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Dessauer Boxnacht – 7. Dezember 2013

dessauer boxnachtMittlerweile zur Tradition geworden und fast schon Kultstatus erlangt hat die „Dessauer Boxnacht“, die jedes Jahr im Dezember stattfindet. Ort des Geschehens ist auch diesmal die „Anhalt-Arena“ in Dessau-Roßlau, nach der „Getec-Arena“ (ehemals „Bördelandhalle“) in Magdeburg, die zweitgrößte Sport- u. Veranstaltungshalle in Sachsen-Anhalt. Wer einmal bei diesem Boxevent als Zuschauer dabei war, kommt garantiert im nächsten Jahr gerne wieder.

Die dort stattfindenden Kämpfe zwischen Sportlern der Region und einigen „Zugereisten“ finden beim Publikum Anklang, weil hier mit dem PSV 90 ein ortsansässiger Sportverein als Organisator dahinter steht, sind viele der Akteure bekannt und bringen ihre begeisterten Fans, Familien und Freunde mit. Es genau das, was die Kampfsportfans sehen wollen: Echte Kämpfe im klassischen Boxen, Kickboxen und K1. Genau diese Mischung kommt gut an und verspricht mit einem ansprechenden Pausenprogramm und sehr gutem kulinarischem Angebot an Speisen Getränken einen Samstag Abend, der zum gelungenen Gesamterlebnis wird.

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In diesem Jahr werden einige Kämpfer zu sehen sein, die bereits im letzten Jahr für Stimmung in der Halle sorgten. Wie im letzten Jahr wird Daniel Manthey als Moderator und Ringsprecher durch den Abend führen und für die richtige Information und Stimmung sorgen. Eine vorläufige Fightcard gibt es auch schon. Auf jeden Fall ist einer der Hauptkämpfer vom letzten Jahr mit dabei: K1-Kämpfer Steven Kitzing. Er gibt bei der diesjährigen Veranstaltung seinen Abschiedskampf. Wenn man an die letztjährige Veranstaltung zurück denkt, hätte man meinen können, dass fast alle Zuschauer eigentlich nur wegen ihm da waren. Der Geräuschpegel in der Halle und die begeisterten Anfeuerungsrufe während seines Kampfes gegen einen polnischen Kämpfer aus Danzig erreichten bei seinem Kampf ihren Höhepunkt. Hauptkampf in diesem Jahr wird die Internationale Meisterschaft nach Version der GBA im Superweltergewicht zwischen dem Glauziger Mathias „Matze“ Zemski und dem vor allem von der „Hattersheimer Boxnacht“ her bekannten italienischen Rapper und Boxer Vito Vendetta. Weiterlesen

Vier Profikämpfe in Düsseldorf

Ein Beitrag unsers Gastautors Uwe Betker:

Im Freudenreich Professional Boxing Gym in Düsseldorf fand am Freitag, dem 13.
Oktober 2013 wieder eine Boxshow statt. Die Gym-Veranstaltungen haben inzwischen schon Tradition. Auch diesmal wurde für einen guten Zweck geboxt; es war wieder eine Benefiz Box-Gala zu Gunsten des Deutschen Kinderhospizvereins. Die Veranstaltung war ausverkauft. Es gab nicht mal eine Abendkasse, weil alle Eintrittskarten bereits nach drei Stunden Vorverkauf restlos weg waren.
Es gab vier gute Profikämpfe zu sehen. Den ersten bestritten die Mittelgewichtler Jay Spencer (3 Kämpfe, 3 Siege, 2 durch KO) und Miroslaw Lerch. Der Lokalmatador Spencer machte hier seinen dritten Profikampf und damit seinen sechsten Boxkampf überhaupt. Sein Gegner Miroslaw Lerch gab sein Profidebüt. Spencer boxte die ersten 10 Sekunden verhalten, um aber dann aber sein Gegenüber zu attackierten. Er schlug meist eine gute linke Grade, gefolgt von mehreren Haken zum Kopf. Lerch war zwar von Anfang an in der Defensive, konnte jedoch ein ums andere Mal kontern. Die zweite Runde folgte dem Muster der ersten, allerdings mit dem Unterschied, dass Spender noch mehr Druck machte. Ein linker Kopfhaken fällte Lerch, der flach auf dem Rücken liegend ausgezählt wurde. Die Uhr blieb bei 57 Sekunden in der Runde zwei stehen. Spencer, der ja eigentlich noch ein Anfänger in Sachen Boxen ist, zeigte eine beeindruckende Leistung.

