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Debora Dionicius vs Guadelupe Martinez – IBF WM im Superfliegengewicht

DEBORA DIONICIUS 02Um einmal mehr der Meinung zu widersprechen, dass Frauenboxen seit Regina Halmich eigentlich nicht mehr wahrnehmbar und Schlammketchen auf der Reeperbahn populärer sei als das Frauenboxen im allgemeinen, wird „Boxenplus.de“ im neuen Jahr 2014 damit beginnen, verstärkt über Frauenboxen zu berichten. Es werden in Deutschland und vielleicht auch international populäre Boxerinnen zu Wort kommen, es wird vermehrt über den Nachwuchs und das nationale und internationale Geschehen im Frauenboxsport berichtet.

Aber auch noch in diesem Jahr finden Frauenkämpfe statt, die zu erwähnen sind. So kommt es am 20. Dezember in Buenos Aires zu einem IBF-WM-Kampf im Superfliegengewicht zwischen der argentinischen Titelträgerin Debora Dionicius (14(4)-0-0) und der Mexikanerin Guadelupe Martinez (6(3)-4-0). Die 25-jährige Argentinierin wird den Gürtel zum 4. mal in diesem Jahr verteidigen, nachdem sie den damals vakanten Titel im November 2012 gegen die Neuseeländerin Michelle Preston erkämpft hatte.

Wie man immer deutlicher bemerken kann, hat sich die Frauenboxsportszene in den letzten Jahren in Mexiko und Südamerika etabliert. Aber nicht nur dort kämpfen Frauen um Ruhm und Titel, sondern auch nach wie vor in Deutschland, ganz Europa, in Afrika und Asien. In den Ländern, wo früher einmal der „Nachschub“ an Gegnerinnen für Halmich & Co „herangezüchtet“ wurde, lebt das Frauenboxen von ganz alleine auf. Allerdings sind die Zeiten nun einmal vorbei, in denen ein Hamburger Unternehmer mit seinem Universum-Boxstall dank eingesetzter TV-Gebührengelder hohe Börsen zahlen konnte. Die Börsen in heutigen Titelkämpfen ohne TV-Vermarktung erreichen kaum oder fast nie einen 5-stelligen Bereich. Für dieses Geld bekommt man bei den Herren gerade einmal einen Sparringspartner, wenn überhaupt.

Vielleicht war der Hype um das Frauenboxen, so wie es in Hamburg etabliert und hoch gepusht wurde, tatsächlich eine etwas unnatürlich gewachsene „Blase“ die mit dem Zusammenbruch von „Universum“ etwas an Medienpräsenz verloren hat. Das bedeutet aber nicht, dass das Frauenboxen weniger attraktiv geworden wäre. Im Gegenteil. Heute sind Boxerinnen unterwegs, die denen von vor 10 Jahren gewiss überlegen wären. Es liegt wohl hauptsächlich an den Promotern, bei ihren Events das Frauenboxen mit einzubauen. Wenigstens ein Kampf pro Veranstaltung sollte zumindest drin sein. Hier herrscht einfach Nachholebedarf – zumindest in Deutschland, wenn man das mit Veranstaltungen in Mexiko und Südamerika vergleicht.

Debora Dionicius zeigte ihr Können zuletzt am 7. September gegen Olga Julio:

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Adrien Broner vs Marcos Maidana – Full Fight

Broner vs. Maidana 560 X 350

Für alle die den Kampf verpasst haben:

