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Johannes Passehl

Arthur Abraham und Karo Murat – Die lange Boxnacht der ARD

murat abraham

Die beiden Sauerlandboxer Arthur Abraham und Karo Murat werden am 26. Oktober Titelkämpfe bestreiten, die unterschiedlicher nicht sein können. Arthur Abraham will mit einer Verteidigung seines WBO Interconti seine Form unter Beweis stellen und nicht zuletzt durch einen guten Kampf seinen Anspruch auf einen 3. Kampf um die WBO-Weltmeisterschaft gegen Robert Stieglitz untermauern. Nachdem er gegen Wilbeforce Shihepo eine eher durchwachsene Leistung mit einem „Arbeitssieg“ zeigte und dennoch vom Verband WBO zu Pflichtherausforderer erklärt wurde, wird er nun zumindest „moralisch“ und auch seinen Fans gegenüber etwas unter Zugzwang stehen, diesmal eine Glanzleistung abzuliefern. Ein vorzeitiger Sieg gegen den Italiener Giovanni de Carolis sollte das erstrebenswerte Ziel dieses Kampfes für ihn sein. Der 29-jährige Römer ist zu diesem Zweck ein passabler Gegner nach Maß, allerdings nicht unbedingt ein bestelltes Fallobst. Mit einem Kampfrekord von 20(10)-4(1)-0 passt zumindest laut statistischen Werten alles ganz genau. Er ist seit etwa 3 Jahren ungeschlagen, war aber selbst in der Vergangenheit nicht gerade als herausragender KO-Schläger bekannt. Somit sollte dieser Kampf für Abraham sicher zu gewinnen sein, vielleicht sogar überzeugender und glanzvoller als die letzte Begegnung mit dem sehr wehrhaften Shihepo aus Namibia im August.

Bei der Veranstaltung in Oldenburg sind insgesamt 4 Kämpfe über 12 Runden vorgesehen, die alle ihre eigene Brisanz haben. Herausragend wird sicher der Kampf zwischen Jack Culcay und und dem Argentinier Guido Nicolas Pitto werden. Culcay wird alles daran setzen, seinen verlorenen WBA-Interconti zurück zu holen, was allerdings gegen den hoch motivierten Pitto keine leichte Aufgabe wird. Marcos Nader will seinen EBU-Titel gegen den Spanier Luis Crespo verteidigen. Offenbar hat man sich im Mittelgewicht bei Sauerland auf spanische Gegner „eingeschossen“. Man kann gespannt sein, was diesmal dabei raus kommt. Schwierig wird es sicher auch für Robert Woge gegen den seit 5 Jahren ungeschlagenen Anatoly Dudchenko. Der Ukrainer ist gewiss der schwerste Gegner, den Woge jemals vor den Fäusten hatte. Die Sauerland-Boxer Kölling und Zeuge werden weitere Aufbaukämpfe bestreiten. Besonderes Interesse sollte man vielleicht der Sauerland-Neuerwerbung Otto Wallin widmen. Der 22-jährige Schwede wird von Torsten Schmitz trainiert und soll vor allem in der „Nordic Fight Night“ Serie des Sauerlandstalls kämpfen. In 46 Amateurkämpfen war der Rechtsausleger 34 mal erfolgreich und wird nun bereits seinen 3 Profikampf bestreiten.