Im zweiten Kampf des Abends trafen im Halbschwergewicht Niko Lohmann (5 Kämpfe, 2 Siege, 1 durch KO, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) und Salvatore Vancardo (9 Kämpfe, 4 Siege, 2 durch KO, 3 Niederlagen, 2 Unentschieden) aufeinander. Beide sind bereits vor einem Jahr an gleicher Stelle gegeneinander angetreten. Damals war der Kampf sehr eng und wurde dann auch Unentschieden gewertet. Lohmann, der den Kampfnamen Karl Stahl führt, ist in vielen Kampfsportarten zu Hause. In seinem ersten Kampf als Profiboxer erreichte er gegen Vancardo nur ein Unentschieden. Beide hatten vor den Kampf angekündigt, dieses Ergebnis wollten sie revidieren.
Die erste Runde war noch recht ausgeglichen. Stahl war der physische stärkere, Vancardo der technisch bessere Boxer. Stahl versuchte mit Kraft, Vancardo mit Körpertreffern zum Ziel zu kommen. Ab Mitte der zweiten Runde konnte man dann aber sehen, wie sich der Altersunterschied mehr und mehr bemerkbar machte. Stahl, auch immerhin schon 31 Jahre, stellte seinen 8 Jahre älteren Gegner immer wieder an den Seilen, wo er ihn mit Schlägen eindeckte. Es kam einem fast so vor, als würde man dem Alterungsprozess von Vancardo im Zeitraffer zusehen. Zwar konnte er in der folgenden Runden manchmal noch mit Einzelschlägen durchkommen, aber es war nur seiner Tapferkeit und seiner Routine geschuldet, dass er überhaupt den Schlussgong erreichte. Am Ende der vier Runden stand ein 39:38 Punktsieg für Lohmann, der für den Unterlegenen schon sehr schmeichelhaft war. Weiterlesen

Carlette Ewell vs Martha Salazar – WBC-WM-Kampf erneut verschoben

ewell vs salazarDie für den 7. September angekündigte Frauen-WM im WBC-Schwergewicht wurde bereits mehrmals verschoben, erst auf den 21. September, dann auf den 12. Oktober und nun wohl auf unbestimmte Zeit. Grund dafür seinen angeblich Schwierigkeiten zwischen „Kockout Entertaiment Promotions“ und der „Illinois State Boxen Kommission“. Beide Seiten erklärten allerdings, dass dieser Kampf stattfinden wir. Es war nun von November die Rede, man will jetzt aber noch keinen genauen Termin nennen. Worin die Schwierigkeiten im einzelnen liegen, wurde nicht gesagt, aber es ist wohl oder übel anzunehmen, dass es an der Finanzierung liegt und auch von beiden Seiten her etwas unprofessionell vorgegangen wird.

Offenbar gibt es schon Schwierigkeiten sich auf einen Veranstaltungsort zu einigen. Einige Beteiligte kündigten an, dass der Kampf um den dann einzigen gültigen Titel im Schwergewicht der Frauen in Chicago stattfinden soll. Gerade am 21. September gab es aber auch eine Boxveranstaltung in Winston-Salem (North-Carolina), der Heimat von Carlette Ewell, bei der dieser Kampf hätte stattfinden können. Offenbar wollte man aber Ewell keinen Heimvorteil einräumen und so verstrich dieser Tag, ohne das die beiden schwergewichtigen Damen ihren WM-Kampf abhalten konnten.