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Jürgen Brähmer wieder Weltmeister – Full Fight

brähmer vs olivera

Mit einem hoch verdienten Punktsieg über Don King Schützling Marcos Oliveira wurde Jürgen Brähmer gestern Abend im Neubrandenburger Jahn-Sportforum Weltmeister im Halbschwergewicht nach Version der WBA. Der WBA-Titel war vakant und dies Weltmeisterschaft zu boxen sicher die klügere Wahl, als auf dem WBO-Pflichherausforderungsrecht zu bestehen. Bisheriger WBA-Weltmeister war Beibut Shumenov, der ebenfalls gestern Abend in den USA durch einen TKO 3-Sieg über den bis dahin in 23 Kämpfen ungeschlagenen Tamas Kovacs zum „Superchamp“ der WBA avancierte. Auch Brähmer-Gegner Olivera war bisher in 26 Kämpfen ungeschlagen und trat mit einer hohen KO-Quote an. Doch dieser WM-Kampf rückte das Bild der bisherigen Unschlagbarkeit sehr schnell in ein ganz anderes Licht. Brähmer hatte in seiner bisherigen Laufbahn einfach die besseren Gegner und musste sich nicht zum ersten mal über 12 Runden behaupten.

Vor Kampfbeginn sorgte Don King einmal mehr für Aufsehen, als er plötzlich etwas gegen die Reihenfolge des Einmarsches hatte und seinen Schützling als letzten einmarschieren sehen wollte. Doch von dieser kleinen Verzögerung völlig unbeeindruckt, sollte sich von Anfang an herausstellen, dass Jürgen Brähmer der bessere Mann im Ring war. Oliveira war deutlich anzumerken, dass er mit dem Rechtsausleger Brähmer absolut nicht zurecht kam. Brähmer war auf flinken Füßen unterwegs und punktete fast nach Belieben bei dem vergleichsweise beinahe behäbig wirkenden Oliveira. Es gelang ihm nicht, eine für ihn passende Distanz zu finden um bei Brähmer Treffer unterzubringen. Entgegen Brähmers sonstigem Stil als Konterboxer war er gezwungen selbst den Kampf zu „machen“ weil von Olivera in der ersten Kampfhälfte einfach nichts kam.

Brähmer mit Frevert
Bild: Jürgen Brähmer mit Boxfotograf Klaus Frevert

Brähmer, der um ein paar Zentimeter kleiner ist als Oliveiras, konnte es sich leisten weitgehend lang zu boxen, traf selbst gut und sicherte sich so fast die gesamte erste Kampfhälfte. Ab der 7. Runde wusste auch die Ecke des Amerikaners, dass jetzt etwas geschehen musste und man drängte Oliveira zu mehr Aktivität. Gleichzeitig nahm Brähmer etwas Tempo raus und so gingen ab der Kampfmitte vielleicht 2 bis 3 Runden an Olivera. In den Runden 10 und 11 kam Brähmer noch einmal auf und sicherte sich mit klaren Punktgewinnen den Kampf. In Runde 12 konnte er es sich leisten sich über die Zeit zu klammern, weil ihm der Punktsieg nicht mehr zu nehmen war. Selbst wenn damit Runde 12 an Oliveira ging, konnte er insgesamt nicht mehr als 4 Runden für sich verbuchen, was sich so in etwa auch im Urteil der Punktrichter widerspiegelte. Brähmer siegte mit 115:112 und 2x 117:110 und wurde somit neuer WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht. Es zahlte sich aus, von Beginn an keine Runde wegzuschenken.

Für das Sauerland-Team war das ein Jahresabschluss nach Maß. Auch die übrigen Begegnungen gingen zugunsten der Sauerland-Boxer aus. Es gab bis auf Oliveira im Hauptkampf auch keine wirklich harten Gegner bei dieser Veranstaltung, die den Heimboxern wirklich gefährlich sein konnten. Pulev löste sein „Problem“ sehr souverän. Bei Culcay und Britsch musste man allerdings erkennen, dass die berühmte „Luft nach oben“ noch vorhanden ist. Während bei Culcay ein weiterer Trainerwechsel den Weg nach oben sichern soll, wird Britsch in Zukunft nicht mehr von Wegner, sondern von seinem Vater trainiert. Kölling und Zeuge siegten in weiteren Aufbaukämpfen gegen machbare Gegner.