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Wesentlich schwieriger als die Aufgabe von Arthur Abraham ist das, was Karo Murat vor sich hat. Er kämpft in Atlantic-City gegen Bernard Hopkins um die IBF-Krone im Halbschwergewicht. Allein der Name Bernard Hopkins reicht eigentlich aus um eine gewisse Art von Ehrfurcht zu erzeugen. Hopkins zählt mittlerweile seit 20 Jahren zur Weltspitze im Boxsport und stand in diesen Jahren mit allen die Rang und Namen hatten im Ring. Karo Murat ist Pflichtherausforderer und will natürlich diese große Chance nutzen. Ob er sie nutzen kann, hängt wohl am seidenen Faden. Es wird ein Kampf wie David gegen Goliath, doch wer den Ausgang der Geschichte kennt, sollte zumindest bis zum Kampfende die Hoffnung nicht verlieren und die Daumen fest für Karo Murat drücken. Etwas nachdenklich macht der Umstand, dass Sauerland-Cheftrainer Uli Wegner an diesem Tag lieber bei Abraham in Oldenburg in der Ecke stehen wird, als das er seinen Schützling Karo Murat beim schwersten Kampf seine Karriere in den USA unterstützt. Darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Sollte Murat das fast Unmögliche gelingen, dass er Hopkins schlägt, wird man ihm bei Sauerland ein Denkmal bauen. Sollte er verlieren, wird man ihm womöglich nicht mal mehr einen vertraglichen Sockel gönnen, auf dem er weiter boxen kann. Es ist schließlich nicht zu übersehen, das man bei Sauerland dabei ist auszusortieren.

Die ARD wird am Samstag/Sonntag zwischen 22:10 Uhr und 4:00 Uhr eine lange Boxnacht zeigen. Beginnend mit den Kämpfen aus Oldenburg geht es in dieser „langen Nacht“, in der wieder auf Normalzeit umgestellt wird, mit einer Übertragung aus den USA weiter. Höhepunkt wird der Kampf zwischen Hopkins und Murat sein. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Kämpfe zwischen Peter Quillin und Gabriel Rosado (WBO-Mittelgewicht) und der Schwergewichtskampf zwischen Deontay Wilder und Nicolai Firtha zu sehen sein werden.

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Pressekonferenz:

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Büsra Bas – Eine junge Boxerin auf Profikurs

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Was am letzten Samstag in Monheim ablief, war für die meisten der Zuschauer und aktiven Teilnehmer eine Kampfsportveranstaltung wie viele andere auch, die überall so stattfinden. Für eine der Teilnehmerinnen war es allerdings etwas ganz Besonderes. Büsra Bas, eine junge Boxerin aus Lemgo, musste zuvor 5 Monate pausieren, weil eine Knieverletzung, die sie sich ausgerechnet im Schulsport geholt hatte, nur durch eine OP behoben werden konnte. Jetzt war natürlich die große Frage, ob alles gut verheilt und Büsra Bas fit genug ist um ihren Weg im Boxsport fortzusetzen.

Bisher hat die Lemgoerin 3 Jahre lang in der Sportschule „TOSA INU“ bei Kai Gutmann trainiert und in letzter Zeit bereits 4 Kämpfe siegreich absolviert. Zwei davon gewann sie sogar vorzeitig. Sie hat zwar noch keine Profilizenz, boxt aber unter Profibedíngungen. Im letzten Jahr hatte sie im September ihren letzten Kampf, weil weitere ausgemachte Kämpfe kurzfristig von den Gegnerinnen abgesagt wurden. Im Januar 2013 fing die neue Vorbereitung an. Auf dem besten Wege sich für neue Kämpfe fit zu machen kam es dann zu der genannten Knieverletzung, die Büsra Bas für volle 5 Monate aus dem Rennen warf. Nach der erfolgreichen OP ging es monatelang nur um Reha, also um die Wiederherstellung ihrer Gesundheit. Ab August konnte erst wieder richtig trainiert werden. Nach über einem Jahr dann endlich wieder ein Kampf.

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Gegnerin in Monheim war die Düsseldorferin Inga Gebert. Die Rechtsauslegerin hatte gegen Büsra Bas mit 3:0 das Nachsehen und damit fiel der gut vorbereiteten jungen Nachwuchsboxerin ein schwerer Stein vom Herzen. Das Knie hatte unter Kampfbedingungen gehalten und die Form für weitere Kämpfe ist erreicht. Jetzt liegt die angepeilte Zukunft als Profiboxerin greifbar nahe, doch zuvor will die 12.-Klässlerin erst einmal ihre Schule beenden. Schon jetzt sind 8-10 Trainingseinheiten pro Woche angesagt und mit dem Erfolg vom letzten Samstag ist die Motivation Profiboxerin zu werden noch mehr gestiegen. Trotz ihrer „nur“ 158 cm Körpergröße will sie im Feder- /Superfedergewicht ihr Glück versuchen, weil sie sich mit diesem Gewicht jetzt am besten fühlt.