Martha Salazar bestätigte, dass sie auf jeden Fall an dem Kampf festhält und den vereinbarten Vertrag einhalten will. Charlette Ewell geht sogar noch einen Schritt weiter und gab folgende Erklärung an das Team von Martha Salazar ab: Weiterlesen

Ein Dank an Wladimir Klitschko und eine Frage an die ARD

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Ein Beitrag unseres Gastautors Uwe Betker:

Der Kampf ist vorbei. Wladimir Klitschko (64 Kämpfe, 61 Siege, 51 durch KO, 3 Niederlagen, 3 durch KO) ist weiter Schwergewichtsweltmeister der IBF (International Boxing Federation) und der WBO (World Boxing Organization) und der Super Champion der WBA (World Boxing Association). Der Ukrainer besiegte Alexander Povetkin (27 Kämpfe, 26 Siege, 18 durch KO, 1 Niederlage) klar und eindeutig nach Punkten. Der russische Herausforderer zeigte vor heimischem Publikum eine tapfere,wenn auch etwas uninspirierte Leistung. Zugetraut hatte ihm das durchaus nicht jeder. Auch ich nicht, schließlich hatte er sich ja durch lange und harte Arbeit den Titel „zaghafter Zar“ bei mir erworben. Diesen Titel ist er nun los. Vermutlich ist er auch seinen Quasi Weltmeister Titel der WBA los.
Der Kampf selbst war auf eine spezifische Art langweilig, und das obwohl Povetkin in der zweiten Runde einmal und in der siebten Runde dreimal zu Boden ging. Das kam daher, dass einerseits Klitschko sich auf seinen Herausforderer legte, um den Infight zu verhindern. Andererseits bückte sich Povetkin ab, um Schläge zu vermeiden.

Grundsätzlich hätte es schon eine ganze Reihe von Gründen gegeben, für Povetkin zu sein. Die Dominanz von Wladimir Klitschko macht das Schwergewichtsboxen einfach langweilig. Dementsprechend hätte ein Sieg des Quasi-Weltmeisters für Bewegung gesorgt. Auch hätte Sauerland Event mit einem richtigen Schwergewichtsweltmeister auch in Zukunft einen lukrativen TV Vertrag. Das wiederum wäre positiv fürs Profiboxen in Deutschland.
Trotzdem, meine Sympathien waren, wie schon seit Jahren nicht mehr, auf der Seite von Klitschko. Warum ich für den Titelträger war? Die Antwort heißt Alexander Wladimirowitsch Povetkin. Povetkin steht einfach für vieles, was ich nicht mag. Zunächst mal bringt der in Tschechow lebende und für Sauerland boxende Povetkin in Interviews kein einziges deutsches Wort über die Lippen. Klar könnte man sagen, dass das doch eigentlich nur seine Sache ist. Was mir an seiner Entscheidung aber seltsam aufstößt, ist, dass er sich doch immerhin seit Mitte 2005 von den Rundfunkgebühren der Deutschen bezahlen lässt. Der berliner Veranstalter nämlich, der ihn bezahlt, bekommt ja sein Geld von der ARD. Ich möchte hier keine Diskussion um Integration vom Zaun brechen. Um die geht es hier ja gar nicht. Hier versucht sich vielmehr jemand ostentativ abzugrenzen.

Der mit deutschen Rundfunkgebühren doch wohl recht gut ausgestattete Povetkin leistet sich den Luxus, sein Boxen als eine Art Nebenerwerb zu betreiben. Im Hauptberuf sitzt er als Abgeordneter und Mitglied der Kremlpartei „Einiges Russland“ im Gebietsparlament der Oblast Kursk. Er steht dafür, dass in Russland Demonstranten einem Prozess wegen bandenmäßiger Piraterie entgegensehen müssen. Er steht dafür, dass Frauen für ein 41 Sekunden langes Punk-Gebet Jahre im Gefängnis sitzen müssen. Er steht dafür, dass unliebsame politische Kontrahenten in Geheimprozessen zu langen Lagerhaftstrafen verurteilt werden. Er steht dafür, dass Homosexuelle verfolgt werden – und noch für vieles andere. Ganz sicher aber steht er, soweit ich es jedenfalls übersehen kann, nicht für Demokratie und Toleranz.
Sollte es bis dato noch irgendwelche Zweifel an seinen Überzeugungen gegeben haben, so hat er sie selber vor seinem Kampf gegen Klitschko zerstreut. Povetkin, der sich mittlerweile den Kampfnamen „Russischer Ritter“ gegeben hat, trat bewusst nationalistisch auf. Erstmal trug er vor dem Kampf ein T-Shirt mit dem Aufdruck. „Wer zu uns mit dem Schwert kommt, wird auch durch das Schwert umkommen.“ Bei einem anderen Auftritt trug er auf seiner Brust ein Bildnis von Zar Alexander III und Sprüche wie „Wir sind Russen! Alles für Russland!“ Er hat auch passende Tätowierungen. Dann verkündete er vor dem Kampf: „Ich erinnere mich immer daran, dass ich die Ehre des russischen Volkes verteidige.“