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Christine Theiss vs Olga Stavrova 2 – Mission “Titelklau” gelungen

theiss stavrova

Die offizielle Version und das Ergebnis dieses Kampfes, so wie von Sat1 in Szene gesetzt, sieht aus wie ein grandioser Erfolg für Christine Theiss. Zum Karriereabschluss ihre Niederlage auszubügeln und als Weltmeisterin abzutreten war das erklärte Ziel. Man konnte gestern Abend unabhängig vom Kampfverlauf deutlich sehen, dass beim TV-Partner Sat1 alles dafür getan wurde, dieses Ziel zu unterstützen. Letztendlich hat die ganze Inszenierung geklappt und Frau Theiss konnte sich als Siegerin feiern lassen. Der Kampf wurde wie in alten ZDF-Zeiten kommentiert, also 150% pro Heimboxer. Beinahe jede Aktion von Frau Theiss war sinngemäß eine kampfentscheidende Heldentat, während die Aktionen von Olga Stavrova nur beiläufig gewürdigt wurden.

Der absolute „Hit“ war das eingeblendete Zuschauervoting. Nach den ersten Runden, von denen Frau Theiss nur in einer vorne gelegen haben kann und die übrigen an Stavova hätten gehen müssen, gab es fast 70% der angeblichen Zuschauerstimmen, die Theiss vorne sahen. Man kann durchaus in Zweifel geraten, wenn man solche Votings sieht. Später, nachdem Frau Theiss tatsächlich ein paar bessere Runden abgeliefert hatte, stand das Zuschauervoting auf einmal bei 50:50. Ob die Zuschauer den Kampf bewerteten, ob es Fananrufe waren oder ob das Voting überhaupt Aussagekraft hat, sei mal dahingestellt. Die gesamte Berichterstattung und Kommentierung waren pro Theiss, was man von Beginn an merkte.

Zum Kampfverlauf kann man sagen, dass Frau Theiss in den ersten 3 Runden nur darauf bedacht war, nicht selbst getroffen zu werden und sich Olga Stavrova vom Leibe zu halten. Nennenswerte Aktionen ihrerseits konnte man kaum sehen. Die Runden 4 und 5 waren in der ersten Kampfhälfte wohl die besseren für Theiss. Es gab tatsächlich einige Kicks und Schläge, die ihr Ziel nicht verfehlten. Die Runden 7 und 8 kann man vielleicht auch Chistine Theiss zuordnen. Jedoch muss man auch bemerken, dass sie Olga Stavrova zu keiner Zeit „einbremsen“ konnte. Stavova kämpfte von Beginn an wie eine Herausforderin, aggressiv und angriffslustig. Mit den Kicks hat sie es nicht so, sondern versuchte immer wieder, ihre Schwinger ins Ziel zu bringen, mit denen sie im ersten Kampf Erfolg hatte und Christine Theiss (eigentlich) KO schlug. Weiterlesen

Ein seltsames Gerücht über Hagen Döring, Moritz Klatten und Henry Maske

Boxen ARD

Ein Beitrag unseres Gastautors Uwe Betker:

Vor kurzem lief das Gerücht durch die Boxwelt, Hagen Döring, Moritz Klatten und Henry Maske hätten der ARD ein Profiboxkonzept vorgeschlagen, das aber nicht angenommen worden sei. Nun könnte man natürlich mutmaßen, dieses Gerücht sei von Menschen gestreut worden, die Sauerland Event und besagten Herren nur Schlechtes wünschen. Und von denen soll es ja den ein oder anderen geben. Man könnte in diesem Gerücht aber auch wieder einen Beleg dafür sehen, dass die ARD den Vertrag mit Sauerland Event nicht verlängern will.