Die Redaktion von „x-boxen-plus“ hat sich vorgenommen Büsra Bas auch in Zukunft mit Berichterstattung zu begleiten. Wir werden darüber berichten, ob und wie der weitere Karriereaufbau voran geht. So hoch motivierte Sportlerinnen wie Büsra Bas sind eine Bereicherung für das Frauenboxen und da sind wir gerne von Beginn an dabei. Vielleicht geht es ja irgendwann mal im Profibereich um Meisterehren. Das ist zumindest das hoch gesteckte Ziel.

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Lucia Morelli mit neuer Herausforderung

300px-Lucia_MorelliEinen Knallerkampf absolvierte Lucia Morelli bereits zum Jahresanfang gegen Rola el Halabi (jetzt verheiratet Rola Papastergiou) und ein weiterer Knallerkampf sollte in der Jahresmitte gegen die SES-Boxerin Ramona Kühne folgen. Daraus wurde wegen einer Verletzung Kühnes leider nichts. Da man es bei SES scheinbar nicht eilig hat, diesen Kampf nachzuholen, hat sich das Team von Lucia Morelli entschieden, zum Jahresende für einen anderen Knaller zu sorgen. Am 13. Dezember wird Lucia Morelli noch einmal in Belgien gegen Delfine Persoon antreten. Beim ersten Kampf der beiden Leichtgewichtlerinnen unterlag Lucia Morelli durch ein TKO in Runde 5 und verlor damit ihren WIBF-Titel. Ob man diesen Kampf an dieser Stelle hätte stoppen müssen, sei dabei mal dahingestellt.

Bei diesem erneuten Aufeinandertreffen geht es gleich um 3 WM-Titel. Die Revanche um den WIBF-Titel wird um die Titel der WIBA und WBF ergänzt, die Lucia Morelli im Januar gegen Rola el Halabi erkämpft hat. Man ist im Team Morelli zuversichtlich, dass der Kampf diesmal einen anderen Ausgang nehmen wird als beim letzten mal. Ihre Gegnerin Delfine Persoon wird im November noch einen Kampf einschieben und dabei auf die Serbin Eva Halasi treffen.

Lucia Morelli möchte sich den Gürtel zurück holen, den sie am 25. Februar 2012 in Belgien zurücklassen musste. Sie stand das ganze Jahr über, wenn man so will, „unter Strom“. Neben dem WM-Kampf zum Beginn des Jahres und der vergeblichen Vorbereitung auf den Kampf gegen Ramona Kühne stand sie auch Ina Menzer als Trainingspartnerin zur Seite und hat mit ihr unzählige Sparringsrunden absolviert. Lucia Morelli trainiert bereits seit einer Woche auf diesen neuen Kampf im Dezember. Die Vorbereitung erfolgt bei Trainer Dominik Junge in der MACH1 Kampfsportschule Karlsruhe.

Auch ihre Gegnerin Delfine Person war in diesem Jahr „unter Strom“. Sie hat 2013 bereits 5 Kämpfe absolviert. Ihr Kampf im November folgt noch und somit ist der Kampf gegen Morelli dann der 7. Kampf in diesem Jahr. Ob sich diese Dauerbelastung im für beide wichtigen Kampf als positiv oder nachteilig auswirkt, muss man abwarten. Einerseits ist es sicher gut, ie Fitness auf einem hohen Level zu halten, andererseits kann auch eine Art Ermüdung oder negative Routine eintreten.

Auf jeden Fall ist dieser Kampf für beide Boxerinnen mit hohem Risiko behaftet und man kann gespannt auf den Ausgang sein. Frauenkämpfe auf diesem hohen Level sind wünschenswert, aber leider die Ausnahme.

