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Eduard Gutknecht – Neue Aufgaben

Eduard_GutknechtWer glaubte für Eduard Gutknecht wäre nach dem Verlust des EM-Titels an Jürgen Brähmer nun eine boxerische Existenzkrise angebrochen, der liegt falsch. Bereits am 8. Juni wird Gutknecht in Berlin wieder im Ring stehen und um einen Titel boxen. Da er auch in den Ranglisten der Verbände WBA, WBC und IBF gut im Ranking steht, kann er auch in diesen Verbänden um mögliche Gürtel Kämpfen. Die inzwischen angebotene Vielfalt ist ja groß. Die Verbände müssen und wollen verdienen, was den Boxern sehr entgegen kommt. Der Wert dieser einzelnen Gürtel ist zwar etwas umstritten, doch ist so ein „kleiner“ Titel auch schon mal ein Ansporn zu neuen Taten. Andererseits ist es allerdings manchmal schon sehr fragwürdig, wer da welche Titel von wem und unter welchen Umständen ausboxen lässt.

Gutknecht wird bei der Sauerland-Veranstaltung in Berlin um den WBA-Intercontinental-Gürtel kämpfen. Der Gegner steht noch nicht fest, bzw. wurde noch nicht bekannt gegeben. Natürlich ist bis zur Bekanntgabe des Gegners erst einmal Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Nimmt man an, dass Gutknecht einen leichten Gegner bekommt, findet man den sicher nicht unbedingt in den Top-15 der WBA-Rangliste. Ein fast perfekter Gegner wäre vielleicht der Pole Pawel Glazewski (20(5)-1(0)-0). Der 30-jährige aus Bialystok ist zwar für einen Kampf am 29. Juni in Polen gebucht, aber sowas lässt sich sicher schnell ändern, wenn ein Titelkampf in Aussicht steht. Schaut man jedoch in die Reihen der bei der WBA weit oben stehenden, gibt es auch da einige in Frage kommende Kandidaten.

Ein interessanter Kandidat ist hier vor allen anderen der Ukrainer Oleksandr Cheviak, gegen den Gutknecht bereits 2011 in einem 8 Runden-Kampf im Ring stand. Eben dieser Cheviak hat am 27. April einen Kampf gegen Dustin Dirks durch TKO in der 10. Runde gewonnen. Auch damals ging es um den WBA-Intercontititel. Normalerweise hätte der Ukrainer den Titel mit nach hause nehmen können. Doch da sein Gewicht nicht stimmte, wurde daraus nichts. Ob er nun gegen Gutknecht noch einmal die Chance bekommt oder ob man bei Sauerland nun doch Bedenken hat, weil er den bis dahin in 27 Kämpfen unbesiegten Dirks geschlagen hat, ist natürlich offen. Es wäre auf jeden Fall eine mutige Entscheidung von Gutknecht, unter diesen Umständen noch einmal gegen ihn anzutreten.

Tickets zu dieser Veranstaltung in Berlin gibt es hier:

Sport Tickets bei www.eventim.de

Elina Tissen vs Doris Köhler – GBC-Titelverteidigung

tissen essenDa ein Kampf zwischen Elina Tissen und Goda Dailydaite offenbar nicht zustande kam, wird „The Machine“ wohl auf ihre WIBF und GBU – Gürtel im Federgewicht verzichten müssen. Stattdessen geht es jetzt am 1. Juni in Essen im Superbantamgewicht nach Version der GBC weiter. Um diesen Gürtel hat die Warendorferin bereits 2009 und 2011 gegen die beiden Kenianerinnen Bena Kaloki (3(0)-4(1)-0) und Fatuma Zarika (23(14)-7(0)-1) gekämpft. Die Gegnerin Doris Köhler (11(5)-12(2)-2) sollte keine allzu schwere Aufgabe für Tissen sein. Es ist auch kaum ein Jahr vergangen, seit sie mit ihr im Ring stand. Weshalb nun die Gegnerwahl ausgerechnet wieder auf Köhler gefallen ist, kann man nur ahnen. Ob es sich lohnt darüber nachzudenken, ist eine andere Sache.