Ich jedenfalls bin froh, dass Alexander Povetkin nicht ein richtiger Weltmeister wurde, denn er hätte diesen Titel wohl für nur für seine politischen Zwecke ausgenutzt. Danke Wladimir Klitschko!
Povetkin bekam für den Kampf, den RTL übertragen hat, eine Börse von rund 4,3 Mio. Euro. Geht man davon aus, dass Sauerland Event 33,33% davon kassiert, also 1.433.190 Euro, dann bleiben ihm aber immer noch 2.866.810 Euro. Das ist auch für einen russischen Abgeordneten kein schlechtes Zubrot. Man kann weiter davon ausgehen, dass Povetkin in den letzten Jahren, mit Hilfe der Rundfunkgebühren – und seit geraumer Zeit mit Hilfe des Rundfunkbeitrags – insgesamt schon eine ganz nette Summe in Deutschland verdient hat.

Ich frage mich nun aber schon, wieso eigentlich die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland noch Povetkin Kämpfe zeigen sollte. Oder noch mal anders gefragt: Wie ist die Finanzierung eines russischen Politikers, nämlich Alexander Wladimirowitsch Povetkin, überhaupt vereinbar mit dem Auftrag der ARD?

© Uwe Betker/www.box-blog.de

Klitschko vs Povetkin – Full Fight

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Foto: http://michaelsterlingeaton.com/

Zu diesem mehr oder weniger Gewürge, Geclinche, Geklammer und Gedrücke als Boxkamnpf sollte sich jeder selbst sein Bild machen. Zweifelsfrei ist Wladimir Klitschko einer der besten Boxer aller Zeiten und er wird nicht umsonst Dr.Steelhammer genannt. Die Spuren im Gesicht von Alexander Povetkin sprechen eine eindeutige Sprache. Man muss sich allerdings spätestens jetzt fragen, ob Dr. Clinchko nicht angebrachter wäre.

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Klitschko vs Povetkin – Wer gewinnt das WBA-Duell?

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Wenn sich am 5. Oktober Wladimir Klitschko und Alexander Povetkin in Moskau gegenüber stehen und der WBA-Superchamp gegen den regulären WBA-Champ seine Gürtel verteidigen will, geht es auch um die Titel der Verbände IBF, WBO und IBO. Man kann davon ausgehen, dass dieser lange erwartete Kampf wohl der bedeutendste der letzten Jahre zumindest im Schwergewicht sein wird. Es geht also in der höchsten Gewichtsklasse des Boxsports um die wichtigsten „Kronjuwelen“. In den letzten Jahren gab bereits mehrere Anläufe zu diesem Spitzenkampf der beiden Ex-Olymipiasieger, doch leider kam es immer wieder zu Hinderungsgründen, die diesen Kampf jedes mal aufs Neue in die Ferne schoben. Diesmal ist alles perfekt. Man hat sich finanziell und auf den Austragungsort geeinigt, die Frage der Dopingkontrollen ist geklärt, die TV-Übertragungen sind geregelt, es ist niemand im finsteren Wald über eine Wurzel gestolpert und gestorben ist auch keiner der mittelbar Beteiligten.

