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Johannes Passehl

Jürgen Brähmer, Arthur Abraham – Tickets für den 24. August, Schwerin

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Die ersten beiden Kämpfer für den 24. August in Schwerin stehen fest: Jürgen Brähmer boxt gegen den Italiener Stefano „The Hammer“ Abatangelo [17(6)-2-1] und Arthur Abraham gegen Willbeforce „Black Mamba“ Shihepo [20(15)-6(1)-0] aus Namibia. Veranstaltungsort ist die Sport- und Kongresshalle Schwerin, fast bei Brähmer zu hause sozusagen.

Für Jürgen Brähmer ist das die 2. Titelverteidigung. Er hatte den EM-Titel zum Jahresanfang gegen Eduard Gutknecht gewonnen und mit einem spektakulären KO-Sieg gegen Tony Averland verteidigt. Brämer steht hierbei unter zugzwang und muss unbedingt siegen, ansonsten ist auch sein Pflichtherausforderungsrecht gegen WBO-WM Cleverly dahin.

Für Arthur Abraham wird es ein Kampf gegen den ehemaligen WBO-Afrika-Champ Shihepo, der ebenfalls wie Abraham im WBO-Ranking vertreten ist. Nachdem ein 3. freiwilliger Kampf gegen Robert Stieglitz jetzt erst einmal auf Eis zu liegen scheint, ist es durchaus nicht auszuschließen, dass Abraham versuchen wird, sich erneut als Pflichtherausforderer für einen Kampf gegen WBO-Weltmeister zu qualifizieren. Nicht auszuschließen wäre für Abraham danach ein erneuter Kampf um den WBO-Europameister-Titel. Derzeitiger Träger ist der Serbe Geard Ajetovic.

Karten für den Boxabend in Schwerin gibt es bei Eventhim. Einfach auf der Seite „Boxen Schwerin“ eingeben und los gehts. Die Ticketpreise beginnen bei 18 €.

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Karo Murat – Keine Einreise in die USA

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(Text: Sauerland Event)

Nach Visa-Problemen muss sich der IBF-Pflichtherausforderer länger gedulden

Eigentlich sollte Karo Murat (25-1-1, 15 K.o.´s) am 13. Juli im Barclays Center in New York gegen die lebende Box-Legende Bernard Hopkins (53-6-2, 32 K.o.´s) antreten. Doch daraus wird erst einmal nichts. Grund dafür sind Visa-Probleme beim 29-jährigen IBF-Pflichtherausforderer. Nachdem die US-Botschaft in Berlin den Einreiseantrag vorläufig abgelehnt hat, muss die Homeland Security – sozusagen das Ministerium für innere Sicherheit der Vereinigten Staaten – über die Visa-Erteilung für den Halbschwergewichtler entscheiden. Da die Bearbeitung solcher Vorgänge im Regelfall einige Zeit in Anspruch nimmt, wurde die Veranstaltung in den USA erst einmal abgesagt. Die Enttäuschung bei Murat, der zurzeit auf Mallorca trainiert, ist natürlich riesengroß. “Ich hatte jetzt schon seit drei Monaten für den Kampf trainiert. Ich glaube, ich brauche keinem Menschen zu erklären, wie traurig ich bin”, so der in Berlin lebende Boxprofi. Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer: “Eine Erteilung des Visums bis zum 13. Juli war nicht möglich. Wir werden versuchen, den Kampf zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.”​
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Soweit die offizielle Mitteilung von Sauerland – Event. Ob das allerdings die ganze Wahrheit ist? Man weiß es nicht. Zweifel kommen spätestes dann auf, wenn man daran denkt, dass Karo Murat in den USA völlig unbekannt ist. Der “Fahrplan” kann auch ganz anders aussehen: Murat wird abgefunden. Hopkins kämpft und verliert gegen Cleverly und dann hofft man bei Sauerland auf Brähmer … Aber das Alles ist reine Spekulation.