Bei dieser Veranstaltung in der Eissporthalle Essen wird es laut boxrec noch andere Boxkämpfe geben. Der in bisher 3 Kämpfen ungeschlagene Mittelgewichtler Jama Saidi wird dabei sein und in seinem 4. Kampf vielleicht versuchen, seine TKO-Siegesserie fortzusetzen. Weitere Kämpfer sind Nico Elischberger, Mehmed Ece und Ehsan Adibifar.

Aus Zuschauersicht kann man vielleicht einen weiteren „Hauptkampf“ des Abends von Bihes Barakat erwarten. Der 25-jährige Kölner stand seit September 2011 in keinem klassischen Boxkampf und dieser Kampf ist beinahe so etwas wie ein „Comeback“ zu werten. Ein Gegner wurde noch nicht bekannt gegeben.
Bereits am 30. April fand zu dem Kampfabend eine Pressekonferenz statt.

Holly Holm vs Mary McGee – Der Kampf

BoxingBei ihrem Abschiedskampf vom klassischen Boxen (Holm will nur noch MMA-Kämpfe machen) hat sich Holly Holm mit Mary McGee eine zwar eine tapfer kämpfende Gegnerin ausgesucht, aber es ist anzunehmen, dass sie wohl zum Abschluss noch einmal zeigen wollte wie dominant und überlegen sie boxt, was ihr auch gelungen ist.

Aus europäischer Sicht ist es zu bedauern, dass es nun wohl keinen Kampf gegen Cecilia Braekhus oder Jessica Balog geben wird. Es gab in der Vergangenheit zwar Gespräche bzw. Angebote, doch kam leider keine der beiden Begegnungen zustande. Es bleibt die Hoffnung, dass Holm es sich noch einmal anders überlegt und doch wieder zum klassischen Boxen zurück kehrt, falls die Bedingungen für sie stimmen oder ein lukratives Angebot ins Haus steht.

Hier der Kampf gegen Mary McGee, der von den Punktrichtern mit 3x 100:90 zu Gunsten von Holly Holm bewertet wurde. Das Urteil wirkt etwas übertrieben, weil man daraus schließen könnte, dass McGee hoffnungslos überfordert war. Doch das stimmt so nicht McGee hat 10 Runden lang mitgekämpft und muss sich für ihre Leistung nicht schämen.

http://www.dailymotion.com/video/xzsomd

Ava Knight vs Linda Soto – Kampf um den WBC-Silbergürtel

In ihrem 16. Kampf war die amerikanische Boxerin Ava Knight erfolgreich. Sie verteidigte ihren WBC-Silbergürtel gegen die mexikanische Boxerin Linda Soto über 10 Runden durch einen Punktsieg.

ava mex

Da der Kampf nicht im TV zu sehen war, hier wenigstens die Internet-Version:

http://www.dailymotion.com/video/xzssai

Petkovic vs Hoffmann II – GBU-Titelverteidigung

hoffmann2Mit dieser Neuauflage der Begegnung von 2010 in Riesa sollte das damalige Urteil, mit den Alexander Petkovic vielleicht zu recht nicht zufrieden war, richtig gerückt werden. Wie es aussieht, wurde es das auch. Allerdings nicht ganz so, wie man sich das als Boxfan vielleicht vorstellt. Der Kampf verlief dieses mal tatsächlich über weite Strecken ausgeglichen und es gab nicht wenige Fans, die den Kampf gesehen und mitgepunktet haben, die Hoffmann sogar knapp vorne hatten. Die Punktrichter sahen einen eindeutigen Sieg von Petkovic. In der „revidierten Fassung“ ergibt sich laut aktuellem boxrec-Eintrag ein Urteil von 112:116, 110:118 und 111:118 zugunsten des Titelträgers. Allerdings lautete die Entscheidung des Punktrichters Goran Pilipovic gestern Abend noch 117:118. Wie er darauf kam, will sicher keiner so genau wissen. Die einfachste Erklärung wäre vielleicht ein Schreibfehler.

