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Alexander Dimitrenko vs Bryant Jennings – Showdown in Atlantic City

Am Samstag wird der in Hamburg beheimatete Alexander Dimitrenko (41(26)-3(2)-0) in den USA gegen Bryant Jennings 23(13)-2(1)-0) kämpfen. Geboxt wird in Atlantic City bei einer „Top-Rank“ Veranstaltung von Bob Arum. Es wäre anzunehmen, dass es dabei um Dimitrenkos IBF-International Gürtel gehen wird. Immerhin belegt Dimitrenko #11 der IBF-Bestenliste. Andere Internet-Quellen sagen, es würde um den WBO-International gehen. Hier belegt Jennings #8.

Doch egal um welchen dieser kleinen Gürtel es gehen wird: Die Frage ist, wer von beiden Boxern die Favoritenrolle hat. Kann man an der BoxRec-Wertung festmachen, wer von beiden der bessere Boxer ist? Der auf der Krim geborene 36-jährige Dimitrenko belegt bei BoxRec #16. Der 33-jährige Amerikaner Jennings ist auf #27 zu finden. Von daher liegen Beide nicht weit auseinander eintfernt. Für Beide gilt: Sie waren zwar nah dran, haben es aber nie bis ganz vorne in der Reihe 1 des Schwergewichts geschafft.

Dimitrenko wurde seit 2001 im Universum-Boxstall über Jahre aufgebaut und bekam erst in seinem 30. Kampf die Chance auf einen Titelkampf. In einem WBO-Eliminator unterlag er dann 2009 gegen Eddie Chambers, der dann seinerseits bei der WM gegen Wladimir Klitschko unterlag. Damit war Dimitrenko das erste mal „entzaubert“. Es folgte eine einjährige Pause und dann 3 Siege, die ihm den EBU Gürtel einbrachten. Im Jahr 2012 gab es eine KO 11-Niederlage gegen Kubrat Pulev. Mittlerweile war das Unternehmen „Universum“ von Klaus-Peter Kohl Geschichte und Dimitrenko hatte keinen großen Förderer mehr. In de folgenden 4 Jahren sah man Dimitrenko 5x im Ring. Das allerdings durchweg gegen keine all zu schweren Kaliber. Im Jahr 2016 zog es Dimitrenko dann ans andere Ende der Welt zu einem Kampf gegen den Neuseeländer Joseph Parker. Das ging vollkommen schief. Dimitrenko sah kein Land und ging in Runde 3 KO, nachdem er bereits in Runde 1 und 2 am Boden war. Nach einem Aufbaukampf im Jahr 2017 besiegte er überraschend deutlich in Malmö den schwedischen ECB-Boxer Adrian Granat vor dessen Heimpublikum. Dabei holt er sich per KO 1-Sieg den IBF-International-Titel, der eigentlich Granat zugedacht war. Es folgte ein Kampf gegen Miljan Rovcanin, der zuerst mit einem Unentschieden bewertet und dan zu einem DQ-Sieg umgewandelt wurde. Der Serbe hatte 3 Punktabzüge bekommen und das war nach BDB-Regeln die automatische Disqualifikation.

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Jennings kommt aus Philadelphia, boxt seit 2010 und hatte nie einen besonderen Förderer. Allerdings hat der Boxsport in dieser Stadt eine große Bedeutung und es gibt neben Steve Cunningham noch einige andere gute Boxer, die in Philadelphia zuhause sind. Er schaffte es in 4 Jahren bis zur Qualifikation zu einem WM-Shot gegen Wladimir Klitschko. Auf dem Weg dahin besiegte er u.a. Siarhei Liakhovic, Steve Collins, Artur Szpilka und Mike Perez. Gegen Klitschko verlor er eindeutig nach Punkten. Im nächsten Kampf verlor er gegen den Kubaner Luis Ortiz, dem er durch TKO 7 unterlag. Das waren im Jahr 2015 die einzigen Niederlagen seiner Karriere. Seither stand er nur 4x im Ring und siegte jeweils gegen akzeptable Gegner. Jetzt sieht er scheinbar seine Zeit gekommen, sich in den Rankings noch einmal weiter nach oben zu arbeiten.

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Wenn Jennings und Dimitrenko am Samstag in Atlantic-Cit aufeinander treffen, dann ist der Amerikaner der Favorit. Das muss man einfach so sagen, wenn man die Kämpfe beider Boxer über Jahre verfolgt hat.

Jennings hatte nach seinen Niederlageneinfach die besseren gegner, die er dann auch überzeugend abgefertigt hat. Dimitrenko hat seit dem Ende von Universum als Boxer keine Weiterentwicklung mehr gezeigt und sich nur mit leichten Gegnern beschäftigt gehalten. Er war relativ hoch in den Rankings und wurde allein deshalb von Parker als Gegner gewählt. Die Niederlage in Neuseeland war absehbar. Was nicht absehbar war, betrifft den Sieg in Malmö. Hier steht allerdings die Frage, ob Dimitrenko wirklich so gut oder Granat so schlecht war und einfach eiskalt überrascht werden konnte. Nach einem leichte Aufbaukampf verlor Granat in einem „Schwedenduell“ gegen seinen Landsmann Otto Wallin recht deutlich nach Punkten. Also ist es wohl angebracht, Dimitrenkos Sieg nicht zu hoch zu hängen. Dimitrenkos letzter Kampf gegen Rovcanin sollte man auch nicht überbewerten. Das „Unentschieden“ war geschenkt und dass der Serbe dann auch noch im Nachhinein disqualifiziert wurde, war reines Glück für Dimitrenko. Auch wenn es den Dimi-Fans schwer fällt, aber man sollte vielleicht nicht unbedingt sein Geld auf ihn setzen. Es wäre ein weiterer Zu- oder Glücksfall, wenn Alexander Dimitrenko in Atlantic-City den Ring als Sieger verlässt. Schon das „Überleben“ der ersten Kampfhälfte wäre eine Sensation. So viel Realitätssinn muss sein, auch wenn man es sich anders wünschen würde. Nach „Adam Riese“ gewinnt Jennings den Kampf vorzeitig. Dimitrenko braucht den Beistand Fortunas, wenn er Glück haben will.

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