Wie vor jedem bedeutenden Kampf, ist man dazu geneigt eine Prognose abzugeben. Bei dieser Begegnung scheint je nach Blickpunkt jedes Resultat möglich. Im Schwergewicht greift natürlich die genau so altbekannte wie abgedroschene Meinung, dass ein einziger Schlag die Entscheidung bringen kann. Zumindest hier besteht schon mal Chancengleichheit. Gelingt es einem der Beiden, einen entscheidenden Treffer zu landen und womöglich wenn nötig konsequent nachzusetzen, ist der Kampf zu Ende. Hier steht es also rein theoretisch 50:50. Wladimir Klitschko musste es in bisher 63 Kämpfen 3 mal erleben, dass er das reguläre Kampfende nicht „erlebte“. Allerdings ist seine letzte KO-Niederlage bereits fast 10 Jahre her. Der in bisher 26 Kämpfen unbesiegte Povetkin kennt diese Erfahrung nicht. Damit wären wir schon bei dem nächsten Punkt. Es spielt zwar nicht immer die entscheidende Rolle, aber WBA-Superchamp Klitschko stand mehr als doppelt so oft im Ring wie Povetkin und geht dabei im Punkt Kampferprobtheit weit in Führung. Will man das überhaupt bewerten, steht es hier mindestens 80:20 für Klitschko.

Neben einem vielleicht sogar in jeder Runde möglichen vorzeitigen Ende durch einen KO-Sieg wird eine Einschätzung, wie ein Punkturteil aussehen könnte, den meisten Raum für Spekulationen. Wie beide ihren Kampf gestalten werden ist zwar in etwa bekannt, aber wie erfolgreich jeder mit seiner Linie sein wird, steht völlig offen. Klitschko wird wie immer hauptsächlich seinen Jab nutzen um sich Povetkin vom Leibe zu halten. Mit zunehmender Kampfdauer wird er seine Rechte einsetzen um seinen Gegner zu zermürben. Wenn Klitschkos Schlaghand geflogen kommt und richtig sitzt, zeigt das verheerende Wirkung. Darüber ist sich auch Povetkin im klaren. Er hat in Interviews gesagt, dass er auf jeden Fall von Beginn an versuchen wird am Jab vorbei zu kommen und sein Glück in der Halb- oder Nahdistanz versuchen will. Diese Theorie scheint logisch und folgerichtig. Wie er das umsetzen will, wird man erst während des Kampfes sehen können. Bei diesem Kampf wird kaum einer der Beiden auf Zeit spielen oder Runden verschenken. Es ist davon auszugehen, dass beide von Beginn an darauf achten, zählbares bei den Punktrichtern abzuliefern. Bei Klitschko kann man von einem „gewusst wie“ ausgehen. Bei Povetkin nur von einem „vielleicht“ und einem „versuchen wollen”, weil er einfach noch nicht so viele starke Gegner geboxt hat, woraus man etwas ableiten könnte. Deshalb gibt es hier einen Vorteil für Klitschko von mindestens 70:30.

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Die Leistung und Aufmerksamkeit des Ringrichters kann in diesem Kampf ebenfalls von Bedeutung sein. Beide Boxer neigen zu Eigenheiten, die in der Vergangenheit nicht immer entsprechend „gewürdigt“ wurden. Klitschko lässt auch gerne mal seine Führhand regelwidrig stehen ohne zu schlagen. Bei Povetkin war gerade im Kampf gegen Marco Huck zu sehen, dass er all zu oft „abtaucht“. Gerade das würde Klitschko besonders gefallen, weil er dafür bekannt ist sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf seinen Gegner drauf zu legen, nachdem er ihn runter gedrückt hat. Kommt ihm Povetkin mit seinen Bewegungen dabei entgegen, ist das eine direkte Einladung für Klitschko, sich auf dem Rücken Povetkins auszuruhen. Hier laufen also Beide Gefahr, im Wiederholungsfall von einem hart durchgreifenden Ringrichter einen Punktabzug zu kassieren, der unterm Strich womöglich kampfentscheidend sein kann. Wird der Kampf nach Punkten sehr eng, liegt ein durch Punktabzug bedingtes Draw in der Luft. Nicht auszumalen, was dann los wäre. Ein zweiter Kampf ? Geht man davon aus wie lange es gedauert hat, bis dieser Kampf zustande gekommen ist, dann vielleicht im Jahre 2016? Man weiß es nicht.