Uwe „Commander“ Schuster, Trainer der „Eiche“, sieht das Ganze etwas anders. Nach Absprache mit ihm wird hier von seiner Seite www.profiboxcamp.de zitiert:

Der Kampf von Timo lässt Riesa vergessen !!!

Zunächst bedanken wir uns bei dem Promoter Rainer Gottwald, der uns in allem Rund um die Uhr sehr gut betreut hat und ein tolles Event veranstaltet hat.
Commander :“ Lieber Rainer nochmals vielen Dank für alles und ich kann mir gut vorstellen, dass Du in den kommenden Jahren einer der bekanntesten Promoter im Badischen Raum sein wirst und vielleicht darüber hinaus. „

Leider mussten Timo Hoffmann und sein Trainer Uwe Schuster nach dem Kampf gegen Alexander Petkovic, am 11.05. in Karlsruhe eine bittere Pille schlucken. Es war die gewohnte bittere Pille eines häufig vorkommenden Fehlurteils !!!
Nein, Timo war nicht in allen Runden dominant und er lag auch nicht weit vorne, wie bei dem Kampf gegen Cengiz Coz, aber er hat mit zwei Runden vorn gelegen !!!
Commander :“ Das Urteil kann ich und will ich nicht verstehen.nicht verstehen. Wir haben in der Höhle des Löwen geboxt und da muss man mit so einem Urteil rechnen, leider !!!
Das es ein Fehlurteil war, ist nicht nur auf meinem Mist gewachsen, hier das Zitat von Alexander Petkovic nach dem Kampf !!!“

Petko :“ Ich habe den Kampf so nicht gesehen, ich habe ihn nicht gewonnen !!!“

Commander :“ Beide Kämpfer haben einen klasse 12 Runden Kampf im Schwergewicht geboten. Timo war entweder besser als in Riesa, oder Petko schlechter. Fakt ist : Timo hat eine kontrollierte Leistung abgeliefert. Hat Petko sogar in Runde 2, mit einem langen, linken Seitwertshaken an die Schläfe kurz zum wackeln gebracht, hat aber leider nicht nachgesetzt. Die Aufforderung immer und immer wieder seine linke Gerade Blitz schnell zu schlagen und dann draußen bleiben, hat er zum größten Teil umgesetzt. Seine gute Kondition, hat er nach den harten Wochen des Trainings unter Beweis gestellt. Ich gratuliere der „DEUTSCHEN EICHE“ zu diesem tollen Kampf !!!“

Das riecht schon fast nach einer 3. Auflage dieses Kampfes um dann eine endgültige Entscheidung herbeizuführen, wer von beiden Boxern nun der Bessere ist. Ob es dazu kommen kann, muss man wohl den Boxern selbst überlassen. Alexander Petkovic ist laut eigener Angabe heute davon überzeugt, jetzt zum 2. mal gewonnen zu haben. Wie die Eiche darüber denkt, ist noch offen. Ein Zuschauerinteresse wäre sicher vorhanden – egal wo dieser Kampf dann stattfindet, falls er tatsächlich von Beiden gewollt ist.

Hier der Kampf. Möge sich jeder selbst sein eigenes Bild machen.

http://www.dailymotion.com/video/xzslus



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DBV – als Sekte betrachtet

Von unserem Gastautor Uwe Betker:

Die letzte amtliche Bekanntmachung des DBV, Deutscher Boxsport Verband e.V., erinnert mich an das Agieren einer Sekte. Sekten werden geführt von wenigen Personen, die willkürlich und irrational herrschen. Sekten grenzen sich von den Anderen ab. Alle, die nicht Mitglied in der Sekte sind, werden als Feinde betrachtet. In diesem Sinne, so meine ich, kann man auch die amtliche Bekanntmachung des DBV lesen. Dort heißt es nämlich:

„Amtierung von lizenzierten Übungsleitern/Trainern und Teilnahme von Sportlern bei Profiveranstaltungen
Auslegung der aktuell gültigen Wettkampfbestimmung (§ 15, Absatz 6)
Amtierung von lizenzierten Übungsleitern/Trainern und Teilnahme von Sportlern bei Profiveranstaltungen
Aus gegebenem Anlass beriet der geschäftsführende Vorstand des DBV am 11.04.2013 in Kassel die Auslegung des §15, Abs. 6 der aktuell gültigen WB. Nach eingehender Erörterung wurde beschlossen, dass der § 15, Absatz 6 der WB wie folgt verbindlich ausgelegt wird:
Ein lizenzierter Übungsleiter oder Trainer des DBV darf nicht im Rahmen von Profiveranstaltungen außerhalb des Daches der AIBA oder des DBV amtieren. Andernfalls wird seine Lizenz auf Dauer ungültig, und er darf im olympischen Boxsport weder trainieren noch sekundieren.
Gleiches gilt für Sportler, die an Profiveranstaltungen außerhalb des Daches der AIBA oder des DBV teilnehmen. Auch sie können im Bereich des DBV oder der AIBA nie mehr Wettkämpfe bestreiten. Eine Rückkehr zum olympischen Boxsport bleibt weiterhin ausgeschlossen. Zuwiderhandlungen können durch die AIBA oder den DBV mit empfindlichen Geldstrafen und Amtierungssperren geahndet werden.
Jürgen Kyas
DBV-Präsident“

Also der DBV verbietet seinen Trainern die Tätigkeit bei Profiveranstaltungen. Was nichts Neues ist. Bei Zuwiderhandlung wird den Trainern die Lizenz auf Lebenszeit entzogen. Diese drakonische Strafe ist neu. So weit so unverständlich. Explizit ausgenommen sind nämlich die Profiveranstaltungen der AIBA und des DBV. Die eigenen Profiveranstaltungen sind gut und erlaubt, die der anderen Profiverbände sind böse. Das nenne ich die Logik einer Sekte.

Noch aberwitziger wird dieser Beschluss, wenn man sich noch mal den Fall Michael Timm vor Augen führt. Nachdem Timm einmal Amateurtrainer des DBV war, war er bis vor ein paar Monaten Profitrainer. Dann kehrte er als Stützpunkttrainer zum DBV zurück. Der Verband macht also etwas, was er seinen Mitgliedern verbietet. Wie nennt man ein solches Verhalten? – Doppelmoral? Wenn ich mich recht entsinne, wurde sogar vom DBV noch hervorgehoben, dass der Amateurverband Timm gerade aufgrund seiner Profierfahrung zu seinem Hoffnungsträger kürte. Dabei hat er in seiner Zeit als Profitrainer, keinen Boxer komplett aufgebaut, womit ich natürlich nicht die fachlichen Qualitäten von Timm in Frage stellen möchte.

Es scheint mir aber schon berechtigt sich zu fragen, mit welchem moralischen Recht Jürgen Kyas seinen Trainern eigentlich eine Tätigkeit verbietet, nämlich das Sekundieren auf Profiveranstaltungen, die der DBV nicht selber veranstaltet. Wobei wir an der moralischen Integrität von Kyas natürlich nicht zweifeln können. Schließlich haben angeblich die Delegierten vom 51. DBV Kongress in Worms für ihn (einstimmig?) eine Ehrenerklärung abgegeben. Ihm war diese Ehrenerklärung ja selbst auch so wichtig, dass er die Nachricht in einer Pressemeldung verbreiten ließ. Daher nenne ich ihn bekanntlich auch ehrfurchtsvoll Ehrenerklärungs-Kyas.

Sektenführer sind autoritär und haben die Angewohnheit die Regeln die sie ihren Mitgliedern auferlegen nicht selber einzuhalten. Dementsprechend könnte man schon das Verhalten von Ehrenerklärungs-Kyas in einer solchen Traditionslinie sehen.