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Robert Stieglitz auf SAT1 – Kartenverkauf für Dresden hat begonnen

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Das SES-Boxevent für den Privatsender SAT1 nimmt so langsam Gestalt an. Neben Hauptkämpfer Robert Stieglitz, der gegen den Japaner Yozo Kiyota [23(21)-3(1)-1] kämpfen wird, sind als Heimboxer weitere SES-Stars vertreten. Bisher sind Lukas Konecny, Christina Hammer, Ramona Kühne und Robin Krasniqi benannt, die Gegner werden noch bekannt gegeben. Damit bietet SES einen Kampfabend an, von dem man allerhand erwarten kann. Hier zahlt sich aus, dass man in Magdeburg nicht nur auf einen Einzelkämpfer setzt, sondern als Boxstall eine ganze Palette guter Boxer und Boxerinnen zur Verfügung hat um einen Boxabend zu gestalten. Eigentlich sind diese Boxer/innen alle miteinander, aber auch einzeln so attraktiv, dass man um sie als Hauptkämpfer herum einen Boxabend gestalten könnte.

Tickets ab 18,60 € für diesen Boxabend in der Dresdner Energieverbundarena gibt es ab sofort. Einfach bei Eventhim oben bei der Suche „Boxen Dresden“ eingeben und los gehts.

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„Team Deutschland“ geht am 28. Juni in Halle den Start! Erste Titelverteidigung für Dominic Bösel

Text und Fotos: SES Magdeburg

1. Titelverteidigung für Dominic Bösel gegen den Hallenser Lokalmatadoren Chris Mafuta
+ + + WBO Juniorenweltmeisterschaft im Halbschwergewicht + + +
+ + + 28. Juni 2013, Maritim Hotel Halle / SPORT1 live 22:15 Uhr + + +

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WBO-Juniorenweltmeister Dominic Bösel (11-0-0, (4 K.o.’s)) aus Freyburg (Unstrut) wird nur mit zwei Wochen Verspätung, am 28. Juni 2013 im Maritim Hotel Halle/Salle seinen WBO-Titel im Halbschwergewicht zum ersten Mal verteidigen. Wegen des Hochwassers in Sachsen-Anhalt war der ursprüngliche Veranstaltungsort, die Stadthalle Weißenfels, in Mitleidenschaft gezogen. „Die Elbe- und Saale-Flut hielt in den letzten Tages das gesamte Land in Atem. In diesen Momenten konnte niemand an Boxen denken“, sagte Ulf Steinforth. Mit Halle an der Saale sei jedoch ein Ort gefunden wurden, den die Fans von Dominic Bösel ebenso schnell erreichen könnten. Einen Vorteil verspricht sich nun der Herausforderer, der Hallenser Chris Mafuta (12-3-0 (6)). Der Lokalmatador will seine Fans in der Saalestadt mobilisieren, um Rückhalt für den Kampf zu bekommen. Es wird also im Hauptkampf dieser SES-Boxgala, der WBO-Juniorenweltmeisterschaft, zum einem sachsen-anhaltischen Duell kommen. Der erst 23-jährige Dominic Bösel hatte am 2. März in Potsdam den WBO-Junioren-WM-Titel gegen den ungeschlagenen Harut Sahakyan aus Koblenz gewonnen. „Jetzt freue ich mich auf die erste Titelverteidigung. , und dass ich diese in meiner Heimatregion absolvieren kann ist ein echter Knüller. Außerdem bin ich sehr stolz darauf, Kapitän des „Team Deutschlands“ zu sein“, sagte Dominic Bösel .

„Ich bin sehr stolz auf meinen Titel und ich werde ihn nicht mehr hergeben. Ich respektiere meinen Gegner Chris als guten Boxer, aber ich brauche ich auch nicht stark zu reden. Ich fühle mich sehr sicher“, sagte Dominic Bösel während der ersten Pressekonferenz im Vorfeld des Kampfes. Sein Coach Dirk Dzemski sagte: „Ich bin sehr stolz auf Dominic. Er hat eine gute Entwicklung hingelegt. Er ist fleißig im Training und deshalb zu Recht Team-Kapitän. Er ist ein Beispiel für die anderen. Chris ist immer bereit für einen guten Kampf. Ich denke, Dominic ist der Bessere.“ Weiterlesen

Susi Kentikian vs Carina Moreno 2 – 6. Juli Dortmund, Westfalenhalle

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Zur von Susi Kentikian lang ersehnten Neuauflage ihres Kampfes gegen Carina Moreno kommt es nun endlich am 6. Juli. Nachdem der Kampf schon im Februar stattfinden sollte und mehrmals seitens Moreno zu- und wegen Verletzung wieder abgesagt wurde, scheint nun die Knieverletzung Morenos verheilt zu sein und der 2. Kampf der beiden Fliegengewichtlerinnen um den WBA-Titel kann stattfinden.
In der ersten Begegnung am 1. Dezember 2012 ging der Punktsieg knapp an Moreno. Die Wertung von 2x 94:96 und 97:93 war der 2. Schock für Susi Kentikian, nachdem sie bereits im Mai gegen Melissa McMorrow mit 95:95 und 2x 96:94 das Nachsehen hatte.