Ulli Wegner und die Geradlinigkeit

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Ein Beitrag unseres Gastautors Uwe Betker:

Der 72jährige Cheftrainer von Sauerland Event, Ulli Wegner, ist einfach ein geradliniger Mann. Unverblümt sagt er seine Meinung, auch wenn sie manchmal nicht sonderlich diplomatisch ist. Letztes Jahr, am 15.09.2012, beschimpfte er beispielsweise das fachkundige und faire bamberger Publikum. Das pfiff damals nämlich Yoan Pablo Hernandez Soarez aus, nachdem die Punktrichter Michael Pernick, Mickey Vann und Benny Decroos den Kubaner als Sieger gesehen hatten und Ringrichter David Fields das Abdrehen eines schwer getroffenen und torkelnden IBF Weltmeisters im Cruisergewicht partout nicht als Aufgabe werten wollte. Wegner stellte sich schützend vor seinen Schützling, der zwar schwer vermöbelt worden aber dennoch Weltmeister geblieben war. Er drohte den Zuschauern in Bamberg sogar mit den Worten: „Bei so einem knappen Ding sollte das Publikum auf unserer Seite sein. Da muss man überlegen, ob es sich verdient hat, dass man hier noch einmal herkommt.“
Offensichtlich kam dann bei diesen Überlegungen heraus, doch in Bamberg zu veranstalten. Sauerland Event hat beschlossen, dass der angesprochene Hernandez (28 Kämpfe, 27 Siege, 13 durch KO, 1 Niederlage, 1 durch KO) seinen Titel der International Boxing Federation an eben diesem Ort gegen Alexander Alekseev (27 Kämpfe, 24 Siege, 20 durch KO, 2 Niederlagen, 2 durch KO, 1 Unentschieden) verteidigen muss.

Ähnlich freimütig wie in dem eben geschilderten Fall äußerte Wegner sich kürzlich auch in Bezug auf seinen Einsatz am 26. Oktober 2013. An diesem Tag müsste er sich nämlich eigentlich zweiteilen.
Zunächst mal boxt der Ex-Weltmeister Arthur Abraham (41 Kämpfe, 37 Siege, 28 durch KO, 4 Niederlagen, 1 durch KO) in Oldenburg gegen einen gewissen Giovanni De Carolis (24 Kämpfe, 20 Siege, 10 durch KO, 4 Niederlagen, 1 durch KO), einen 29-jährigen Mann aus Rom, der lediglich zweitbeste italienische Super Mittelgewichtler ist, in dessen Kampfrekord kein Name steht, den man kennen müsste. Selbst diejenigen, die ihn besiegt haben, gehören nicht zur europäischen Spitze.
Abraham boxt also gegen jemanden, gegen den er wohl mit nahezu absoluter Sicherheit gewinnen wird. Natürlich gibt es noch die Chance, dass Abraham stolpert und in einen Schlag seines Gegners fällt. Oder er kann sich während des Kampfes beide Hände brechen. Es bedarf jedenfalls schon eines mittelgroßen Wunders, damit Abraham verliert. Also wofür wird der Kampf gemacht? Weiterlesen

Pressemitteilung HABV

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Serkan Oral und Sebastiano LoZito konnten am Wochenende den renommierten Seelze-Cup aufmischen. Die beiden Kämpfer von der Nordschmiede Hamburg hinterließen dabei einen starken Eindruck. Oral konnte das Turnier letztendlich für sich entscheiden und sicherte sich einen Platz im Team des BSK Seelze in der 2. Bundesliga. Oral traf im ersten Kampf auf Bora Karasu aus Bielefeld. Der Hamburger drängte sofort in die Halbdistanz und schaffte es, seinem Gegner über 3 Runden ordentlich einzuheizen. Während des sehenswerten Schlagabtauschs war Karasu mehrfach angeschlagen, schaffte es aber mit seinem Kämpferherz über die Runden.