© Uwe Betker/www.box-blog.de



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The Battle of Gladiators III – Heute Abend Live-Stream

Wer heute Abend die spannenden Kämpfe in Karlsruhe nicht verpassen will, kann live im Internet dabei sein.

http://www.baden-tv.com/web-tv

battle 3

Universum-Chef Kluch in Haft – Das endgültige Aus für den ehemaligen Universum-Boxstall ?

Universum-Box-PromotionDie Nachrichten der letzten Tage lassen auf nichts Gutes für die Reste des einst traditionsreichen und international angesehenen Haus „Universum – Boxpromotion“ schließen. Seit dem Ende der Zusammenarbeit zwischen dem Vorbesitzer Klaus-Peter Kohl und dem ZDF, dem Verkauf an den Deutsch-Kasachen Waldemar Kluch und dessen undurchsichtigem Geschäftsgebaren ging es trotz einiger weniger Veranstaltungen und immer wieder neuen Beteuerungen stetig bergab. Kluch hatte das Unternehmen vom Kohl kaufen wollen und es wurde eine Kaufsumme von 1,5 Mio € vereinbart. Die Summe wurde allerdings nicht vollständig beglichen. Ob und wie hoch das Unternehmen damals schon verschuldet und dieser Kaufpreis gerechtfertigt war, lässt sich nur schwer nachvollziehen. Wie damals verlautete, habe man eigentlich nur das Unternehmen, also den Namen „Universum“ verkauft. Zuvor hatte Kohl bereits sämtlichen Universum-Angestellten gekündigt und die alte Trainingshalle in Wandsbek aufgegeben um alle laufenden Kosten zu stoppen. Kohl selbst blieb als Berater nur lose mit seinem Ex-Boximperium verbunden. Völlig undurchsichtig war damals auch, ob die unter Vertrag stehenden Boxer und damit das eigentliche „Kapital“ von Universum noch an ihn persönlich oder das Unternehmen Universum gebunden waren. Als der Name Waldemar Kluch zum ersten mal in diesem Zusammenhang in den Medien auftauchte, war von gewaltigen Investitionen die Rede, die er tätigen wolle und man konnte tatsächlich glauben, dass es nun mir neuem Kapital steil aufwärts gehen würde. Doch von Alledem erfüllte sich nichts. Bis auf ein paar kleinere Veranstaltungen um seine Boxer in Bewegung und den Ranglisten zu halten geschah eigentlich nichts bewegendes. Im Gegenteil: Boxern wurden ihre Börsen vorenthalten und wer auch immer eine Gelegenheit fand, dass sinkende Schiff zu verlassen, nutzte die auch. Bis jetzt noch verbliebene Boxer warten ab, was jetzt geschieht, bzw. beschäftigen bereits Gerichte um aus diesen Verträgen heraus zu kommen.