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Die Niederlage im ersten Kampf gegen Moreno war um so verwunderlicher, wenn man berücksichtigt, dass Carina Moreno in letzten Kämpfen vorher nur einen von 5 gewinnen konnte. Sie war 2012 gegen Sindy Amador in einem 6-Runden-Kampf klar unterlegen und verlor im September knapp gegen Irma Sanchez in Mexiko im Kampf um den WBF-Titel. Man war sich beinahe darüber einig, dass ihre beste Zeit als Boxerin vorbei wäre.

Für Susi Kentikian ist jetzt die Gelegenheit, wenigstens einen ihrer ehemals 3 WM-Titel zurück zu erobern. Mit fast noch mehr Spannung wird ein weiterer Rückkampf gegen Melissa McMorrow erwartet, die jetzt unter der Flagge des Magdeburger SES-Boxstalls kämpft und sich zwischenzeitlich mit einer Energieleistung gegen Nadia Raoui behaupten konnte. Der Weg zurück an die Weltspitze wird für Susi Kentikian sicher schwerer sein, als er es noch vor Jahren gewesen wäre, weil es mittlerweile mindestens ein Dutzend Boxerinnen in dieser Gewichtsklasse gibt, die nicht nur konditionell mithalten, sondern auch technisch auf hohem Niveau boxen können.


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Hattersheim und Hameln – 2 regionale Boxveranstaltungen mit guter Besetzung

10.boxnacht.bd470Am kommenden Samstag, dem 15. Juni wird es mit Hattersheim/Frankfurt und Hameln/Hannover gleich 2 gut besetzte Boxveranstaltungen geben. Da die Veranstaltungsorte mit ca. 300 km recht weit auseinander liegen, sollte es vom Zuschauer-Einzugsbereich her keine Kollisionsschwierigkeiten geben. Beide Veranstaltungen versprechen von den Ansetzungen her ein anspruchsvoller Boxabend zu werden.

In Hattersheim wird es wohl die letzte Veranstaltung dieser Reihe werden, weil die Veranstalter offenbar aus Altersgründen nicht mehr weiter machen wollen und dem traditionsreichen Veranstaltungsort demnächst der Abriss droht. Dafür hat man seitens der Veranstalter versprochen, dass es ein besonderer Abend wird. Scheinbar fest steht schon einmal, dass Manuel Charr antreten wird, der nach seinem vorläufig abgesagtem Kampf gegen David Haye nun zwangsläufig die Zeit hat, statt in England gegen Haye nun in Hattersheim gegen den Ukrainer Oleksiy Mazikin zu boxen. Mazikin war im Jahr 2000 immerhin Olympiateilnehmer und musste sich nur dem späteren Olympiasieger Audley Harrison geschlagen geben. Weitere gute Kämpfe kann man von Enad Licina und einigen anderen namhaften Boxern erwarten, die wie Vino Vendetta nicht zu erste mal in Hattersheim antreten. Leider gibt es immer wieder Unsicherheiten und Umbesetzungen. Bis vor Kurzem sollte noch Jessica Balogun kämpfen, deren Kampf nun leider von der Liste verschwand. Auch Klara Svenson steht auf der Fightcard, allerdings nur für einen 8 Runden- und keinen WM-Kampf. Ob es tatsächlich einen Frauenkampf geben wird und wer den bestreitet, wird sicher noch abzuwarten sein. Der Name Bintou Schmill ist ebenfalls schon gefallen – was für Frauenboxfreunde ein „Geheimtipp“ wäre. Auf jeden Fall werden für Hattersheim Überraschungen und Knaller versprochen. Wenn es tatsächlich die letzte Veranstaltung dieser Serie ist, wird es sicher noch einen überraschenden Höhepunkt geben, der vorher noch nicht bekannt gemacht wird.