Am deutlichen Punktsieg von Oral konnte er aber nichts ändern. Der Hamburger drang ins Finale vor, wo Grachik Melkonian aus Heide auf ihn wartete. Es entwickelte sich ein Fight, der eher technisch geführt wurde und auf beiden Seiten ein hohes Niveau aufwies. Oral war mit mehr Präzision zur Stelle und landete meist die klareren Treffer. So kam es, dass der Hamburger nach 3 spannenden Runden zum Turniersieger erklärt wurde.

Im Anschluss an seinen Sieg unterschrieb Oral einen Vertrag beim BSK Seelze. „Die hatten mich schon bei der Deutschen Meisterschaft angesprochen!“ so der Hamburger. „Die Liga beginnt für uns am 16. November in Hanau!“ Auch Orals Nordschmiede-Kollege Sebastiano LoZito war in Seelze mit von der Partie und drang bis ins Finale vor. Dort lieferte er dem erfahrenen Marburger Raimund Melinger einen starken Kampf und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Dessauer Boxnacht – 7. Dezember 2013

dessauer boxnachtMittlerweile zur Tradition geworden und fast schon Kultstatus erlangt hat die „Dessauer Boxnacht“, die jedes Jahr im Dezember stattfindet. Ort des Geschehens ist auch diesmal die „Anhalt-Arena“ in Dessau-Roßlau, nach der „Getec-Arena“ (ehemals „Bördelandhalle“) in Magdeburg, die zweitgrößte Sport- u. Veranstaltungshalle in Sachsen-Anhalt. Wer einmal bei diesem Boxevent als Zuschauer dabei war, kommt garantiert im nächsten Jahr gerne wieder.

Die dort stattfindenden Kämpfe zwischen Sportlern der Region und einigen „Zugereisten“ finden beim Publikum Anklang, weil hier mit dem PSV 90 ein ortsansässiger Sportverein als Organisator dahinter steht, sind viele der Akteure bekannt und bringen ihre begeisterten Fans, Familien und Freunde mit. Es genau das, was die Kampfsportfans sehen wollen: Echte Kämpfe im klassischen Boxen, Kickboxen und K1. Genau diese Mischung kommt gut an und verspricht mit einem ansprechenden Pausenprogramm und sehr gutem kulinarischem Angebot an Speisen Getränken einen Samstag Abend, der zum gelungenen Gesamterlebnis wird.

Tickets bei eventim.de

In diesem Jahr werden einige Kämpfer zu sehen sein, die bereits im letzten Jahr für Stimmung in der Halle sorgten. Wie im letzten Jahr wird Daniel Manthey als Moderator und Ringsprecher durch den Abend führen und für die richtige Information und Stimmung sorgen. Eine vorläufige Fightcard gibt es auch schon. Auf jeden Fall ist einer der Hauptkämpfer vom letzten Jahr mit dabei: K1-Kämpfer Steven Kitzing. Er gibt bei der diesjährigen Veranstaltung seinen Abschiedskampf. Wenn man an die letztjährige Veranstaltung zurück denkt, hätte man meinen können, dass fast alle Zuschauer eigentlich nur wegen ihm da waren. Der Geräuschpegel in der Halle und die begeisterten Anfeuerungsrufe während seines Kampfes gegen einen polnischen Kämpfer aus Danzig erreichten bei seinem Kampf ihren Höhepunkt. Hauptkampf in diesem Jahr wird die Internationale Meisterschaft nach Version der GBA im Superweltergewicht zwischen dem Glauziger Mathias „Matze“ Zemski und dem vor allem von der „Hattersheimer Boxnacht“ her bekannten italienischen Rapper und Boxer Vito Vendetta. Weiterlesen

Vier Profikämpfe in Düsseldorf

Ein Beitrag unsers Gastautors Uwe Betker:

Im Freudenreich Professional Boxing Gym in Düsseldorf fand am Freitag, dem 13.
Oktober 2013 wieder eine Boxshow statt. Die Gym-Veranstaltungen haben inzwischen schon Tradition. Auch diesmal wurde für einen guten Zweck geboxt; es war wieder eine Benefiz Box-Gala zu Gunsten des Deutschen Kinderhospizvereins. Die Veranstaltung war ausverkauft. Es gab nicht mal eine Abendkasse, weil alle Eintrittskarten bereits nach drei Stunden Vorverkauf restlos weg waren.
Es gab vier gute Profikämpfe zu sehen. Den ersten bestritten die Mittelgewichtler Jay Spencer (3 Kämpfe, 3 Siege, 2 durch KO) und Miroslaw Lerch. Der Lokalmatador Spencer machte hier seinen dritten Profikampf und damit seinen sechsten Boxkampf überhaupt. Sein Gegner Miroslaw Lerch gab sein Profidebüt. Spencer boxte die ersten 10 Sekunden verhalten, um aber dann aber sein Gegenüber zu attackierten. Er schlug meist eine gute linke Grade, gefolgt von mehreren Haken zum Kopf. Lerch war zwar von Anfang an in der Defensive, konnte jedoch ein ums andere Mal kontern. Die zweite Runde folgte dem Muster der ersten, allerdings mit dem Unterschied, dass Spender noch mehr Druck machte. Ein linker Kopfhaken fällte Lerch, der flach auf dem Rücken liegend ausgezählt wurde. Die Uhr blieb bei 57 Sekunden in der Runde zwei stehen. Spencer, der ja eigentlich noch ein Anfänger in Sachen Boxen ist, zeigte eine beeindruckende Leistung.

Im zweiten Kampf des Abends trafen im Halbschwergewicht Niko Lohmann (5 Kämpfe, 2 Siege, 1 durch KO, 1 Niederlage, 1 Unentschieden) und Salvatore Vancardo (9 Kämpfe, 4 Siege, 2 durch KO, 3 Niederlagen, 2 Unentschieden) aufeinander. Beide sind bereits vor einem Jahr an gleicher Stelle gegeneinander angetreten. Damals war der Kampf sehr eng und wurde dann auch Unentschieden gewertet. Lohmann, der den Kampfnamen Karl Stahl führt, ist in vielen Kampfsportarten zu Hause. In seinem ersten Kampf als Profiboxer erreichte er gegen Vancardo nur ein Unentschieden. Beide hatten vor den Kampf angekündigt, dieses Ergebnis wollten sie revidieren.
Die erste Runde war noch recht ausgeglichen. Stahl war der physische stärkere, Vancardo der technisch bessere Boxer. Stahl versuchte mit Kraft, Vancardo mit Körpertreffern zum Ziel zu kommen. Ab Mitte der zweiten Runde konnte man dann aber sehen, wie sich der Altersunterschied mehr und mehr bemerkbar machte. Stahl, auch immerhin schon 31 Jahre, stellte seinen 8 Jahre älteren Gegner immer wieder an den Seilen, wo er ihn mit Schlägen eindeckte. Es kam einem fast so vor, als würde man dem Alterungsprozess von Vancardo im Zeitraffer zusehen. Zwar konnte er in der folgenden Runden manchmal noch mit Einzelschlägen durchkommen, aber es war nur seiner Tapferkeit und seiner Routine geschuldet, dass er überhaupt den Schlussgong erreichte. Am Ende der vier Runden stand ein 39:38 Punktsieg für Lohmann, der für den Unterlegenen schon sehr schmeichelhaft war. Weiterlesen

Carlette Ewell vs Martha Salazar – WBC-WM-Kampf erneut verschoben

ewell vs salazarDie für den 7. September angekündigte Frauen-WM im WBC-Schwergewicht wurde bereits mehrmals verschoben, erst auf den 21. September, dann auf den 12. Oktober und nun wohl auf unbestimmte Zeit. Grund dafür seinen angeblich Schwierigkeiten zwischen „Kockout Entertaiment Promotions“ und der „Illinois State Boxen Kommission“. Beide Seiten erklärten allerdings, dass dieser Kampf stattfinden wir. Es war nun von November die Rede, man will jetzt aber noch keinen genauen Termin nennen. Worin die Schwierigkeiten im einzelnen liegen, wurde nicht gesagt, aber es ist wohl oder übel anzunehmen, dass es an der Finanzierung liegt und auch von beiden Seiten her etwas unprofessionell vorgegangen wird.