Waldemar Kluch

Waldemar Kluch

Vor einigen Wochen wurde verkündet, dass Kluch und Kohl sich nun endlich außergerichtlich geeinigt hätten und die anstehende Versteigerung des DIMA-Sportcenters damit abgewendet wurde. Ob diese Einigung freiwillig zustande gekommen und ob tatsächlich alles erledigt ist – daran kann man jetzt zweifeln. Offenbar hat Waldemar Kluch erhebliche Druck auf Klaus-Peter Kohl ausgeübt. Laut einem Bericht der „Bergedorfer Zeitung“ soll es erpresserische Anrufe mit Gewaltandrohung von Kluch an Kohl gegeben haben. Besonders „helle“: Auch per SMS wurde gedroht. Alles über eine russische SIM-Card. Das entsprechende Telefon mit SIM-Card wurden bei einer Hausdurchsuchung in Kluchs Schlafzimmer sichergestellt. Scheinbar war sich Herr Kluch sicher, trickreich gehandelt zu haben. Kluch wurde vom Landeskriminalamt eindeutig als der Absender der SMS ausgemacht. Damit ist zumindest der Tatbestand der räuberischen Erpressung erwiesen. Aber das ist nicht das einzige, was man Kluch zur Last legt. Offenbar steckt er auch als Auftraggeber hinter einem tätlichen Angriff auf einen Freund und Berater von Denis Boytsov, Gagik Kachatryan. Der Ex-Boxer betreibt inzwischen ein Schuhhandelsgeschäft und kümmert sich ein wenig um Boytsovs Steuerangelegenheiten. Offenbar hat es Kluch besonders auf die Palme getrieben, dass Boytsov sich vor Gericht das Recht erstritten hatte, seinem Beruf nachzugehen und bei einer Veranstaltung zu boxen, ohne dabei an Universum gebunden zu sein. Bei diesem Kampf im Februar half Gagik Kachatryan bei der Organisation, was ihm vor einigen Wochen offenbar zum Verhängnis wurde. Er wurde von 2 Osteuropäern überfallen und mit Schlägen auf den Kopf verletzt. Nach seinen Angaben wurde er von Angreifern mit einem mit Stoff umwickelten Baseballschläger drangsaliert, was zu erheblichen Platzwunden am Kopf führte. Im Zusammenhang mit der Festnahme von Kluch wird auch in dieser Angelegenheit ermittelt. Darüber hinaus wurden einige Wohnungen und das DIMA-Sportcenter nach weiteren Beweisen durchsucht. In 2 Anwaltskanzleien wurden Papiere und Dokumente freiwillig heraus gegeben, wodurch sich eine Durchsuchung erübrigte.

Will aus seinem Vertrag raus: Denis Boytsov

Will aus seinem Vertrag raus: Denis Boytsov

Für das Boxunternehem „Universum“ und seine Nachfolgefirmen kann das alles unterm Strich nur das völlige „Aus“ bedeuten. Bereit im Sommer letzten Jahres wurde sowohl von einigen Gläubigern, als auch von Kluch selbst für „Universum“ ein Insolvenzantrag gestellt. Kluch sprach damals davon, dass bis dahin unbekannte Verbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Mio € aufgetaucht seien. Ob das ein Zufall ist oder nicht – diese Summe entspricht ungefähr dem Betrag, den Kluch Kohl noch schuldete. Nach inoffiziellen Angaben belaufen sich die Schulden des insolventen Unternehmens inzwischen aber auf etwa 4 Mio €. Wesentliche Einzelposten sind dabei: Schadensersatzforderung von Denis Boytsov: ca. 500 000 €, Sebastian Zbik, ausstehende Kampfbörse, ca. 200 000 €, Karoly Balzsay, aussehende Kampfbörse ca. 175 000 €, Firat Arslan, ausstehende Kampfbörse ca. 160 000 €, Dimitri Sartison, ausstehende Kampfbörse ca. 125 000 €, Ruslan Chagaev, ausstehende Kampfbörse ca. 90 000 €, Ina Menzer, aussehende Kampfbörse, ca. 25 000 €, Trainer Michael Timm ca. 60 000 € aus Trainertätigkeit, EC – Boxpromotion, ca. 110 000 €, aus Beteiligungen. Wie man diese Summen jemals begleichen will, bleibt im Dunkeln. Besonders seltsam ist, dass beispielsweise im Fall von Sebastian Zbik die Kampfbörse von Sturm Promotion an Universum für den Kampf Sturm vs Zbik vertragsgerecht gezahlt aber höchstwarscheinlich zweckentfremdet genutzt wurde. Es kann auch gut sein, dass die Summe schlichtweg auf ein Universum-Konto gezahlt wurde, dass in tiefroten Zahlen stand und das Geld nun auf “Nimmerwiedersehen” verschwunden ist.