hamelnAuch in Hameln werden die Zuschauer im „Alten Hallenbad“ auf ihre Kosten kommen. Unter vielen Anderen wird der IBF-Interconti-Titelträger Ünsal Arik im Supermittelgewicht einen 8 Runden-Kampf gegen den Bosnier Slavisa Simeunovic bestreiten. Man darf gespannt sein, ob Arik zu seinen bisherigen 18 vorzeitigen Siegen einen weiteren dazu fügen kann. Aufbaukämpfe bestreiten der Schweriner Artur Gaserjan und der Hamburger Alexander Runde, die beide bisher jeweils 2 vorzeitige Siege auf ihrem Konto haben. Ebenfalls mit von der Partie ist Florian Wildenhof, der von dem jungen Tschechen Vladimir Riha geprüft wird. Gelingt Wildenhof hier ein weiterer Sieg, steht ihm demnächst vielleicht am 6. Juli ein 2. Kampf gegen den „Sturm-Promotion“-Boxer Mike Keta bevor, den er 2011 nach Punkten schlagen konnte. Weitere gute Kämpfe werden den Boxabend in Hameln abrunden. Einziges Manko: Es ist kein Frauenkampf dabei.

Marco Huck spendet und sammelt für Flutopfer

Auch als Nicht-unbedingt-Huck-Fan muss man anerkennen: Marco Huck hat nicht nur im Boxring Sympatie-Punkte gesammelt, sondern setzt sich auch keine 24 Std. nach seinem WM-Kampf für die Opfer der Naturkatastrophe ein.

Bilder: Pressebüro Schrödter
Text: Sauerland-Event

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WBO-Champion und sein Team spenden für die Hochwassergeschädigten

Die Erleichterung war Marco Huck nach seiner souveränen Titelverteidigung gegen Ola Afolabi deutlich anzumerken. Doch auch in der Stunde des Erfolges galten die Gedanken des WBO-Weltmeisters am späten Samstagabend den vielen Hochwasseropfern in Deutschland. “Ich habe heute sehr viel gewonnen. Aber so richtig kann ich mich dennoch nicht freuen, weil so viele Leute aufgrund des Hochwassers wirklich alles verloren haben”, sagte der 28-Jährige nach seinem Kampf. “Ich möchte nur sagen: Mit meinem Herzen bin ich bei euch.”

Seinen Worten ließ Huck sogleich Taten folgen und spendete noch im Boxring der Berliner Max-Schmeling-Halle die stolze Summe von 10.000 Euro. Am Sonntagabend machte sich der WBO-Cruisergewichts-Champion dann nach Leipzig auf, um bei der vom MDR Fernsehen organisierten Spendengala “Gemeinsam gegen die Flut” mitzuwirken. In der von Inka Bause und Axel Bulthaupt moderierten Sendung verkündete der Schützling von Erfolgscoach Ulli Wegner, dass sein Team, Sauerland Event, den Betrag noch einmal verdoppeln werde.

MDR Spenden Show Gemeinsam gegen die Flut zugunsten der Hochwasser Opfer aus der Media City Leipzig

Zudem saß der Weltmeister am Spendentelefon und nahm die Anrufe der Zuschauer entgegen. Zusammen mit Prominenten wie Katarina Witt, Ute Freudenberg, Linda Hesse, Sebastian Krumbiegel, Henry Maske, Peter Maffay, Peter Escher, Florian Silbereisen, Gunther Emmerlich und Frank Schöbel sammelte er Spenden in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro ein. Diese werden laut des Mitteldeutschen Rundfunks über das Deutsche Rote Kreuz, Caritas, Diakonie, Volkssolidarität, Johanniter, Malteser, Arbeiter-Samariter-Bund und Arbeiterwohlfahrt verteilt.

Die Spendenhotline “Gemeinsam gegen die Flut” ist übrigens noch bis zum 14. Juni geschaltet. Die Nummer lautet: 01802- 25 25 30 (ein Anruf aus dem Festnetz kostet 6 Cent, Anrufe über die Mobilfunknetze können mehr kosten, max. 42 Cent pro Minute).