Offenbar gibt es schon Schwierigkeiten sich auf einen Veranstaltungsort zu einigen. Einige Beteiligte kündigten an, dass der Kampf um den dann einzigen gültigen Titel im Schwergewicht der Frauen in Chicago stattfinden soll. Gerade am 21. September gab es aber auch eine Boxveranstaltung in Winston-Salem (North-Carolina), der Heimat von Carlette Ewell, bei der dieser Kampf hätte stattfinden können. Offenbar wollte man aber Ewell keinen Heimvorteil einräumen und so verstrich dieser Tag, ohne das die beiden schwergewichtigen Damen ihren WM-Kampf abhalten konnten.

Martha Salazar bestätigte, dass sie auf jeden Fall an dem Kampf festhält und den vereinbarten Vertrag einhalten will. Charlette Ewell geht sogar noch einen Schritt weiter und gab folgende Erklärung an das Team von Martha Salazar ab: Weiterlesen

Ein Dank an Wladimir Klitschko und eine Frage an die ARD

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Ein Beitrag unseres Gastautors Uwe Betker:

Der Kampf ist vorbei. Wladimir Klitschko (64 Kämpfe, 61 Siege, 51 durch KO, 3 Niederlagen, 3 durch KO) ist weiter Schwergewichtsweltmeister der IBF (International Boxing Federation) und der WBO (World Boxing Organization) und der Super Champion der WBA (World Boxing Association). Der Ukrainer besiegte Alexander Povetkin (27 Kämpfe, 26 Siege, 18 durch KO, 1 Niederlage) klar und eindeutig nach Punkten. Der russische Herausforderer zeigte vor heimischem Publikum eine tapfere,wenn auch etwas uninspirierte Leistung. Zugetraut hatte ihm das durchaus nicht jeder. Auch ich nicht, schließlich hatte er sich ja durch lange und harte Arbeit den Titel „zaghafter Zar“ bei mir erworben. Diesen Titel ist er nun los. Vermutlich ist er auch seinen Quasi Weltmeister Titel der WBA los.
Der Kampf selbst war auf eine spezifische Art langweilig, und das obwohl Povetkin in der zweiten Runde einmal und in der siebten Runde dreimal zu Boden ging. Das kam daher, dass einerseits Klitschko sich auf seinen Herausforderer legte, um den Infight zu verhindern. Andererseits bückte sich Povetkin ab, um Schläge zu vermeiden.

Grundsätzlich hätte es schon eine ganze Reihe von Gründen gegeben, für Povetkin zu sein. Die Dominanz von Wladimir Klitschko macht das Schwergewichtsboxen einfach langweilig. Dementsprechend hätte ein Sieg des Quasi-Weltmeisters für Bewegung gesorgt. Auch hätte Sauerland Event mit einem richtigen Schwergewichtsweltmeister auch in Zukunft einen lukrativen TV Vertrag. Das wiederum wäre positiv fürs Profiboxen in Deutschland.
Trotzdem, meine Sympathien waren, wie schon seit Jahren nicht mehr, auf der Seite von Klitschko. Warum ich für den Titelträger war? Die Antwort heißt Alexander Wladimirowitsch Povetkin. Povetkin steht einfach für vieles, was ich nicht mag. Zunächst mal bringt der in Tschechow lebende und für Sauerland boxende Povetkin in Interviews kein einziges deutsches Wort über die Lippen. Klar könnte man sagen, dass das doch eigentlich nur seine Sache ist. Was mir an seiner Entscheidung aber seltsam aufstößt, ist, dass er sich doch immerhin seit Mitte 2005 von den Rundfunkgebühren der Deutschen bezahlen lässt. Der berliner Veranstalter nämlich, der ihn bezahlt, bekommt ja sein Geld von der ARD. Ich möchte hier keine Diskussion um Integration vom Zaun brechen. Um die geht es hier ja gar nicht. Hier versucht sich vielmehr jemand ostentativ abzugrenzen.