Wenn man aber davon ausgeht, dass das Gerücht der Wahrheit entspricht, dann kann das zweierlei besagen. Vorstellbar wäre z.B., dass Hagen Döring, der Sportdirektor von Sauerland Event, im Namen seines Arbeitgebers bei der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland vorgesprochen hat, um einen neuen Vertrag für Sauerland Event zu bekommen. Dabei hat er versucht mit Henry Maske, der ehemaligen „Lichtgestalt“ des deutschen Profiboxens, als Inkarnation des fairen Boxens mit Topquote zu punkten. Gleichzeitig versuchte er die ARD davon zu überzeugen, auf den Junior Mittelgewichtler Jack Robert Culcay-Keth (16 Kämpfe, 15 Siege, 10 durch KO, 1 Niederlage) zu setzen. Moritz Klatten ist nämlich der Manager von Culcay. Das wiederum würde bedeuten, dass für Döring und Sauerland Event in der kurz- und mittelfristigen Zukunftsplanung Arthur Abraham und Marco Huck keine Rolle mehr spielen.
Vorstellbar wäre aber auch, dass Hagen Döring, der Sportdirektor von Sauerland Event, nicht mehr an die Zukunft seines Arbeitgebers glaubt und sich beruflich umorientiert. Dann würde er zusammen mit Henry Maske und Moritz Klatten, der Jack Culcay mitbringt, seine eigene Promotionfirma aufziehen. Dafür hätten sie dann versucht, von der ARD Geld zu bekommen.
Das wiederum würde zu anderen Gerüchten passen, die besagen, dass sowohl Marco Huck als auch Arthur Abraham planen, eigene Promotionfirmen zu gründen, wenn sie denn damit einen TV-Vertrag bekommen.

Es sei hier noch einmal deutlich gesagt: Dies sind nur Gerüchte. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass an diesen Gerüchten auch nur ein Körnchen Wahrheit ist. Sie sind einfach zu abwegig, um sie zu glauben. Nein, ich kann sie wirklich nicht glauben. Vermutlich haben sie bösartige Menschen, die neidisch sind, in die Welt gesetzt – diese ewigen Nörgler, Madig- und Miesmacher. Pfui!

© Uwe Betker/www.box-blog.de

Brian Minto schlägt Shane Cameron durch TKO 

minto

Mit einem TKO- Sieg in Runde 7 über den Neuseeländer Shane „Mountain Warrior“ Cameron wurde Brian „The Beast“ Minto noch einmal ein Titel beschert. Im „The Trust Stadium“ Auckland (Neuseeland) konnte der mit allen Mitteln kämpfende Minto überzeugen, obwohl er wegen des Gebrauchs von Ellenbogen und Kopf Punktabzüge in den Runden 5 und 6 bekam. Trotzdem landete Minto saubere Kopftreffer bei Cameron. Von Cutverletzungen über den Augen gezeichnet und wohl auch dadurch am weiterkämpfen gehindert, musste sich Cameron in der 7. Runde geschlagen geben.

Minto darf sich nun WBO-Oriental-Meister nennen. Was seine Heimat USA oder Neuseeland mit dem Orient zu tun haben sei mal dahingestellt, aber vielleicht war dieser Titel gerade zu haben und man hat eben darum gekämpft. Cameron war bereits 2008 Träger dieses Titels. Es folgten Alex Leapai, David Tua, Monte Barrett, Chauncy Welliver bis er 2012 wieder Titelträger war. Zuletzt erkämpfte Alex Leapai erneut diesen Titel, der ja nun als offizieller Herausforderer von Wladimir Klitschko vor ganz anderen Aufgaben steht.