Insgesamt liegen die Chancen-Vorteile vielleicht bei Wladimir Klitschko. Was am 5. Oktober tatsächlich passiert, kann man natürlich nicht voraus sagen. Gewinnt Klitschko, lässt er sich natürlich verdientermaßen als Held feiern. Nicht anders als Povetkin, wenn ihm der Sieg und damit die Wachablösung im Schwergewicht gelingen sollte. Fraglich ist allerdings, was danach kommen wird. Wladimir Klitschko würde sich nicht lange ausruhen können, weil die nächsten Titelverteidigungen in den anderen Verbänden anstehen. Bei Povetkin kann man sich nicht sicher sein, ob er die ganze Titelsammlung überhaupt behalten und verteidigen will. Im Falle einer Niederlage Klitschkos spielt sicher auch noch eine Rolle, ob dann nicht vielleicht sogar Vitali Klischko versuchen wird, in einem Mega-Kampf um alle Schwergewichtskronen die Niederlage seines Bruder zu rächen um dann als einer der angesehensten Schwergewichtler aller Zeiten in den Ruhestand zu gehen.

In Deutschland wird RTL den Kampf am Abend des 5. Oktober live übertragen. Die Sendung beginnt ab 20:15 Uhr, der Kampf ab 21:15 Uhr.

Halbschwergewicht – wer ist Klassenbester?

Sergey-Kovalev-2160373Nach zuletzt einigen besonders herausragenden Leistungen einiger Boxer im Halbschwergewicht ist es vielleicht mal ganz interessant darüber nachzudenken, wer der beste Kämpfer dieser Gewichtsklasse ist. Laut Boxrec wird das Ranking von Bernard Hopkins angeführt, der mit seinen 48 Jahren noch einmal den Altersrekord gebrochen hat, was einen Weltmeisterschaftssieg und Titelgewinn anbelangt. Sein eindeutiger Punktsieg im März gegen Travoris Cloud brachte ihm noch einmal einen WM-Gürtel der IBF ein. Auch in der „Fightnews“-Liste ist Hopkins ganz oben zu finden. Auf den nächsten Plätzen spielen bei Boxrec und Fightnews folgende Namen die führenden Rollen: Adonis Stevenson, Sergey Kovalev, Lucian Bute, Tony Bellew, Julio Cesar Chavez jr, Jean Pascal und zumindest bei Fightnews ist auch noch Beibut Shumenov in den Top 6 zu finden. Insgesamt haben wir also 8 Namen, die im Moment die Spitze dieser Gewichtsklasse darstellen.

Vor einiger Zeit gab es im Supermittelgewicht die Idee, ein „Super-SixTurnier“ zu veranstalten. Angeschoben wurde das Ganze damals von Sauerland-Boxpromotion. Kurzzeitig war auch davon die Rede, etwas ähnliches im Cruisergewicht auf die Beine zu stellen. In beiden Gewichtsklassen schien der Sauerland-Boxstall recht gut aufgestellt zu sein. Die Resultate sind bekannt. Arthur Abraham, den viele seiner Fans aufgrund seiner vielen siegreichen Kämpfe im Mittelgewicht schon nach seinem ersten Kampf gegen Taylor als Turniersieger sahen, wurde von den anderen Teilnehmern regelrecht vorgeführt und verlor 3 von 4 Kämpfen in diesem Turnier. Seit dem kämpft er zwar weiter im Supermittel, konnte aber bisher nicht an seine Erfolge im Mittelgewicht anknüpfen, obwohl er einiges getan hat um seinen Boxstil zu verbessern. Sieger wurde Andre Ward, was sicher nicht gerade zur Erheiterung des Sauerland-Boxstalls beigetragen hat, weil nicht mal ein Sauerlandboxer im Finale boxte.

Da die oben genannten Halbschwergewichtler kein Super-Six ausboxen werden um festzustellen wer der absolut Beste ist, bleibt neben tatsächlich stattfindenden Kämpfen nur die graue Theorie, verbunden mit ein paar natürlich immer etwas hinkenden Queervergleichen.