Der mit deutschen Rundfunkgebühren doch wohl recht gut ausgestattete Povetkin leistet sich den Luxus, sein Boxen als eine Art Nebenerwerb zu betreiben. Im Hauptberuf sitzt er als Abgeordneter und Mitglied der Kremlpartei „Einiges Russland“ im Gebietsparlament der Oblast Kursk. Er steht dafür, dass in Russland Demonstranten einem Prozess wegen bandenmäßiger Piraterie entgegensehen müssen. Er steht dafür, dass Frauen für ein 41 Sekunden langes Punk-Gebet Jahre im Gefängnis sitzen müssen. Er steht dafür, dass unliebsame politische Kontrahenten in Geheimprozessen zu langen Lagerhaftstrafen verurteilt werden. Er steht dafür, dass Homosexuelle verfolgt werden – und noch für vieles andere. Ganz sicher aber steht er, soweit ich es jedenfalls übersehen kann, nicht für Demokratie und Toleranz.
Sollte es bis dato noch irgendwelche Zweifel an seinen Überzeugungen gegeben haben, so hat er sie selber vor seinem Kampf gegen Klitschko zerstreut. Povetkin, der sich mittlerweile den Kampfnamen „Russischer Ritter“ gegeben hat, trat bewusst nationalistisch auf. Erstmal trug er vor dem Kampf ein T-Shirt mit dem Aufdruck. „Wer zu uns mit dem Schwert kommt, wird auch durch das Schwert umkommen.“ Bei einem anderen Auftritt trug er auf seiner Brust ein Bildnis von Zar Alexander III und Sprüche wie „Wir sind Russen! Alles für Russland!“ Er hat auch passende Tätowierungen. Dann verkündete er vor dem Kampf: „Ich erinnere mich immer daran, dass ich die Ehre des russischen Volkes verteidige.“

Ich jedenfalls bin froh, dass Alexander Povetkin nicht ein richtiger Weltmeister wurde, denn er hätte diesen Titel wohl für nur für seine politischen Zwecke ausgenutzt. Danke Wladimir Klitschko!
Povetkin bekam für den Kampf, den RTL übertragen hat, eine Börse von rund 4,3 Mio. Euro. Geht man davon aus, dass Sauerland Event 33,33% davon kassiert, also 1.433.190 Euro, dann bleiben ihm aber immer noch 2.866.810 Euro. Das ist auch für einen russischen Abgeordneten kein schlechtes Zubrot. Man kann weiter davon ausgehen, dass Povetkin in den letzten Jahren, mit Hilfe der Rundfunkgebühren – und seit geraumer Zeit mit Hilfe des Rundfunkbeitrags – insgesamt schon eine ganz nette Summe in Deutschland verdient hat.

Ich frage mich nun aber schon, wieso eigentlich die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland noch Povetkin Kämpfe zeigen sollte. Oder noch mal anders gefragt: Wie ist die Finanzierung eines russischen Politikers, nämlich Alexander Wladimirowitsch Povetkin, überhaupt vereinbar mit dem Auftrag der ARD?

© Uwe Betker/www.box-blog.de

Klitschko vs Povetkin – Full Fight

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Foto: http://michaelsterlingeaton.com/

Zu diesem mehr oder weniger Gewürge, Geclinche, Geklammer und Gedrücke als Boxkamnpf sollte sich jeder selbst sein Bild machen. Zweifelsfrei ist Wladimir Klitschko einer der besten Boxer aller Zeiten und er wird nicht umsonst Dr.Steelhammer genannt. Die Spuren im Gesicht von Alexander Povetkin sprechen eine eindeutige Sprache. Man muss sich allerdings spätestens jetzt fragen, ob Dr. Clinchko nicht angebrachter wäre.

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