Frau Dr. Theiss und Mladen Steko rudern zurück

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Foto: ovb-Heimatzeitung

Nach der für sie im ersten Moment nicht zu fassenden Niederlage gegen die Russin Olga Stawrowa und in dem Zusammenhang einigen verbalen Ausrutschern danach, haben sowohl Frau Dr. Christine Theiss als auch ihr Trainer Mladen Steko gemerkt, dass sie sich etwas im Ton vergriffen haben. Man sagt zwar immer, dass unter Stress gewöhnlich die Wahrheit unverblümt heraus kommt, wie jemand wirklich denkt, aber im Zusammenhang mit der WM-Niederlage von Theiss kam da wohl einiges etwas zu heftig. Manche Dinge muss man sicher nachsehen und kann gerade rücken, was gerade zu rücken geht.

Allerdings bleibt einiges Gesagte trotzdem unverständlich. Offenbar war das Gefühl, verloren zu haben völlig neu und deshalb war der Umgang damit nach 22 Siegen in den ersten Momenten nicht gerade von hellstem Geist erfüllt. Theiss bezeichnete ihre Gegnerin als „Schafsgesicht“ – oha, heftig. Gemeint sein sollte eine andere Umschreibung, auf die sie angeblich in der ersten Aufregung nicht kam. Stawrowa sein ein „Wolf im Schafspelz“ – also harmlos wirkend, aber gefährlich. Nun ja, Frau Theiss, gerade noch mal die Kurve gekriegt.

Ein wenig heftiger waren allerdings die ersten Äußerungen von Trainer Steko, der scheinbar noch schlechter mit dem Punkturteil umgehen konnte als Theiss. Nach der Niederlage von Christine Theiss bezeichnete er das Urteil als „Witz” und bemängelte obendrein, dass kein deutscher Punktrichter im Kampfgericht saß. Diesen Auftritt hat Steko jetzt im Nachhinein bedauert. „Das war unsportlich von mir, ich war so in den Emotionen gefangen, dass ich Schmarrn geredet habe, dafür will ich mich entschuldigen. Ich hätte spätestens nach dem Cut den Kampf stoppen sollen.” – Wie wahr Herr Steko. Es war im Übrigen auch kein Russe als Punktrichter vertreten, der Frau Dr. Theiss hätte übellaunig schaden wollen. Grundsätzlich untermauert Letzteres aber den Verdacht der Vorteilgewährung – das kann nicht im Sinne von gerechter Urteilsbildung sein und stellt die Punktrichter unter Generalverdacht.

Man kann davon ausgehen, dass nun alle Aufgeregtheiten beseitigt sind und man sich in München Gedanken macht, wie man den Titel auf legalem Wege in einem überzeugenden Kampf wieder zurück bekommt. Das wird sicher nur dann funktionieren, wenn sich Frau Dr. Theiss wieder mehr dem Training widmet, als anderen Dingen.

Fritz Sdunek – Energiemangel oder Altersmilde ?

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Beobachtet man die Siegquote der Sdunek-Schützlinge in letzter Zeit, kommt man nicht umhin festzustellen, dass die gewünschten Erfolge ausbleiben. Hat es einen bestimmten Grund oder ist diese Pechsträhne ein Zufall? Sdunek ist selbst Boxer gewesen, diplomierter Sportlehrer und seit Jahrzehnten Boxtrainer. Er war als Trainer im Amateurbereich angestellt und hatte seine besten Zeiten als Trainer bei „Universum“, ebenfalls in einem Angestelltenverhältnis. Im Herbst 2009 zog er sich aus gesundheitlichen Gründen etwas zurück und beendete im Februar 2010 sein Angestelltenverhältnis bei „Universum“. Er beschränkte sich darauf zumindest dem Namen nach oder besser gesagt „auf dem Papier“ Vitali Klitschko und Felix Sturm zu trainieren. Diese Tätigkeit beschränkt sich allerdings hauptsächlich auf den „Feinschliff“ kurz vor und die Betreuung bei einem Kampf. In diesem Jahr kamen das Training von Jack Culcay und Ola Afolabi dazu. Mittlerweile ist er 66 Jahre alt und könnte seinen wohlverdienten Ruhestand genießen.

Während er bei Vitrali Klitschko eigentlich nichts wesentliches machen muss, weil der seine eigenes Trainingsprogramm verfolgt und auch mental so stark ist, dass er während eines Kampfes kaum Hilfe braucht, fällt in letzter Zeit auf, dass seine Schützlinge Sturm, Culcay und Afolabi scheinbar seine Anweisungen entweder komplett ignorieren oder einfach nicht umsetzen können.