Was bei dieser ganzen Geschichte am undurchsichtigsten zu sein scheint ist die Tatsache, wie hier mit den Boxern umgegangen wird. Es scheint fast so zu sein, dass hier die ursprünglichen Verträge zwischen den Boxern und Universum/Kohl einfach an nachfolgende Firmen weiter gereicht wurden. Ob das überhaupt rechtes ist, wird sicher noch die Gerichte beschäftigen. Wie im Fall von Denis Boytsov zu sehen ist, kam das Landgericht Hamburg zu dem Schluss, dass er seinen Beruf auch ohne „Universum“ ausüben darf. Offenbar war Waldemar Kluch der Meinung, die Verträge der Boxer könne er nach eigenem Belieben an seine Universum-Nachfolgefirmen, wie die „Nord-Ostseebetriebs GmbH“, die „World International Sport Promotion“ oder gar die „Felix Kluch Boxing“ weiter reichen und die ursprünglich an Universum/Kohl vertraglich gebundenen Boxer seien zu behandeln wie eine Handelsware oder krasser ausgedrückt: Wie Leibeigene über die man wie abhängige Arbeitssklaven nach Gutsherrenart herrschen kann, obendrein noch ohne sie zu bezahlen. Es ist kaum anzunehmen, dass man nach diesen letzten Ereignissen damit rechnen kann, dass dieses „Universum“ noch zu retten wäre. Um es deutlich zu sagen „Universum-Boxpromotion“ wurde von Klaus-Peter Kohl zum Erfolg und bis kurz vor den finanziellen Ruin getrieben. Anschließend wurde es von Kluch übernommen und mit kriminellen Methoden endgültig vor die Wand gefahren. Es ist das „Aus“ für das einst ruhmreiche Unternehmen „Universum“ und nur noch eine Frage der Zeit, bis die rechtliche Aufarbeitung abgeschlossen ist. Bleibt nur zu Hoffen, dass die zuständigen Gerichte möglichst schnell Recht sprechen um den eigentlich Leidtragenden, den Boxern, ihre vollständige Freiheit wieder zu geben.

Huck vs. Afolabi III – 8. Juni Berlin Max-Schmeling-Halle

(Quelle: Sauerland-Event, Boxen.com und Eventim.de. Foto: Sauerland-Event)

huck vs afolabi 3Nächstes wichtiges Box-Highlight in Berlin: Der Entscheidungskampf zwischen WBO-Weltmeister Marco Huck (35-2-1, 25 K.o.´s) und Interims-Titelträger Ola Afolabi (19-2-4, 9 K.o.´s) findet am 8. Juni in der Max-Schmeling-Halle in Berlin statt. “Ich bin froh, dass es jetzt endlich so weit ist. Das wird ein Heimspiel für mich”, freut sich Huck auf die dritte Auflage des mit Spannung erwarteten WM-Fights im Cruisergewicht.

Beide Boxer standen sich zum ersten mal im Dezember 2009 in Ludwigsburg gegenüber. Damals setzte sich der von Ulli Wegner trainierte Titelverteidiger gegen den Briten nach zwölf harten Runden mit 115:113, 115:113 und 116:112 knapp nach Punkten durch. Nach “Käpt´n” Hucks Ausflug ins Schwergewicht im letzten Jahr gegen WBA-Weltmeister Alexander Povetkin und Ola Afolabis erneutem Gewinn der Interims-WM im Cruisergewicht kam es im Mai 2012 in Erfurt zum Rematch zwischen Huck und seinem in London geborenen Herausforderer. Nach zwölf zum Teil dramatischen Runden – am Ende konnten sich beide Widersacher kaum noch auf den Beinen halten – werteten die Punktrichter den Fight unentschieden (114:114, 114:114 und 115:113), so dass Afolabi seinen Pflichtherausforderer-Status beim Weltverband WBO behielt.

WBO-Weltmeister Marco Huck will am 8. Juni allerdings für klare Verhältnisse sorgen. “Ola Afolabi ist zwar ein harter Brocken. Doch noch einmal wird er mir das Leben nicht so schwer machen”, hofft der 28-Jährige und kündigt an: “Ich werde ihn klar schlagen, am liebsten durch K.o.!”

