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Hector „Macho“ Camacho – 5. Todestag einer Boxsportlegende

Am 24. November ist der 5. Todestag von Hector „Macho“ Camacho. Der am 24. Mai 1962 in Bayamon / Puerto Rico geborene Boxer starb mit genau 50 ½ Jahren in seiner Heimatstadt, nachdem er ein paar Tage zuvor durch eine Kugel schwer verletzt wurde. Camacho war in seiner Jugend Amateurboxer. Er absolvierte 100 Kämpfe, von denen er 96 gewann. Mit 18 Jahren wurde er Profiboxer und stand in den folgenden 30 Jahren insgesamt 88x im Ring. Er gewann 79 Kämpfe (38 KO), verlor 6x nach Punkten und boxte 3x unentschieden. „Macho“ Camacho war innerhalb und außerhalb des Rings einer der auffälligsten Akteure seiner Zeit. Er war Vater von 4 Söhnen, von denen einer, Hector Camacho jr, ebenfalls Profiboxer wurde.

Hector Camacho war das jüngste von 5 Kindern. Nachdem sich seine Eltern getrennt hatten, zog seine Mutter mit den Kindern nach New York, wo Hector zusammen mit seinen Geschwistern in Spanish Harlem aufwuchs. Er geriet auf den Straßen New Yorks in Schwierigkeiten. Es gab Straßenkämpfe und er landete mit 15 Jahren zum ersten mal im Gefängnis. Einer seiner Lehrer, Pat Flannery, kümmerte sich intensiv wie ein Ersatzvater um ihn. Er brachte ihm nicht nur das Lesen bei, sondern erkannte auch sein sportliches Potential. Flannery begleitete Camacho zum Karate- und Boxtraining. Es stellten sich sehr schnell Erfolge ein: Camacho gewann Wettbewerbe, u.a. 3x den „Golden Glove New York“. Letztendlich waren es auch seine Erfahrungen und ein paar fiese Straßenkämpfer-Tricks, die er sich dabei zunutze machte.

Mit den erstklassigen Leistungen als Amateur lag es für Camacho auf der Hand, das Boxen zu seinem Beruf zu machen. Er durchlief einen schnellen Aufstieg in den Rankings, wurde WBC-Champion im Superfedergewicht und später auch WBC-Weltmeister im Leichtgewicht. Als 1988 der puerto-ricanische Verband WBO gegründet wurde, war er der erste Champ im Halbwelter. Seine erste Niederlage kassierte er 1991 in seinem 39. Kampf gegen Greg Haugen, den er nur 3 Monate später im Rematch besiegte und dabei seinen WBO-Gürtel zurück eroberte.

In späteren Jahren wurde Camacho Champ des Verbandes „International Boxing Council“ (IBC) im Weltergewicht und Mittelgewicht. Neben seinen vielen Siegen stehen bei Camacho auch einige Punktniederlagen gegen hervorragende Boxer wie Julio Cesar Chavez, Felix Trinidad und Oscar de la Hoya zu Buche. Er schickte seinerseits andere Top-Boxer wie Sugar Ray Leonard und Roberto Duran in Rente. Seinen letzten, wenn auch kleinen Gürtel (WBFound International), holte er 2008 im Halbmittelgewicht gegen Perry Ballard. Danach gab es 2009 noch ein Unentschieden und 2010 eine Punktniederlage.

Während seiner Karriere fiel Camacho nicht nur durch seinen beweglichen und unberechenbaren Boxstil, sondern auch durch seine recht schrillen Outfits auf. Seine Verkleidungen beim Einmarsch als römischer Legionär, Indianerhäuptling oder Feuerwehrmann u.v.m. waren schon besonders „speziell“. Diese Art sich zu kostümieren wurde u.a. mehr oder weniger erfolgreich von Boxern wie Bernard Hopkins (The Executioner / The Alien) oder auch Arthur Abraham (Schlumpf / King) übernommen.