Boxing: Tavoris Cloud vs Bernard HopkinsShumenov ist unverständlicher seit über einem Jahr nicht aktiv. Zu seiner momentanen Leistungsfähigkeit kann man daher nicht viel sagen. Mit gerade mal 14 Profikämpfen ist er WBA- und IBA-Weltmeister, doch starke Gegner sucht man in seinem bisherigen Kampfrekord vergebens. Am 23. November wird er in Macau auf der Paquiao/Rios-Undercard seine Titel verteidigen. Sein Gegner, der Slowake Tamas Kovas ist in 24 Kämpfen ungeschlagen, aber dennoch ein relativ unbeschriebenes Blatt und wohl eher das, was man einen „gepushten“ Boxer nennt. Seinen WBO-Europameistertitel gewann er jedenfalls nur durch einen Betrug bei der Urteilsfindung. Bei dieser Gegnerwahl kann man wohl Shumenov getrost aus der Auswahl der besten Halbschwergewichtler raus lassen. Weiterlesen

Dereck Chisora – Titelverteidigung am 30. November

Chisora fahne

„I will make my first defence of my European title on 30th November. Whoever I have in front of me on November 30th is getting destroyed !“ – so lässt der frisch gebackene EBU-Europameister auf seiner Facebook–Seite verlauten.

Er will also bereits im November seinen Titel verteidigen. Egal welcher Gegner ihm dann gegenüber steht – er macht bereits jetzt die Ansage, dass er ihn zerstören will. Offenbar hat der „Del Boy“ zur Zeit einen „Lauf“. Nach 3 Niederlagen in Folge gegen Robert Helenius, Vitali Klitschko und David Haye in den Jahren 2011/12 gelang Chisora ein Comeback in die erste Reihe des Schwergewichts. Mit Siegen über Avila, den ungeschlagenen Scott und zuletzt über Edmund Gerber und dem damit verbundenen EBU-Europameistertitel, meldete er sich zumindest bei Boxrec in den Top 10 zurück.

Bis auf den Weltverband WBO sucht man ihn allerdings im Ranking der anderen Verbände vergebens. Nach seinen Vorstellungen möchte er ja gerne so schnell es geht wieder um einen WM-Titel gegen „einen Klitschko“ boxen. So pauschal wie er mit dieser Vorstellung daher kommt, so unmöglich erscheint das Ganze auch. Gegen Vitali Klitschko hat er bereits gekämpft und nach Punkten verloren. Um gegen Wladimir Klischko boxen zu können, muss der entweder freiwillig gegen ihn verteidigen oder er muss sich in einem der Verbände zum Pflichtherausforderer qualifizieren. Da allerdings hat er schlechte Karten, weil noch in dieser Woche der Kampf zwischen Klischko und Povetkin ansteht und falls Wladimir Klitschko gewinnt demnächst auch eine IBF-Verteidigung gegen Pulev kommen muss. Bei der WBO zeichnet sich auch eine Pflichtverteidigung ab, weil die letzte schon 3 Jahre her ist. Hier steht bereits Denis Botsov in den Startlöchern, der demnächst einen Eliminator boxen muss um sich zum Pflichtherausforder zu quailifizieren. Weiterlesen

Und noch mal: Der BDB und die Regeln

Ein Beitrag unseres Gastautors Uwe Betker:

In der September Ausgabe von “The Ring” findet sich ein schöner Artikel über Daniel Geale (31 Kämpfe, 29 Siege, 15 durch KO, 2 Niederlagen) mit dem Titel “Admirable Champion” (auf Deutsch: “Ein zu bewundernder Champion”). Geale kam nach Deutschland und boxte am 01.09.2012 gegen Felix Sturm. Er nahm Sturm den “Super Champion” Titel der WBA weg, den er ja bekanntlich nach deren Statuten gar nicht tragen durfte. Er gewann den Kampf durch Mehrheitsentscheidung. Da zwar für den “Super Champion” Sturm immer ein Gürtel hochgehalten wurde, der Titel jedoch praktisch nicht existierte, bekam Geale dann folglich auch keinen Titel von der World Boxing Association. So weit, so gut.
Interessant an dem Artikel war, was Geale dem Autor Daniel Lane dann noch erzählte, nämlich, dass er die deutsche Boxkommission alarmierte, weil er beim Abkleben der Schnürung der Handschuhe bemerkt hatte, dass man ihm 8 statt 10 Unzen Handschuhe gegeben hatte. Geale, ganz fairer Sportsmann, wollte diesen Vorteil für sich nicht nutzen. Womit wir wieder beim BDB, dem Bund Deutscher Berufsboxer sind, der Aufsicht führte.