Für Cameron steht noch nicht fest, ob er mit diesem Kampf seine Karriere beenden wird. Nachdem er zuletzt als Cruiser gegen Danny Green nach Punkten unterlag, gelang auch kein Sieg im für ihn bequemeren Schwergewicht gegen Minto. Offenbar hat die einjährige Kampfpause auch dafür gesorgt, dass er einiges an Ringrost angesetzt hatte. Cameron suchte nach dem Kampf nicht nach Ausreden, sondern bestätigte das Minto druckvoll gekämpft habe. Minto beteuerte nach dem Kampf, dass seine unsauberen Aktionen unbeabsichtigt waren. Als nächsten Gegner könne sich Minto den 21-jährigen Neuseeländer Joseph Parker vorstellen. Parker war bisher in 7 Kämpfen erfolgreich. In 6 Kämpfen siegte er vorzeitig. Prominentester Gegner war Francois Botha, den er durch TKO 2 bezwingen konnte. Ob und wann es tatsächlich zu einem Kampf zwischen dem 38-jährigen Minto und dem Youngstar Parker kommt, ist noch nicht entschieden.

Hoffmann vs Kretschmann abgesagt

saglam

Man konnte es von vorn herein kaum glauben, dass Hoffmann und Kretschmann ausgerechnet in Baku eine Neuauflage ihres abgebrochenen Kampfes absolvieren. Beide wären vor dem Publikum in Halle besser aufgehoben als im fernen Aserbaidschan. Was dazu bewogen hat, diese Ansetzung trotzdem bei Boxrec anzukündigen, sei mal dahingestellt. Vielleicht brauchte man einfach nur ein Argument mehr um EUROSPORT nach Baku zu locken.

Yakup Saglam bestätigte heute nach dem Wiegen, dass weder Hoffmann noch Kretschmann vor Ort sind und das der Kampf abgesagt ist. Saglam selbst wird gegen den in Magdeburg lebenden Roman Golovashchenko boxen. Der Kampfabend ist morgen ab 20:00 Uhr auf Eurosport zu sehen.

Titelkämpfe bei „Benfiz Box- und Thaiboxgala“ in Wien

vorarberger djendji
Bereits am vergangenen Samstag gab es in der österreichischen Hauptstadt eine Benefiz-Veranstaltung mit einigen Titelkämpfen. Neben Thai- wurden bei der Veranstaltung vom „Box-Team-Vienna“ auch klassische Boxkämpfe geboten. Bei 4 der 6 Begegnungen ging es um Titel von WBF und WIBF. Als WIBF-Vertreter war Rainer Gottwald vor Ort. Viel zu sehen gab es allerdings im Kampf zwischen Eva Vorarberger und Fleis Djendji nicht, weil der Kampf schon durch TKO in Runde 1 zugunsten Vorarberger endete.

Auch Timy Shala und Laszlo Toth konnten ihre Gegner erwartungsgemäß besiegen. Gogi Knesevic wurde vorzeitig Sieger, weil sein Gegner es einfach nicht lassen konnte, mit dem Ellenbogen zu boxen. In Runde 9 war deshalb „Schluss mit lustig“ und es gab eine Disqualifikation. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass man offenbar bei der internationalen Weltrangliste „Boxrec“ nicht mehr alle Titel übersichtlich führt. So wird der Kampf zwischen Toth und Ugiadze nicht als WBF-International geführt. Noch verwirrender wird es beim Kampf von Eva Vorarberger. Geht es nach dem Eintrag und der übliche Logik bei Boxrec, ist Eva Vorarberger jetzt ebenfalls WIBF-Weltmeisterin, obwohl diesen Titel nach wie vor von Melissa McMorrow gehalten wird. Hier sollte man sich bei Boxrec etwas einfallen lassen um Irrtümern vorzubeugen.

gürtel wien

Die Ergebnisse:

WIBF International Meisterschaft im Fliegengewicht
Eva Voraberger besiegt Fleis Djendji durch KO in Rd. 1

WBF Intercontinental-Meisterschaft im Halbschwergewicht
Timy Shala besiegt Mounir Toumi durch TKO in Rd. 10

WBF Intercontinental-Meisterschaft im Mittelgewicht
Gogi Knezevic besiegt Robinson Omsarahvili nach Disqualifikation in Rd. 9