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In Sturms Kampf gegen den angeblich gedopten Soliman war auffallend, dass Sdunek zwar irgendwann ab der Pause zu Runde 10 davon sprach, dass Sturm aber nun langsam mal was machen muss, aber das geschah mit recht wenig Nachdruck und kam offenbar auch bei Sturm nicht an. Sturm sah sich bereits als Sieger, weil er seinen Gegner 2x in Bedrängnis gebracht hatte. Genau so glaubte auch Jack Culcay an seinen sicheren Sieg und verlor damit seinen WBA-Interconti nach Punkten gegen den emsig schuftenden Pitto. „Golden Jack“ Culcay glaubte, er könne es sich leisten besonders auf Show zu boxen um den Zuschauern was zu bieten, vergaß dabei aber so fleißig zu punkten wie sein Gegner. Was Trainer Sdunek sagt – scheinbar unwichtig. Der Kampf von Afolabi gegen Huck ist der 3. in Folge, wo Sdunek genau sieht was vorgeht, ohne sich bei seinem Boxer so eindringlich verständlich machen, dass der rechtzeitig begreift endlich etwas mehr für seinen Sieg tun zu müssen. Das Resultat war bei allen 3 Kämpfen das gleiche. Eine Niederlage nach der anderen.

Woran liegt es, dass Sdunek während der Kämpfe einfach nicht mehr den richtige Draht zu seinen Boxern hat? Ist er vielleicht alters- oder krankheitsbedingt zu ruhig und milde geworden? Warum kommen seine Ratschläge und Ermahnungen eher zurückhaltend und vorsichtig, beinahe wie von einem väterlichen Freund, statt forsch und aufrüttelnd, wie zum Beispiel wie von Ulli Wegner in gleichen Situationen? Zu gut deutsch: Ist Sdunek seine eigene Energie abhanden gekommen und kann deshalb nicht mehr so motivieren, wie es früher einmal war? Oder liegt es daran, dass er jetzt nicht mehr wie gewohnt angestellter Trainer ist und anderen Angestellten, also seinen Boxern Anweisungen gibt, sondern seine Schützlinge gleichzeitig seine Arbeitgeber sind? Warum ist Sdunek selbst in Situationen, wo eigentlich „die Jacke brennt“ nicht mehr im Stande, überzeugend zu seinen Schützlingen durchzukommen? Oder ist das alles nur eine Verkettung von Zufällen?

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Marco Huck vs Ola Afolabi 3 – Der Kampf – Die Enttäuschung des Jahres?

Olav Afolabi, Marco Huck

Es gab ja in diesem Jahr, obwohl nicht einmal ganz die Hälfte davon herum ist, schon so einige Preise. Der BDB ehrte Robert Stieglitz zum „Boxer des Jahres 2013“ und die EBU ehrte Kubrat Pulev zum „Champion des Jahres“. Sollte sich einer finden, der wissen will was die „Enttäuschung des Jahres“ ist, der kann sich den Kampf zwischen Huck und Afolabi ansehen. Was wurde da nicht alles im Vorfeld an Emotionen reingelegt. Nach zuletzt etwas fragwürdigen Leistungen von Marco Huck und mehr oder minder gerechten Vorwürfen, er habe weder gegen Afolabi noch Arslan überzeugt oder eigentlich verloren, sollte dieser 3. Kampf gegen Ola Afolabi eigentlich endlich Aufschluss geben, wie es um die Leistungsfähigkeit von WBO-Weltmeister Marko Huck bestellt ist.

In den Wochen vor dem Kampf gab es sowohl von Afolabi als auch von Huck immer wieder in Statements zu hören, dass es nun endlich zur Entscheidung kommen wird. Es gab diverse Umfragen, die mehr oder weniger repräsentativ Afolabi mit einem Punktsieg in Front hatten. Afolabi selber ließ keinen Zweifel daran, wer der bessere Boxer sei. Das ging schon etwas über den üblichen Smalltalk hinaus. Schließlich ging es hier nicht nur um Huck vs Afolabi, sondern um die Frage ob Huck in den letzten Kämpfen bevorteilt wurde und vor allem darum, ob man dieses Bild wieder gerade rücken kann. Weiterlesen

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