihren Schlägen zu entgehen, können sie durchaus auch auspunkten. Ob das Juarez diesmal gelingt hängt im Wesentlichen davon ab, was sie tun kann um die Schlagkraft der Japanerin ins Leere Laufen zu lassen. Weiterlesen

Yesica Bopp vs Anastasia Toktaulova – 19. Juli Buenos Aires

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Entgegen einigen Erwartungen wird Yesica Bopp nach ihrer überraschenden Niederlage gegen Jessica Chavez in Mexiko als nächstes keine Revanche gegen Chavez boxen, sondern ihre Titel am 19. Juli in Buenos Aires gegen die in Florida lebende Russin Anastasia Toktaulova verteidigen.

Toktaulova ist eine der am meisten unterschätzten Boxerinnen und ihr Kampfrekord von jetzt 14(2)-11(1)-0 sagt eigentlich nichts über ihr tatsächliches Leistungsvermögen aus. Sie ist seit 1998 im Profiboxsport aktiv und war lange Zeit die Trainings- und Sparringspartnerin von Susi Kentikian in Hamburg. Zuvor war sie bereits russische Meisterin im Karate und gewann Titel im Kickboxen. Schon sehr früh bestritt sie Kämpfe gegen Daisy Lang und Michele Aboro. Sie wurde russische Meisterin und Europameisterin, später auch durch einen Kampf gegen die Ungarin Viktoria Milo WIBF-Weltmeisterin. Diesen Titel verlor sie anschließend gegen Julia Sahin. Ohne jemals offiziell zum „Universum“ – oder „spotlight“- Boxstall zu gehören, stand sie immer wieder indirekt als fleißige „Arbeiterin“ in deren Diensten. In den letzten Jahren hat sie nur einen Kampf im Jahr bestritten.

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Seit ihrem Kampf 2008 gegen Susi Kentikan, den sie zwar nach Punkten verlor, aber bei dem sie von der ersten bis zur letzten Sekunde eine würdige Herausforderin war, hat sie noch 3 mal im Ring gestanden. Zuletzt musste sie im Februar 2012 im Kampf gegen die damalige WBC-Fliegengewichtsweltmeisterin Mariana Juarez verletzungsbedingt aufgeben. Das war die einzige vorzeitige Niederlage ihrer Karriere. Im Februar 2013 war sie für einen erneuten Kampf gegen Susi Kentikian vorgesehen, musste aber wegen Visa-Problemen absagen.

Yesica Bopp hat sich mit Anastasia Toktaulova alles andere als eine leichte Gegnerin ausgesucht. Ob die mittlerweile 36-jährige tatsächlich Siegchancen gegen die quirlige Bopp hat, kann man zwar etwas bezweifeln, aber sie wird auf jeden Fall einen Kampf auf hohem Level bieten. „Boxen ist der Weg meines Erfolgs. Ich fühle mich gut, wenn ich im Ring stehe. Ich liebe das Kämpfen.“ so die Meinung von Toktaulova. Da der Kampf in Europa erwartungsgemäß nicht live mitzuerleben ist, bleibt Boxfans hierzulande wieder einmal nur die Hoffnung, dass es auch von diesem Kampf zeitnah einen Clip auf Youtube zu sehen geben wird.

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