Nach dem Wiegen findet das sogenannte Rules Meeting, das Regeltreffen, statt. Die Offiziellen und Vertreter der Boxer treffen sich, um noch einmal die wichtigsten Regeln eines Titelkampfes zu besprechen. Auf einem Tisch liegen die Handschuhe, zwei Paar für jeden Boxer. Ein Vertreter des Aufsicht führenden Verbandes, im Falle von Sturm vs. Geale der BDB, kontrolliert die Handschuhe. Hiernach sucht die Seite des Titelverteidigers ein Paar aus, dann der Herausforderer. Der Vertreter des Verbandes markiert die Handschuhe und nimmt sie dann an sich. Dies sind die Handschuhe für den Titelkampf. Danach gibt es einen weiteren Durchlauf, der die Ersatzhandschuhe festlegt.

Nun frage ich mich, was eigentlich daran so schwierig sein soll, Handschuhe zu kontrollieren? Man muss doch nur mit der Hand hineinschlüpfen, um zu kontrollieren ob die Dämpfung vorhanden ist. Man muss darauf achten, dass keine Nähte offen sind oder etwas anderes da ist, das zu Verletzungen führen kann. Und dann muss man noch, im Falle von Sturm vs. Geale, zwei Kreise übereinander, die eine 8 darstellen, von einem Strich mit einem größeren Kreis, der 10, unterscheiden.

Sollte die Geschichte von Geale wahr sein, dann kann man sich mehrere Möglichkeiten vorstellen, was hier passiert sein könnte. Entweder kann der Vertreter des Verbandes keine 8 von einer 10 unterscheiden. Oder er wusste nicht, welches Gewicht die Handschuhe haben müssen. Hier könnte man natürlich fragen, warum er sich nicht vorab im Regelwerk informiert hat. Oder dem Herrn sind die Regeln einfach vollkommen egal, weil man sich sowieso nur nach Lust und Laune an die Regeln hält. – Hier möchte ich daran erinnern, dass der BDB eine Deutsche Meisterschaft sanktionierte, bei der der Herausforderer noch von der EBU, der European Boxing Union, gesperrt war. – Oder der Vertreter ist überfordert mit der Vielzahl seiner Aufgaben. Oder er schafft es einfach nicht, das Wenige, was da zu tun ist, ordentlich zu machen. Oder, oder, oder …
Wer sich Fotos anschaut vom Kampf Sturm vs. Geale wird auf dem Klebeband, das die Schnürung verklebt, die drei Buchstaben BDB lesen können. Die Buchstaben sind schön groß, deutlich und schwarz. Hier hat sich offenbar jemand Mühe gegeben. Schön.

(C) Uwe Betker/www.box-blog.de


Alexander Usyk unterschreibt bei den Klitschkos Profivertrag

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Mit dieser Vertragsverpflichtung hat K2 (Klitschko-Brüder) wohl den bisher besten Deal eingefädelt. Der Ukrainer Alexander Usyk kann auf sehr gute Erfolge als Amateur und Olympiateilnehmer verweisen. Wie Wladimir Klitschko, ist der 26-jährige Olympiasieger im Boxen, allerdings in der Klasse bis 91 kg. Folgerichtig wird er auch seinen ersten Profikampf im Cruisergewicht absolvieren. Dieser Kampf über 4 Runden findet am 9. November in Kiew statt.

Usyk selbst sagt zu seinem bevorstehenden Profidebüt, dass er bereits die USA und England besucht hat (scheinbar um als Profi unter Vertrag zu kommen) aber die Klitschko-Brüder (K2) haben ihm das beste Angebot gemacht. Er sei jetzt stolz darauf, seinen Erfolg mit seinen Landsleuten zu teilen. Er wolle trotzdem bald nach Amerika gehen um dort Champion zu werden.

Vital Klitschko äußerte sich zuversichtlich, dass Usyk mit seiner Begeisterung für das Boxen und seiner Zielstrebigkeit in Zukunft WM-Kämpfe bestreiten wird. Man werde in Zukunft die ukrainische Hymne öfter zu hören bekommen und darauf sei man besonders stolz. Weiterlesen

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