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Manuel Charr vs Fres Oquendo – Das Heimspiel

WBA-Schwergewichts-Weltmeister Manuel Charr verteidigt seinen Titel am 29.
September in Köln gegen Fres Oquendo

Seit seinem Punktsieg gegen Alexander Ustinov im November 2017 ist Manuel
Charr WBA-Weltmeister im Schwergewicht. Am 29. September steigt der „Diamond
Boy“ in der Kölner Lanxess-Arena zu seiner ersten Titelverteidigung in den
Ring. Sein Gegner ist Pflichtherausforderer Fres Oquendo. Der in Chicago
lebende Puerto Ricaner hat schon mit Legenden wie Evander Holyfield, Chris
Byrd und David Tua im Ring gestanden. Gegen Charr will er sich seinen
Lebenstraum erfüllen und endlich selbst Weltmeister werden.

Charr-vs-Oquendo

„Ich freue mich wahnsinnig auf den Kampf“, sagt Charr. „Seit dem Sieg gegen
Ustinov ist sehr viel passiert. Dass ich jetzt als Weltmeister zu Hause in
Köln vor meinen Fans boxen kann, ist das Größte, was ich mir vorstellen
kann. Fres ist ein sehr starker und erfahrener Gegner, den ich sicher nicht
unterschätzen werde. Ich kenne ihn schon sehr lange und habe immer zu ihm
aufgeschaut. Es wird eine Ehre sein, gegen ihn in den Ring zu steigen.“

Als Oquendo seine Profikarriere 1997 begann, war Charr gerade zwölf Jahre
alt. „The Big O“ galt immer als eins der größten US-Schwergewichtstalente –
genau deswegen gingen ihm vor allem die großen Namen zu Beginn seiner
Karriere aus dem Weg.

Seinen ersten WM-Kampf bestritt Oquendo im September 2003, als er den
damaligen IBF-Weltmeister Chris Byrd herausforderte, der drei Jahre zuvor
sensationell Vitali Klitschko besiegt hatte.

Den Kampf gegen Byrd habe ich eigentlich gewonnen“, erinnert sich Oquendo.
„Ich hätte damals schon Weltmeister sein sollen. Aber die Punktrichter haben
anders entschieden. Das war zwar eine große Enttäuschung, aber was sollte
ich tun? Ich habe weitergemacht und auf meine Chance gewartet.“

Es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass Oquendo Opfer eines
umstrittenen Punkturteils wurde. Im November 2006 kämpfte er vor 10.000 Fans
im legendären Alamodome von San Antonio gegen Ex-Weltmeister Evander
Holyfield.

„Vor dem Kampf hatte ich hohes Fieber und wusste, dass ich nicht bei vollen
Kräften war, aber wenn man die Chance hat, gegen einen der größten Boxer
aller Zeit zu kämpfen, lässt man sich die natürlich nicht entgehen“,
erinnert sich Oquendo. „Aber ich wurde wieder betrogen. Es war einfach
Diebstahl, nichts anderes. Ich habe den Kampf trotz meiner Krankheit
dominiert und hätte gewinnen sollen, aber die Punktrichter entschieden zu
Gunsten des größeren Namens.“

Holyfield bekam daraufhin WM-Chancen gegen Sultan Ibragimov und den
Russen-Riesen Nikolay Valuev, während sich Oquendo wieder in den Ranglisten
nach oben kämpfen musste. Seine Beharrlichkeit zahlte sich aus. Im Juli 2014
boxte der Puerto Ricaner erneut um die Weltmeisterschaft. In Grosny traf er
im Kampf um die vakante WBA-WM auf Ruslan Chagaev. Wieder unterlag er knapp
durch Mehrheitsentscheid.

„Der Kampf fand unter sehr schwierigen Bedingungen statt“, sagt Oquendo.
„Weil meine Frau schwanger war, konnte ich erst am Tag vor der WM anreisen.
Ich landete pünktlich zum Wiegen und hatte natürlich ein extremes Jet Lag.
Trotzdem war ich der bessere Mann. Aber Chagaev war ein persönlicher Freund
des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrov, der die Veranstaltung
ausrichtete und auch zeitweise mit in der Ecke stand. Ich danke Präsident
Kadyrov und seinem gesamten Team für die Gastfreundschaft. Es war eine
unvergessliche Erfahrung, aber ich hätte den Sieg verdient gehabt. Die WBA
sah das genauso und versprach mir einen Rückkampf. Zu dem kam es aber nicht,
weil Chagaev kurz darauf seine Karriere beendete.“

Seitdem wartet Oquendo auf die nächste Chance – und „The Big O“ weiß, dass
es vermutlich seine letzte sein wird. „Ich mache mir da nichts vor. Wir
werden alle nicht jünger“, sagt Oquendo. „Für mich heißt es: Jetzt oder nie!
Ich freue mich, dass Manuel Charr und sein Team mir jetzt endlich den
WM-Kampf geben, der mir zusteht. Das wird mein großer Tag sein, das weiß
ich. Ich mag und respektierte Manuel für alles, was er erreicht hat. Aber
sein Märchen endet am 29. September, und meine Geschichte wird endlich ihr
verdientes Happy End haben.“

Als weiteres Highlight findet ein weiterer WBA Weltmeisterschaftskampf
statt:

Ikram Kerwat vs. Anahi Ester Sanchez – im Leichtgewicht der Frauen.

Die WBA-Schwergewichts-Weltmeisterschaft zwischen Manuel Charr und Fres
Oquendo wird von Global Sports Management & Diamondboypromotion in
Zusammenarbeit mit Roy Jones, Jr.‘s Square Ring Promotions und Bobby Hitz’
Hitz Boxing ausgerichtet. Tickets für den WM-Kampf in der Kölner Lanxess
Arena sind bei www.koelnticket.de unter
www.koelnticket.de/manuel-charr-tickets erhältlich. SKY wird die
Veranstaltung am 29. September live und exklusiv in Deutschland, Österreich
und der Schweiz übertragen.

Translator:
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