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Jake LaMotta – Der „Bronx Bull“ hat den Ring für immer verlassen

Nur wenige Tage vor seinem 96. Geburtstag ist Jake LaMotta, einer der besten Mittelgewichtler vergangener Tage, in Miami gestorben. LaMotta war von 1949-51 Weltmeister im Mittelgewicht und brachte es im Laufe seiner Karriere (1941-54) auf 106 Kämpfe (83 Siege, 19 Niederlagen, 4 Unentschieden).

Jake LaMotta

LaMotta war mit enormen Nehmerqualitäten ausgestattet und für alle seine Gegner ein unbequemer Kontrahent. Wie zu Zeiten seiner Karriere üblich, bekam auch er es mit der amerikanischen (Wett-) Mafia zu tun. Er verlor im November 1947 auf „Weisung“ der Mafia einen Kampf gegen Billy Fox. Das hat er später selbst zugegeben.

Weltmeister wurde LaMotta 1949 mit einem Sieg über Marcel Cerdan. Es ging dabei um den Titel der „National Boxing Association“, dem Vorläufer der heutigen WBA. Bei diesem Kampf hatte der Franzose sich an der Schulter verletzt und musste in Runde 11 aufgeben. Cerdan, der in 115 Kämpfen nur 4x unterlegen war, beendete nach diesem Kampf seine Karriere.

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LaMotta verteidigte seinen Titel 1950 in Detroit gegen den Fanzosen Laurent Dauthuille. Dieser Fight schien verloren zu gehen, weil der Herausforderer 11 Runden lang der bessere Mann im Ring war. In den letzten Runde gab LaMotta dann richtig Gas und schlug Dauthuille in Runde 15 KO. Dieser Kampf wurde vom „Ring-Magazine zum „Fight of the Year“ gewählt. Im Februar 1951 verlor LaMotta den WM-Gürtel an Sugar Ray Robinson.

Robinson und LaMotta standen sich insgesamt 6 mal gegenüer. Beide wurden in New York geboren. LaMotta in der Bronx, Robison in Harlem. Ihre erste Begegnung im Profiboxen hatten sie im Oktober 1942 / Madison Squre Garden. Robinson gewann nach Punkten. Im Februar 1943 folgte der 2. Kampf. Diesmal in Detroit, wo LaMotta Robinson nach Punkten besiegte und damit nach 40 Siegen die erste Niederlage bescherte. Nur 3 Wochen später kam es erneut zu einer Revange an gleicher Stelle. Auch diesmal siegte Robinson nach Punkten. Im Februar 1945 revangierte sich Robinson auch vor dem Publikum im MSG New York und besiegte LaMotta erneut nach Punkten. Im September gingen beide Boxer nach Chicago um dort noch einmal gegeneinander anzutreten. Diesmal gab ein Punktrichter LaMotta den Sieg. Die beiden Anderen hatten Robinson vorne. Man sagt, dass zu dieser Zeit die Mafia bei den Kämpfen / Urteilen die Hände im Spiel hatte. Den 6. und letzten Kampf gegen Sugar Ray Robinson gab es im Februar 1951 in Chicago, wo LaMotta seinen WM-Gürtel durch ein TKO 13 an Robinson verlor.

Nach dem Verlust seinen WM-Gürtels absolvierte LaMotta bis 1954 noch weitere 10 Kämpfe und hing seine Handschuhe mit 31 Jahren und 115 Kämpfen „auf der Uhr“ an den Nagel. Sein Leben wurde 1980 mit Robert de Niro in der Hauptrolle verfilmt. Er war 1990 einer der Ersten, die in die „International Boxing Hall of Fame“ aufgenommen wurden. Jake LaMotta war insgesamt 7x verheiratet und wurde Vater von 6 Kindern. Bis ins hohe Alter war er ein Vorbild für den Boxnachwuchs. Zuletzt lebte Jack LaMotta in einem Pflegeheim in Miami, wo er am 19. September 2017 an einer Lungenentzündung verstarb. Der „Bronx Bull“ hat den Ring für immer verlassen. Möge er in Frieden ruhen.

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