WBF Internationale Meisterschaft im Weltergewicht
Laszlo Toth besiegt Giorgi Ungiadze nach Punkten

Manuel Buchheit besiegt Karol Csicso durch TKO in Rd. 1

Ramiz Hadziaganovic besiegt David Zambo nach Punkten

OPBU Full Muaythai Internationale Meisterschaft im Mittelgewicht
Lirim Ahmeti besiegt Martin Kalis nach Punkten

Soliman schlägt Sherrington – Kommt jetzt ein zweiter Kampf gegen Sturm?

sam soliman fightMit einem TKO-Sieg in Runde 9 endete der Kampf um den WBA-Interims (Pan Asia Boxing Association)-Titel zwischen Sam Soliman und Les Sherrington. Der mittlerweile 40-jährige Soliman war in der Vergangenheit bereits Träger mehrerer kleinerer IBF-Titel und hat im Februar diesen Jahres gegen Felix Sturm um das IBF-Pflichtherausforderungsrecht gekämpft. Dieser Kampf ging vorläufig zu seinen Gunsten aus, bis ein aus Sicht von Soliman umstrittener Test ergab, dass er angeblich über einen Energydrink vor dem Kampf eine in Deutschland verbotene Substanz zu sich genommen habe. Daraufhin wurde der Kampf zu einem No-Contest erklärt und Soliman vom BDB in Deutschland für ein Jahr gesperrt. Die IBF behielt Soliman auf Platz 1 im Ranking, ordnete allerdings an, dass er ein Jahr lang nicht von seinem Pflichtherausforderungsrecht auf den IBF-Titel im Mittelgewicht Gebrauch machen darf. Er wurde von der IBF bisher noch nicht zum offiziellen Pflichtherausforderer vom neuen Weltmeister Sturm erklärt.

Solimans Manager David Stanley sagte, er habe eine schriftliche Garantie von IBF-Präsident Daryl Peoples und Felix Sturm, dass es zu einem zweiten Kampf zwischen Soliman und Sturm kommen soll. Soliman selbst ist der Meinung, dass Sturm gegen ihn gescheitert sei und er sich jetzt holen wird, was ihm zusteht. Er sei jetzt 40 Jahre alt und wolle nach 16 Jahren Profiboxen seine Karriere mit einem WM-Titel krönen und abschließen.

Im Kampf gegen Sherrington übernahm Soliman bereits ab Runde slik und aggressiv 2 die Kontrolle und hatte seinen Gegner im Griff. In Runde 8 kam es zum ersten Niederschlag, in Runde 9 kam der zweite, worauf Sherringtons Trainer Brendon Smith das Handtuch warf. Damit ist Soliman seit seiner Niederlage gegen Antony Mundine vor 5 Jahren in den letzten 10 Kämpfen nacheinander ungeschlagen. Er geht davon aus, dass es nun zu einem zweiten Kampf gegen IBF-Weltmeister Felix Sturm kommen muss.

sturm siegUnterdessen stünde für Felix Sturm erst einmal ein vertraglich vereinbartes Rematch gegen Darren Barker an, falls dieser gesundheitlich dazu in der Lage ist. Dazu müsste sich das Team Barker bis zum Jahresende erklären und der Kampf muss dann innerhalb von 3 Monaten kommen. Kann Barker diese Gelegenheit nicht nutzen, wäre eigentlich der Weg für Sturm vs Soliman II frei, wenn die IBF Sam Soliman zum Pflichtherausforderer erklärt und diesen Kampf anordnet. Allerdings wird auch niemand erwarten, dass Felix Sturm den gerade erst erkämpften Gürtel eiligst pflichtverteidigen muss.

