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Elina Tissen vs Goda Dailydaite – Endgültiges Aus für den Kampf ?

Goda Dailydaite

Goda Dailydaite

Was gab es nicht alles für undurchsichtige Meldungen in den letzten Monaten! Es ging um die Titelverteidigung von Elina Tissen. Gegenstand der Begierde: Die WIBF- und GBU-Titel im Federgewicht. Wie wir bereits vor einigen Wochen berichteten, sollte Goda Dailydaite als Pflichtherausforderin gegen die Titelträgerin um diese Gürtel kämpfen. Was dann geschah, ist fast unglaublich. Erst wird mit -zig Extrawünschen der Vertragsabschluss gezielt torpediert und dann verstreicht der vorgesehene Kampftag, ohne das irgend eine Einigung erzielt wird. Das Management von Elina Tissen bezeichnet den Vertrag, in dem ihr schon in mehr als 20 Punkten entgegen gekommen wird, als nicht unterschriftsfähig. Letztendlich geriet man sogar darüber in Streit, unter Aufsicht welchen Verbandes der Kampf stattfinden soll.

Der 27. April ist also vergangen, ohne das der angedachte Kampf zustande kam. Dieser Termin wurde regelrecht „ausgesessen“. Damals äußerte sich Jürgen Lutz (WIBF und GBU) wie folgt: „Es war alles abgesprochen, alle Forderungen sind erfüllt worden. Wenn ich dann noch so rumeiere, will ich den Kampf nicht. Vielleicht weil ich vor irgendwas Angst habe. Vielleicht vor der Gegnerin.“ So weit – so gut. Das Tissen-Team stellte in Aussicht, am 1. Juni in Essen um einen ihrer GBC-Titel boxen zu wollen. Natürlich nicht gegen Dailydaite, sondern gegen eine andere Gegnerin. Hier tritt allerdings nicht zum ersten mal ein Phänomen auf, dass man wie folgt beschreiben kann. „Das Eine sagen und das Andere machen“. Behauptet wurde, dass Tissen angeblich „darauf brennen“ würde, gegen Dailydaite zu kämpfen – soweit die Worte. Die Taten sprechen allerdings eine andere Sprache. Das Tissen-Team hat in Wirklichkeit alles Machbare getan um den Kampf zu verhindern. Statt Dailydaite als Gegnerin wurde nun Doris Köhler für den Kampf am 1. Juni verkündet. Witzigerweise ist auch bei den Verbänden WIBF und GBU ein Sinneswandel eingetreten und man kämpft nun um 3 Titel: WIBF, GBU und GBC – Federgewicht.

Man beachte, dass sie bereits vor einem Jahr gegen Köhler gekämpft hat und damals einen sicheren Sieg „locker runter boxen“ konnte. Köhler ist also die geeignetere Kandidatin, wenn es für die 5-fach „Superweltmeisterin“ mit tollem Trainer und Management darum geht, gleich mal 3 Titel zu verteidigen. Die hatte sie ja bestens im Griff – also weshalb denn gegen eine Boxerin antreten, die gefährlich werden könnte, wenn es auch einfacher geht ? Die Zuschauer in Essen, die in die Eissporthalle kommen, wollen höchstwahrscheinlich in der Mehrzahl ohnehin nur Bihes Barakat boxen sehen. Der „Hauptkampf“ zwischen Köhler und Tissen wird dabei sicher nicht stören und dem Essener Publikum wird es auch relativ egal sein, gegen wen „Elin the Machine“ boxt. Vielleicht sollte ihr auch jemand dazu raten, mit Köhler eine Dauerabo für die nächsten 10 Titelverteidigungen abzuschließen, vielleicht bekommt man dann ja Rabatt oder Köhler boxt den 10. Kampf umsonst.

Bemerkenswert sind allerdings auch die neuesten Meldungen, die über diesen anstehenden Kampf im Internet zu lesen sind. Da wird Stein und Bein behauptet, dass Elina Tissen unverschuldet in die Situation kam, dass sie nicht fristgerecht gegen Dailydaite um ihre Federgewicht-Titel boxen konnte. Was für ein Witz! Ihr Team war es doch, dass mit aller Macht den Kampf verhindert hat und nicht umgekehrt. Jetzt auf einmal „hatten die Weltverbände ein Einsehen und haben die Frist bis zum 1. Juni verlängert“. Wie schön! Aber warum heißt die Gegnerin nun Doris Köhler und nicht Goda Dailydaite? Aber es kommt gleich noch besser. Zitat: „Somit werden auch alle Spekulationen und falschen Presseberichte widerlegt, aus denen zu entnehmen war, dass Ina Menzer um die WIBF-Krone in ihrem Abschiedskampf boxen würde.“ Hallo ? Wer hat denn jemals beim Tissen-Management angefragt, ob sie für den Abschiedskampf von Ina Menzer überhaupt in Frage käme ? Niemand ! Das wird jetzt so hingestellt, als wäre es ein Versäumnis vom Menzer-Team. Die Realität ist aber, dass Elina Tissen als Gegnerin für diesen Abschiedskampf gar nicht in Betracht gezogen wurde, sondern man schon lange Gody Dailydaite als die anspruchsvollere Gegnerin im Auge hatte. Tissen spricht von einem „Missmatch“ zwischen Menzer und Dailydaite und Dailydaite hätte „nicht den Hauch einer Chance gegen so eine erfahrene Boxerin wie Menzer zu bestehen“. Da ergibt sich doch mal die Frage, welcher der Tissen-Kämpfe kein Missmatch war. Gewiss ihre Niederlagen gegen die damalige Debütantin Nadia Raoui oder gegen Esther Piri. Vielleicht noch ihr Kampf gegen Stacey Reile, den sie entgegen der total übertriebenen Punktewertung nur mit „Ach und Krach“ gewann. Alles andere waren Kämpfe auf „Nr. sicher“ gegen schwache Gegnerinnen, die zum Verlieren eingekauft waren – so wie der jetzt am 1. Juni bereits zum zweiten mal Doris Köhler.

Es stellt sich die Frage, weshalb Trainer und Management so wenig Vertrauen in Elina Tissen haben. Man wählt den Weg des geringsten Risikos und will das Ganze dann als großen Kampf verkaufen. Den tatsächlich „großen Kampf“ wollte man aber nicht riskieren und hat alles getan um ihn zu verhindern. Elina Tissen hat schon gezeigt, dass sie eine gute Boxerin ist, die sich boxerisch zu ihrem Vorteil entwickelt hat. Vielleicht erkennt das Management in Zukunft mal, dass es nicht besonders klug ist und auf Dauer nichts bringt, die Öffentlichkeit und die Zuschauer verklapsen zu wollen. Zahlende Zuschauer wünschen sich spannende Kämpfe, aber keine Ansetzungen, bei denen Sieg und Niederlage von vorn herein feststehen.

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