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Joana Pastrana verliert IBF-Titel im Minimumgewicht

Die Spanierin Joana Pastrana hat ihren IBF-Titel im Minimumgewicht an Yokasta Valle aus Costa Rica verloren. Der WM-Kampf wurde am Sonntag in der noblen Touristenhochburg Marbella unter freiem Himmel auf der Plaza de Toros de Ruerto Banus ausgetragen. Zuschauer gab es leider sehr wenige. Offenbar hat der Boxsport unter den gutbetuchten Gästen der Stadt einen zu volkstümlichen Charakter.

Nachdem Pastrana den damals vakanten IBF-Titel durch ein äußerst fragwürdiges Heimurteil gegen die Ludwigsurgerin Özlem Sahin zugeschanzt bekommen hatte, verteidigte sie ihn bisher zwei mal. Die dritte Verteidigung sollte ebenfalls gegen eine für sie machbare Gegnerin sein. Yokasta Valle war als Amateurin mittelamerikanische Meisterin. Als Profi absolvierte sie bis zum WM-Fight gegen Pastrana 19 Kämpfe, von denen sie 17 gewann (8 Ko). Sie unterlag in den Jahren 2017/18 in zwei Kämpfen nach Punkten. Dass allerdings in WM-Duellen gegen die Japanerin Naoko Fujioka und die Deutsche Tina Rupprecht. Danach blieb sie eisern am Ball, trainiete hart und besiegte in Panama und ihrer Heimat Costa Rica vier Gegnerinnen.

Offenbar hatte die IBF-Weltmeisterin ihre Gegnerin völlig unterschätzt. Die Herausforderin übernahm von Beginn an die Initiative, bestimmte die Ringmitte und arbeitete schulbuchmäßig mit dem Jab. Sie war ständig in Bewegung und arbeitete mit hoher Schlagfrequenz. Dabei blieb ihr Kinn wie auf der Brust angetackert, um möglichst wenig Wirkungstreffer am Kinn zu riskieren. Die Herausforderin hatte das Kommando im Ring. Pastrana verlor ohne etwas dagegen tun zu können, gleich mal die ersten 3 Runden.

In den nächsten 4 Runden wusste die Titelverteidigerin, dass sie mehr machen musste, wenn sie nicht sang- und klanglos untergehen wollte. Diese Runden waren dann etwas enger. In den letzten 3 Runden konnte „Yoka“ Valle locker bleiben und ihren Punktevorsprung verwalten. Jeder hatte gesehen, dass sie nicht zum Verlieren gekommen war.

Dann das Urteil: Während der Spanier Jose Ignacio Martinez Antunez erwartungsgemäß seine Landsfrau Pastrana mit 96:94 vorne hatte, bewerteten der Belgier Jean-Pierre Van Imschoot und der Deutsche Holger Wiemann den Kampf jeweils mit 93:97 gegen die Weltmeisterin. Der Spanier hatte offenbar einen anderen Kampf gesehen.

Yokasta Valle holte sich endlich den Lohn für ihr jahrelanges hartes Training. Sie gab sich nach den zwei WM-Niederlagen nicht auf und verbesserte ihre Fähigkeiten. Mit dem WM-Titel heim nach Costa Rica zu reisen ist der Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere.

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