Laut einem Bericht von „Die Welt“ denkt das Management aber auch über ganz andere Möglichkeiten nach. So käme beispielsweise in Betracht, dass Felix Sturm eine Gewichtsklasse aufsteigt und gegen den Sieger aus Stieglitz vs Abraham um den WBO-Titel boxt. Nach Meinung von Sturms Manager Roland Bebak wäre genau das der „ultimative Kampf für Deutschland“ und Felix Sturm wäre „heiß darauf“. Bis tatsächliche Entscheidungen fallen, wird man das Jahr 2013 sicher schon kalendarisch abgehakt haben. Fakt ist bisher nur eins: Felix Sturm ist mit seinem neuen WM-Titel wieder „voll im Rennen“.

Lucia Morelli vs Delfine Persoon II – 13. Dezember in Aalst, Belgien

morelli2

Nachdem Lucia Morelli im Februar 2012 schon einmal gegen die Belgierin Delfine Persoon gekämpft hat, soll es nun am 13. Dezember zu einer Neuauflage dieser Begegnung kommen, bei der es gleich um 3 WM-Titel gehen wird. Beim erstem Mal verlor Lucia Morelli den Kampf durch TKO 5. Rückblickend kann man sich immernoch darüber streiten, ob es damals wirklich notwendig war, den Kampf an dieser Stelle zu beenden.

Das Gefecht wurde bis dahin mit recht hoher Intensität von beiden Seiten geführt. Lucia Morelli hatte die Doppeldeckung oben, die zugegebenermaßen von Persoon mit ein paar Schlägen durchbrochen wurde. Das Ganze dauerte keine 10 Sekunden und reichte Ringrichter Leszek Jankowiak aus Polen aus, den Kampf abzubrechen. Ergebnis: TKO 5 und Titelverlust. Ob das eine richtige und fürsorgliche Entscheidung oder einfach nur ein Titelklau war, soll mal dahingestellt sein. Es ging in diesem Kampf um den WIBF-Gürtel im Leichtgewicht, der Lucia Morelli gehörte und den sie dann an die Belgierin abtreten musste.

Was kann man nun von der 2. Begegnung erwarten? Man kann sicher davon ausgehen, dass Lucia Morelli und ihr Team wissen, auf was sie sich da einlassen. Als außenstehender Zuschauer kann man davon ausgehen, dass der 1. Kampf noch lange nicht entschieden und gewiss zu früh abgebrochen wurde. Das Risiko, dass Morelli diesmal eingeht, ist vielleicht noch höher als beim ersten mal. Schließlich setzt sie um „ihren“ WIBF-Titel zurückzuholen, jetzt nicht nur auf eine normale Revanche, sondern riskiert dabei ihre zwischenzeitlich erworbenen WIBA- und WBF-Titel. Man kann gewiss einen Kampf auf Augenhöhe erwarten, bei dem hoffentlich diesmal die Leistung in der Tagesform entscheidet und nicht ein vorschnelles Eingreifen des Ringrichters.

morelli 1

Für ein Gelingen der Mission Morellis spricht gewiss ihre hohe Motivation, diesmal nichts „anbrennen“ zu lassen und „ihren“ Gürtel wieder nach Hause holen zu wollen. Allerdings muss man auch bemerken, dass die Belgierin seit der ersten Begegnung 10 Kämpfe absolviert hat und sich somit durchgängig mit echter Kampfpraxis auf einem hohen Level gehalten hat. Lucia Morelli hat in der Zwischenzeit einen Kampf gemacht, konnte gegen Rola el-Halabi überzeugen und bei dieser Gelegenheit 3 WM-Titel „abräumen“. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass sie danach nicht untätig war und mit hohem Trainingsaufwand nicht weniger fit für den kommenden Kampf ist wie Delfine Persoon.

Auf jeden Fall schon einmal ein „Hut ab“ für ihren Mut und ihre Risikobereitschaft. Das wird auf jeden Fall ein schwerer Kampf mit ungewissem Ausgang. Bleibt eigentlich nur, Lucia Morelli viel Erfolg für ihre Mission zu wünschen.

Zur Erinnerung noch einmal der erste Kampf:

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