Zu dieser Zeit war „Macho“ Camacho schon längst auch außerhalb des Rings in den USA eine bekannte Größe. Er versuchte sich als Sänger und Schauspieler. Es gab auch diverse Auftritte in bekannten TV-Shows. Gleichzeitig sorgte er für andere Schlagzeilen. Er wurde in Puerto Rico überfallen, wobei auf ihn geschossen wurde. Er stand 2005 wegen Einbruch vor Gericht und wurde in erster Instanz zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt. Ein anderer Richter reduzierte die Strafe auf ein Jahr auf Bewährung. Schließlich musste er 2 Wochen absitzen, weil er gegen die Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Im Jahr 2011 soll er einen seiner Söhne geschlagen haben. Das Verfahren deswegen stand zum Zeitpunkt seines Todes noch aus. Es gab auch einige andere Delikte, die meistens im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenkonsum waren. Er soll u.a. versucht haben, ein M16 Sturmgewehr durch den Zoll zu schmuggeln. Das sowas schief gehen kann, sollte eigentlich klar sein. Zumindest wenn man nüchtern ist.

Camachos Schicksalstag war Dienstag, der 20. November 2012. Es passierte in seiner Heimatstadt Bayamon / Puerto Rico. „Macho“ saß auf dem Beifahrersitz eines Ford Mustang. Am Steuer saß ein Jugendfreund Camachos, Adrian Moreno. Der Wagen stand geparkt am Straßenrand. Aus einem vorbei fahrenden SUV heraus wurde auf Beide geschossen. Die Polizei fand das Auto der Täter nach einer Verfolgungsjagd verlassen vor. Moreno war sofort tot. Camacho wurde an der linken Gesichtshälfte getroffen. Die Kugel durchschlug seine Halswirbelsäule, verletzte seine Halsschlagader und blieb in der rechten Schulter stecken. Er kam in ein Krankenhaus und wurde nach besten Möglichkeiten versorgt. Der Blutfluss zu seinem Gehirn war zeitweise unterbrochen, bzw. behindert. In der folgenden Nacht kam es zu einem Herzstillstand. Er wurde reanimiert, doch die Ärzte waren sich einig, dass nur noch eine sehr geringe Gehirntätigkeit vorhanden war. Am darauf folgenden Morgen wurde sein Hirntod festgestellt. Seine Mutter bestimmte, dass alle lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt werden sollen, sobald die Söhne Camachos in Puerto Rico bei ihrem Vater eingetroffen sind. So geschah es dann auch. Hector Luis Camacho Matias starb im Beisein seiner nächsten Angehörigen am 24. November 2012.

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Auf Wunsch der Mutter wurde der Leichnam Camachos nach New York überführt. Zuvor stand der Sarg 2 Tage lang in Puerto Rico, wo hunderte Freunde und Boxfans von ihm Abschied nahmen. Camacho wurde am 1. Dezember auf dem „Saint Raymond“ Friedhof in der Bronx beigesetzt. Zuvor gab es einen Gottesdienst in der „Saint Helena“ Kirche in Manhatten. In East Harlem fand eine Parade zu seinen Ehren statt. Auf seinem letzten Weg die First Avenue hinauf wurde der Leichenwagen von 2 weißen Pferden gezogen. Sein Sarg war mit der Flagge Puerto Ricos geschmückt. Neben seiner Familie, seinen Freunden und zahllosen Boxfans waren auch Dutzende pensionierte und aktive Boxer auf dem letzten Weg Camachos dabei.

Hier ein Clip:

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Auch nach seinem Tod wurde Hector Camacho von vielen Seiten für sein boxerisches Können gelobt. Der frühere WBC-Präsident Jose Sulaiman sagte, dass Camacho das Boxen zu seiner Zeit revolutioniert habe. Der Präsident der WBO, Francisco Valcartel, würdigte Camacho als einen der besten puerto-ricanischen Boxer aller Zeiten. Ed Brophy, Direktor der „International Boxing Hall of Fame“ würdigte Camachos besonderes Talent, die Zuschauer zu begeistern. Das nicht nur wegen seines Boxstils, sondern weil er es verstand, die Massen schon während seines Einmarschs in den oftmals extravaganten Kostümierungen in seinen Bann zu ziehen.

Hector Camacho wurde im Juni 2016 in die „International Boxing Hall of Fame“ aufgenommen. Er war nicht nur ein erfolgreicher und ganz besonderer Boxer, sondern gilt auch als eine Ikone der Popkultur seiner Zeit.

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