Herausforderer Ola Afolabi wird auf diesen Kampf von Fritz Sdunek vorbereitet. Gegenwärtig sind Sdunek und Afolabi in Zinnowitz auf Usedom im Trainingslager, danach geht die Vorbereitung in Hamburg weiter. Bereits eine Woche vor dem Kampf wird sich Afolabi nach Berlin begeben um sich bei „Berliner Luft“ zu aklimatisieren, bevor es zum 3. Auflage von Huck vs Afolabi kommt.

Tickets ab 21 € sind hier zu bekommen:



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Suleyman Dag – Herzlichen Glückwunsch…

sulayman dag… zum heutigen 34. Geburtstag. Der in Boxkreisen gut bekannte Aufbaugegner vieler Boxer hat bereits über 50 Kämpfe bestritten und war dabei 41 mal der Unterlegene. Man verwendet oft den Begriff „Journeyman“ für Boxer, deren Aufgabe es ist für andere Boxer bewusst als Verlierer eingekauft zu werden. Zwar ist im Ring immer alles möglich, doch die Rollenverteilung ist klar, wenn ein Journeyman als „Prüfstein“ für einen aufstrebenden Boxer, nach Niederlagen zum Aufbau oder einfach zum Aufbessern des Kampfrekords für andere Boxer angeheuert wird. Das sind nun mal die nüchternen Fakten und ist im Boxsport so üblich. Oftmals ist es so, dass solche Boxer irgendwann erkennen, dass sie es leistungsmäßig nicht nach ganz oben schaffen können. Dennoch können sie im Rampenlicht stehen und sind durch viele kleine Kämpfe bei ebenso kleinen Börsen oftmals mehr beschäftigt, als die „Großen“ des Boxsports. Um einige Beispiele zu nennen: Bruce Oezbek, der gebürtige Türke war immer zur Stelle wenn ein Aufbaugegner gesucht wurde oder einfach jemand in der passenden Gewichtsklasse ausfiel. Auf diesem boxerischen Karriereweg sind auch der 21-jährige Dominik Ameri, der am Samstag in Koblenz gegen Denis Ronert antreten wird und beispielsweise auch der Tscheche Vladimir Fecko, der in bisher 65 Kämpfen 57 mal der Verlierer war. Bei den Frauen fällt einem in diesem Zusammenhang gewiss zuerst der Name der Bulgarin Svetla Taskova ein, die in 38 Kämpfen gegen Alles was in Europa beim Frauenboxen in den unteren Gewichtsklassen Rang und Namen hat im Ring stand und so manchen Kampf nach Punkten verlor, den sie eigentlich gewonnen hätte. Solche Boxer/innen haben oftmals einen volleren Kalender als diejenigen, die ihre Hoffnung auf große Titel noch nicht aufgegeben haben. Jeder Kampf ist natürlich ergebnisoffen und man kann auch nicht von “gekauften Siegen” sprechen, doch ist es eine gängige Praxis, schon mit der Kampfansetzung ein absehbares Urteil voraus zu sehen.

Auch Suleyman Dag wird am Samstag wieder im Ring stehen. Gegner in seinem 52. Profikampf in Koblenz ist diesmal der 18-jährige Antonio Hoffmann, gegen den er bereits im Dezember 2012 in Köln gekämpft hat. Eine Prognose für diesen Kampfausgang wollen wir uns an dieser Stelle ersparen. Bleibt dennoch die Hoffnung, dass Suleyman Dag dem jungen Boxtalent unter echten Wettkampfbedingungen einiges abverlangt und vor allem selbst gesund bleibt.

Das Team von „BOXENplus.de“ wünscht Suleyman Dag noch einmal zum heutigen Geburtstag alles Gute, Gesundheit und Glück, noch viele für ihn lukrative Kämpfe – es darf ruhig der eine oder andere Sieg dabei sein. Der größte Wunsch dabei ist, dass er irgendwann als gesunder Mann die Boxhandschuhe an den Nagel hängen und sein Geld als erfolgreicher selbstständiger Box-Promoter verdienen kann.

Hier ein TV-Beitrag des WDR über Suleyman Dag, der ein wenig Einblick in das Leben des „Reiseboxers“ gewährt:

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